SV Chiemgau kämpft mit den schwierigen Bedingungen

Die Wintersaison in der Region hat ein unerwartetes Ende genommen. Wegen der Coronavirus-Krise mussten zum Schluss einige Veranstaltungen abgesagt werden. Bernhard Kübler, der Vorsitzende des SV Chiemgau, ist dennoch mit dem Verlauf der Saison 2019/2020 unter dem Strich sehr zufrieden. „Wir haben einige beeindruckende Leistungen gesehen“, freute er sich. „Es geht voran im Gau.“ Das zeigt auch die Tatsache, dass einige junge Athleten den Sprung in die Kader geschafft haben.

Ruhpolding– Die akribische Arbeit im SV Chiemgau zahlt sich also immer mehr aus. „Man muss das Ganze einfach auch längerfristig sehen. Das, was man heute macht, wird nicht gleich morgen erfolgreich sein“, betonte er. In diesem Zusammenhang sprach er auch allen Trainern, Betreuern und Servicekräften „ein Riesenkompliment“ aus. „Da wird eine tolle Arbeit gemacht“, freute sich Kübler, der in diesem Winter bei vielen Veranstaltungen selbst vor Ort war und auch aktiv als Helfer auf allen Positionen einmal mitgearbeitet hat.

Rahmenbedingungen alles andere als leicht

Die Rahmenbedingungen in diesem überaus milden Winter waren für die Sportler, die Vereine und die Veranstalter alles andere als leicht. „Man konnte nirgends vernünftig trainieren“, sagte Kübler. Auch bei den Wettkämpfen musste man wegen des teilweise nicht vorhandenen Schnees viel improvisieren. Im Langlauf-Bereich konnte die Bioteaque-Langlauftournee im Rahmen des Sparkassencups dennoch bis auf eine Veranstaltung komplett durchgezogen werden. Kübler sprach ein großes Lob an die ausrichtenden Vereine aus: „Sie haben alle eine super Arbeit geleistet.“ Auch die Bayerische Meisterschaft des Skilanglauf-Nachwuchses der Region III (Chiemgau und Inngau) in St. Ulrich am Pillersee „war eine Riesengeschichte“, freute sich Kübler. Bei den Alpinen und den Biathleten konnte man nahezu alle Wettbewerbe durchführen. Einzig im Skisprung-Bereich sei die Saison nicht so toll gelaufen, berichtete der Vorsitzende. Letztlich konnte keine Veranstaltung auf Schnee durchgeführt werden.

Einige heiße Eisen im Weltcup-Feuer

Auch international feierte der SV Chiemgau Erfolge. Besonders freute sich Bernhard Kübler über das starke Abschneiden von Annian Sossau bei der Junioren-WM in Oberwiesenthal. Der Skilangläufer des SC Eisenärzt kam ins Finale und wurde Fünfter. Besonders freute sich der Vorsitzende des SV Chiemgau über den Erfolg von Ramona Hofmeister. Die 23 Jahre alte Sportlerin vom WSV Bischofswiesen gewann den Snowboard-Gesamt-Weltcup. Kübler hob auch noch die anderen Weltcup-Starter der Region hervor. Mit Jonas Dobler (Skilanglauf), „Pepi“ Ferstl (Ski alpin), Johannes Kühn (Biathlon), Markus Eisenbichler und den derzeit verletzten Andreas Wellinger (beide Skisprung) hat der SV Chiemgau ja einige weitere heiße Eisen im Feuer. bst

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