FUSSBALL

Burghausen will zurück in die Erfolgsspur

„Mir ist es in den letzten Spielen manchmal so vorgekommen, als hätten wir Angst vor der eigenen Courage“, umschreibt Trainer Uwe Wolf die Situation und versucht den Druck von seiner Mannschaft zu nehmen: „Der Druck der letzten Saison im Kampf um den Klassenerhalt war viel größer.

Jetzt können wir eigentlich nur noch gewinnen. Eigentlich müssten wir frei von der Leber spielen können.“

Dass Platz eins zur Winterpause und die beiden Auftaktsiege in Schalding und gegen Bayern die Erwartungshaltung verändert haben, ist aber auch dem Coach klar: „Ich habe den Jungs schon auch gesagt, dass sie Geschichte schreiben können, weil uns vor der Saison keiner auf dem Zettel hatte. Da waren Regensburg und die kleinen Bayern die großen Favoriten. Jetzt stehen wir immer noch acht Punkte vor den Bayern und nur einen hinter Regensburg. Wenn wir Aschaffenburg schlagen, liegt der Druck am Sonntag bei den Regensburgern.“

Aber wie kommt Burghausen wieder in die Spur? „Wir müssen mutig sein, wir müssen Entschlossenheit zeigen und wir müssen unbekümmert aufspielen“, benennt Wolf den Drei-Komponentenkleber des Erfolges und führt ein konkretes Beispiel an: „Lieber ist mir, wenn wir viermal mit aller Macht in die Endzone gehen, als den einen scheinbar richtigen Moment abzuwarten.“ Wer nicht wagt, der nicht gewinnt, gilt freilich nicht für die Defensive, in der mit Keeper Alexander Eiban und Innenverteidiger Christoph Rech zwei Wackelkandidaten sind. Eiban hat sich in Nürnberg die große Zehe am linken Fuß gebrochen und wollte sich am Freitag im Abschlusstraining einem Härtetest unterziehen. Entwarnung gibt es hingegen bei Rech, bei dem ebenfalls Verdacht auf Zehenbruch bestand, die Trainingsverletzung hat sich dann aber als Prellung der zweiten Zehe herausgestellt, sodass Wolf gute Einsatzchancen sieht: „Ich denke, dass beide spielen können. Nichts gegen die Qualitäten der Ersatzleute, aber zum jetzigen Zeitpunkt fände ich es schon wichtig, wenn beide spielen würden.“ Marcel Ebeling ist nach überstandener Knöchelprellung sicher wieder an Bord.

In der abgelaufenen Trainingswoche hat der Coach bereits eine gewisse Lockerheit wahrgenommen: „Wenn wir das auf den Platz bringen können, dann sollte es mit den Punkten wieder klappen. Wir wollen den Bock mit aller Macht umstoßen. Die Mannschaft weiß genau, um was es geht.“ mb

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