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10 JAHRE IN BUCHBACH

„Eine neue Welt, aber ich wollte dabei sein“ – Aleksandro Petrovic feiert Jubiläum

Seit zehn Jahren in Buchbach: Aleks Petrovic.
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Seit zehn Jahren in Buchbach: Aleks Petrovic.
  • Markus Altmann
    VonMarkus Altmann
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Es war ein Wechsel, der sich für beide Seiten gelohnt hat. Im März 2011 kam der damals vereinslose Aleksandro Petrovic zum TSV Buchbach. Seit nunmehr einem Jahrzehnt spielt der Mittelfeldspieler für den Kultklub und ist seitdem maßgeblich an der Erfolgsgeschichte des Regionalligisten beteiligt.

Buchbach – Mit 258 Einsätzen ist der 33-jährige Aleksandro Petrovic Rekordspieler in der Regionalliga Bayern. Zudem liegt er mit 76 Toren auf Platz zwei der erfolgreichsten Torschützen. Für den TSV Buchbach absolvierte der Mittelfeldspieler insgesamt schon 297 Pflichtspiele und erzielte dabei 87 Tore. Im Interview Petrovic auf das vergangene Jahrzehnt zurück. Zudem verrät er, was ihn an Buchbach beeindruckt und wie er sich sein Karriereende vorstellt.

Hätten sie vor zehn Jahren, als Sie nach Buchbach kamen, gedacht, dass Sie so lange bleiben?

Aleksandro Petrovic: Um ehrlich zu sein, nein. Ich habe damals mit dem Profifußball für mich abgeschlossen gehabt, aber ich hätte mir durchaus damals noch vorstellen können, woanders zu spielen. Ich dachte mir, ich schaue mir das jetzt mal eineinhalb Jahre an, daraus wurden jetzt aber zehn (lacht). Aber es ist gut so, wie es gekommen ist.

Sie waren zuvor in Dresden. War Buchbach ein Kulturschock?

Petrovic: Ich habe zuvor sämtliche Enttäuschen im Profibereich erlebt und hatte die Schnauze voll. Ich hatte zwar Angebot von damaligen Drittligisten, aber Sandro Volz, der damals Torwart in Buchbach war, hat mich hierher gelotst. Mir kam es hier sehr ehrlich vor, weil alle Mitspieler nebenbei studiert oder gearbeitet und wir nach Trainingseinheiten oder Spielen zusammen ein Bier getrunken haben. Das war schon eine neue Welt für mich, aber ich wollte da dabei sein.

Sie haben nun beim Kultklub eine Dekade mitgestaltet. Was bedeutet für Sie der TSV Buchbach?

Petrovic: Für mich ist der Verein wie eine Familie. Ich weiß was ich an dem Verein habe. Das Vertrauen das mir von den Trainer, Mitspielern und Fans entgegengebracht wird, tut mir gut. Das hat eine emotionale Bindung aufgebaut. Auch die Kontinuität auf den wichtigen Positionen waren entscheidend für mich. Die Heimspiele vor 800 Fans sind nach all den Jahren immer noch etwas ganz Besonderes. Zudem weiß auch der Verein, was er an mir hat. Das Rundum-Paket passt einfach.

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In zehn Jahren passiert viel. Was waren Ihre persönlichen Highlights in dieser Zeit?

Petrovic:Sportlich gesehen war natürlich das Spiel in Rosenheim mit dem Klassenerhalt in allerletzter Sekunde das größte Spiel. So etwas erlebt man nur einmal im Leben und wird für immer ein Gesprächsthema bleiben. Dazu gehören auch die Sonderfahrten mit dem Zug zu Auswärtsspielen und der 1:0-Heimsieg in der SMR-Arena gegen den TSV 1860 München. Noch viel wichtiger sind mir aber die ganzen Freundschaften, die ich hier geschlossen habe und die sich über die Jahre entwickelt haben. Ich will an dieser Stelle gar nicht alle aufzählen, weil es wirklich viele sind. Ich habe viele tolle Leute kennengelernt und das ist für mich der größte Segen.

Sie sind bereits Rekordspieler in der Regionalliga Bayern. Um auch noch bester Torschütze seit Liga-Start zu werden, fehlen Ihnen drei Tore auf Schweinfurts Adam Jabiri.

Petrovic: Zunächst einmal muss man sagen, dass Jabiri immer im Sturm spielt und in Schweinfurt bei einem Team, dass um den Aufstieg mitspielt. Ich dagegen spiele auf dem Platz weiter hinten und wir hatten auch Saisons, wo wir gegen den Abstieg gespielt haben. Dennoch ist mein sportlicher Ansporn groß, mit vielen Toren da noch vorbeizuziehen. Ich will meine Rekorde weiter ausbauen und die Messlatte hochlegen. Klar ist aber, dass jeder Rekord irgendwann einmal gebrochen wird.

Wie sieht Ihre sportliche Zukunft aus? Werden Sie ihre Spielerkarriere in Buchbach beenden?

Petrovic: Auf diesem Niveau wird der TSV meine letzte Station sein. Ich habe nicht vor, noch einmal für einen anderen Regionalligisten zu spielen. Ich kann mir aber vorstellen irgendwann für den SK Srbija München auflaufen, weil dort mein Onkel Trainer ist und mein Vater in der AH spielt. Da würde sich ein Kreis für mich schließen. Aber das hat noch Zeit.

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