Bruckmühl gastiert zum Top-Spiel in Freilassing

Philipp Keller und der SV Bruckmühl sind in Freilassing gefordert.

Bruckmühl/Waldkraiburg. – Spiel eins nach Markus Gibis beim VfL Waldkraiburg – ausgerechnet da steht am Samstag um 13 Uhr ein Derby gegen den TSV Buchbach II auf dem Plan.

Um 16 Uhr steht das Top-Spiel der Runde in der Fußball-Bezirksliga Ost an, wenn der ESV Freilassing den SV Bruckmühl erwartet. Am Sonntag um 14.30 Uhr gastiert der TSV Bad Endorf in Dorfen, um 18 Uhr muss Spitzenreiter SG Reichertsheim-Ramsau/Gars bei der SpVgg 1906 Haidhausen ran.

Sechs-Punkte-Spiel in der Grenzstadt

Am Samstag um 16 Uhr kommt es zum Top-Spiel: Der ESV Freilassing bittet den SV Bruckmühl zum Tanz. Am ESV gab es bisher kaum ein Vorbeikommen, sodass die Hintermannschaft erst sechsmal überwunden wurde – bis dato der Bestwert in der Bezirksliga Ost. Nach zehn Spieltagen gehen bereits 20 Punkte auf das Konto der Grenzstädter und bescheren der Mannschaft den dritten Platz. Die Gastmannschaft aus Bruckmühl hat mit 22 Punkten den zweiten Tabellenplatz inne. Beide Mannschaften mussten am letzten Spieltag erst die zweite Saisonniederlage verkraften. Daher gilt es für beide Mannschaften, in diesem „Sechs-Punkte-Spiel“ wieder in die Erfolgsspur zurückzukommen. Der ESV Freilassing liegt dem SVB tabellarisch dicht auf den Fersen und könnte den Gast bei einem Sieg in der Tabelle überholen. Insbesondere den Angriff der Gastgeber gilt es für den SV Bruckmühl in Schach zu halten. Durchschnittlich lässt der ESV den Ball mehr als zweimal pro Partie im Netz zappeln. Wobei der SVB mit lediglich neun Gegentreffern eine ordentliche Defensive vorweisen kann. Formal ist es eine Partie zweier gleichwertiger Mannschaften.

Urgestein Weichhart soll es nun richten

Am zwölften Spieltag der Bezirksliga Ost Saison 2019/20 empfängt der VfL Waldkraiburg zum nächsten Derby die zweite Mannschaft des TSV Buchbach. Anstoß im Jahnstadion ist um 13 Uhr. Nach der achten Niederlage in Folge am vergangenen Samstag in Reichertsheim hat Markus Gibis das Traineramt niedergelegt. Das Interims-Duo Anton Weichhart (Co-Trainer) und Benjamin Hadzic (sportlicher Leiter) soll es nun richten.

Lediglich sechs Punkte aus zehn Spielen holte der VfL bislang und steht damit auf dem vorletzten Tabellenplatz. Von einem Nichtabstiegsplatz sind die Industriestädter bereits sechs Punkte entfernt. Acht Niederlagen in Folge musste die stark verjüngte Mannschaft hinnehmen. Mit nur zehn geschossenen Toren und 29 kassierten Treffern sind die Waldkraiburger sowohl der schwächste Angriff als auch die anfälligste Abwehr der Bezirksliga. Bereits zum dritten Mal ist Anton Weichhart beim VfL Interimscoach. Er ist seit 1999 als Trainer im Verein tätig und coachte in dieser Zeit unter anderem die A-Jugend, die zweite Mannschaft als Cheftrainer und unterstützt die erste Mannschaft seit mittlerweile vier Jahren als Co-Trainer. Aus den Stationen bei 1860 München in der Talentsichtung und seiner Tätigkeit bei mehreren Fußballschulen bringt Weichhart eine Menge Erfahrung mit. Auch Benjamin Hadzic kennt den Verein wie kein anderer. Angefangen als Spieler in der Jugend, entwickelte sich der heute 39-Jährige zu einer wichtigen Stütze in der Abwehr des VfL und war über mehrere Jahre Kapitän der Mannschaft. Seit der Saison 2018/19 ist Hadzic sportlicher Leiter.

Buchbach II reist nach dem 1:0-Erfolg über den Aufstiegsaspiranten ESV Freilassing mit breiter Brust nach Waldkraiburg. „Uns ist bewusst, dass es nach dem Trainerwechsel ein gefährliches Spiel werden kann“, warnt jedoch Co-Trainer Daniel Süßmaier. Er und Trainer Markus Nistler müssen mit Ali Bircan, Tobi Gradl und Christian Sonnleitner aus beruflichen Gründen gleich auf drei Mann verzichten. Süßmaier wird dieses Mal die Partie von der Seitenlinie beobachten, den Platz zwischen den Pfosten nimmt Manuel Glasl ein.

SG wähnt sich in der schwierigsten Phase

Fußball-Bezirksligist SG Reichertsheim-Ramsau/Gars ist derzeit in der wohl schwierigsten Saisonphase. Auf der einen Seite fährt der SV am Sonntag (18 Uhr) als Tabellenführer und damit als Favorit zur SpVgg 1906 Haidhausen, auf der anderen Seite gilt es, am Boden zu bleiben und nicht überheblich zu werden. Denn der Klassenerhalt ist nach wie vor das vordringliche Saisonziel. „Ich sehe uns aufgrund der Konstellation – auswärts und Kunstrasen – nicht als Favorit“, so SG-Trainer Michael Ostermaier. Gastgeber und Aufsteiger Haidhausen hat in zehn Spielen 14 Punkte geholt und sich mit Platz zehn im Mittelfeld etabliert. Ostermaier: „Das ist ein sehr guter Aufsteiger mit schwankenden Leistungen.“ Während Reichertsheim seit acht Spieltagen ungeschlagen ist und zuletzt fünf Siege in Folge einfuhr, gelang der SpVgg bislang keine Serie. „Haidhausen ist zu Hause auf seinem Kunstrasenplatz eine Macht. Das wird ein schwieriges Spiel für uns“, warnt Ostermaier sein Team, das auf fremden Plätzen mit vier Siegen aus fünf Spielen das stärkste Team der Liga ist.

Bad Endorf will den Negativlauf beenden

Der TSV Bad Endorf muss am Sonntag um 14.30 Uhr beim TSV Dorfen ran. Dabei will das Kurort-Ensemble seinen Negativlauf beenden. Kaiser, Garhammer & Co. warten nämlich seit fünf Begegnungen auf einen Sieg. Unter dem neuen Trainer Jochen Reil gab es bislang zwei Unentschieden und zuletzt die 1:3-Niederlage beim SC Baldham-Vaterstetten. Gastgeber Dorfen kassierte zuletzt eine 1:6-Klatsche in Neuperlach, sorgte aber davor mit einem 1:0-Sieg über Bruckmühl und einem 4:1 bei Buchbach II für Aufsehen. tf/kra/mb/esc/tn

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