Bronze für Rottmoser

Der Rosenheimer Sepp Rottmoser holte sich bei der U23 Bronze.  Foto  Mantler
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Der Rosenheimer Sepp Rottmoser holte sich bei der U23 Bronze. Foto Mantler

Nach dem Weltcup-Auftakt im Ahrntal und der deutschen Meisterschaft Vertical am Jenner stand für die Skibergsteiger der zweite Weltcup in Les Marecottes in der Westschweiz auf dem Wettkampfkalender.

Mit von der Partie war diesmal nach überstandender Krankheit Juniorenweltmeister Toni Palzer (Berchtesgaden), Junior Cornelius Unger (Rosenheim) sowie bei den Herren Sepp Rottmoser (Rosenheim) und Toni Lautenbacher (Bad Tölz).

Auch in der Schweiz bestand das Rennwochenende aus zwei Etappen: Den Auftakt bildete ein Sprintrennen. Sowohl Sepp Rottmoser als amtierender Sprint-Europameister als auch Toni Palzer galten als absolute Favoriten auf den Tagessieg. Palzer zeigte auch erwartungsgemäß seine Klasse in der schnellen Disziplin: Der Berchtesgadener siegte souverän bei den Junioren und lief dabei auch noch die viertschnellste Rundenzeit aller Starter - die Herren eingerechnet. Cornelius Unger erreichte eben-falls das Finale und verpasste hier mit Rang fünf um nur zwei Sekunden das Podium. Auch Unger legte eine schnelle Gesamtzeit hin und ließ im direkten Vergleich noch einen Großteil der Senioren hinter sich.

Bei den Herren richteten sich dann die deutschen Hoffnungen ganz auf Sepp Rottmoser, der beim Alpini-Ski-Weltcup seine Sprint-Premiere in diesem Jahr gab. Nach einem furiosen Start in der Qualifikation mit der zweitschnellsten Zeit unterlief ihm im Halbfinale dann allerdings ein kleiner, aber entscheidender Fehler: Er wechselte im Eifer des Gefechts und bei vollem Gedränge leicht außerhalb der markierten Wechselzone und wurde dafür mit einer Zeitstrafe belegt. Die sorgte natürlich dafür, dass Rottmoser keine Chance mehr hatte, das Finale der besten Sechs zu erreichen. Rottmoser konnte sich als kleines Trostpflaster immerhin noch über Rang drei in der Espoirklasse (entspricht U23) freuen, bei den Herren belegte er Platz acht. "Ich ärgere mich sehr über den Fehler, den ich selbst nicht bemerkt habe. Im Sprint steht man enorm unter Strom und man kann es kaum glauben, was alles schief gehen kann. Ich freue mich aber dennoch über die U23-Bronzemedaille", meinte Rottmoser.

Am nächsten Tag wartete beim Singlerennen mit knapp 2000 Höhenmetern (Junioren: 1600), einer tollen Spuranlage und langen technischen Passagen in Aufstieg und Abfahrt eine echte alpine Herausforderung auf die Starter. Alleine in der Tragepassage gab es endlose 250 Höhenmeter zu überwinden. Hier war im Juniorenrennen Toni Palzer einmal mehr in seinem Element. Er sicherte sich den Tagessieg mit über fünf Minuten Vorsprung vor den Italienern Nadir Maguet und Luca Faifer. Cornelius Unger belegte Platz acht, hatte allerdings schon 16 Minuten Rückstand auf seinen Teamkollegen Palzer. Bei den Herren sicherte sich der Spanier Kilian Jornet einen weiteren Sieg. Sepp Rottmoser kam mit über 17 Minuten Rückstand auf den Sieger auf Platz 22 (Espoirs: 8 ) ins Ziel. Dabei hatte er lange noch auf Rang 16 gelegen, doch nach dem zweiten Wechsel musste Rottmoser nach einem Sturz den Rest des Rennens mit gebrochenem Material absolvieren.

Bereits in zwei Wochen steht mit der WM in Pelvoux (Frankreich) der Jahreshöhepunkt der Skibergsteiger auf dem Terminkalender. rap

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