STARBULLS

Blitz-Debüt: Erster Skorerpunkt nach 37 Sekunden

Bohumil Slavicek bejubelt seinen ersten Skorerpunkt für die Starbulls Rosenheim, nachdem Curtis Leinweber getroffen hatte.
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Bohumil Slavicek bejubelt seinen ersten Skorerpunkt für die Starbulls Rosenheim, nachdem Curtis Leinweber getroffen hatte.
  • Thomas Neumeier
    vonThomas Neumeier
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Die Starbulls Rosenheim haben ihre Serie in der Eishockey-Oberliga Süd fortgesetzt: Das 8:0 gegen Schlusslicht Landsberg war der siebte Sieg hintereinander. Gegen den Aufsteiger lieferte ein Neuzugang ein besonderes Debüt.

Rosenheim– Es war zwar ein deutlicher Erfolg, aber auf gar keinen Fall das Gelbe vom Ei. Das 8:0 der Starbulls Rosenheim in der Eishockey-Oberliga Süd gegen Schlusslicht HC Landsberg Riverkings war über weite Strecken eher glanzlos und mühsam. Erst in der Schlussphase war der Widerstand des Nachzüglers gebrochen und den Starbulls fiel das Toreschießen dann leicht. Allerdings: Es war der siebte Sieg hintereinander und der sechste Heimerfolg in Serie – mit dieser Bilanz sind die Rosenheimer gerüstet für die beiden Spitzenspiele am Sonntag und Dienstag gegen Regensburg. Dass die Starbulls für diese Partien an Konzentration zulegen müssen, wissen sie selbst.

Draxinger und Gibbons geschont

Neben den verletzten Benedikt Dietrich und Kevin Slezak fehlten bei den Rosenheimern auch Tobias Draxinger und Kyle Gibbons. Nach dem Abschlusstraining fällte das Trainerteam die Entscheidung, die beiden angeschlagenen Akteure zu schonen. Der Gibbons-Ausfall bot für Bohumil Slavicek die Chance zum Debüt für die Starbulls – und der Tscheche konnte sich mit einem Tor und zwei Vorlagen auch gleich in Szene setzen. „Er hat sich die Chance verdient und genutzt“, meinte Starbulls-Trainer John Sicinski hinterher und beschrieb den Angreifer als „cleveren Spieler“. Den ersten Punkt konnte Slavicek bereits nach 37 Sekunden verbuchen – einen schnelleren Skorerpunkt zum Debüt dürfte es in der Rosenheimer Eishockey-Geschichte wohl kaum gegeben haben!

Sicinski: „Wir haben mehr erwartet“

Slavicek setzte dabei vor dem Tor nach, den Abpraller verwertete Curtis Leinweber zur Führung der Gastgeber. Das war es dann aber schon mit Rosenheimer Glanzlichtern, das weitere Auftreten im ersten Drittel hatte technische Fehler und Abstimmungsprobleme zu bieten. „Wir waren nicht zufrieden und haben uns mehr erwartet“, sagte Sicinski, der das Anfangsdrittel so zusammenfasste: „Wir haben schnell das 1:0 gemacht, das restliche Drittel war ein Spiel auf Augenhöhe.“

Dass es nach dem zweiten Drittel aber auch lediglich 3:0 hieß, lag an dem doch weiter lässigen Auftritt der Gastgeber und der engagierten Darbietung der Landsberger. Diese hatten durch Marvin Feigl (Jonas Stettmer rettete) und Hayden Trupp (schoss am halbleeren Tor vorbei) sogar gute Gelegenheiten. Die Tore gingen aber auf das Rosenheimer Konto durch Sebastian Stanik nach Doppelpass mit Simon Heidenreich und durch Tobias Meier in doppelter Überzahl.

Zweites Tor von Leinweber und Meier

Letztlich setzten sich die Starbulls dann aber doch noch deutlich durch – weil sie bis zum Ende am Drücker blieben und doch noch ihren Torhunger entwickelten. Leinweber und Meier erzielten jeweils ihren zweiten Treffer, in den letzten Minuten brachen dann alle Dämme bei den Gästen und Maxi Vollmayer, Debütant Slavicek (jeweils im Powerplay) sowie Dominik Kolb schraubten das Resultat in die Höhe. „Das Ergebnis war zu hoch, das war kein 8:0“, meinte Landsberg-Coach Fabio Carciola und erhielt Zustimmung vom Kollegen Sicinski. Der freute sich über den Shutout von Goalie Stettmer, der sich im letzten Drittel noch gegen Dennis Sturm und Mika Reuter auszeichnen konnte.

Spielstatistik:Starbulls Rosenheim – HC Landsberg Riverkings 8:0 (1:0, 2:0, 5:0). Starbulls: Stettmer (Mechel) – Kolb, Schütt; Gottwald, Frank; Vollmayer, Krumpe; Biberger – Daxlberger, Leinweber, Slavicek; Meier, Stanik, Heidenreich; Henriquez, Baindl, Höller; Steinmann, Bakos, Lode.

Tore: 1:0 (1.) Leinweber/Slavicek, Kob, 2:0 (23.) Stanik/Meier, Heidenreich, 3:0 (32.) Meier/Höller, Baindl – PP2, 4:0 (41.) Leinweber/Schütt, Daxlberger, 5:0 (45.) Meier/Höller, Biberger, 6:0 (53.) Vollmayer/Slavicek, Heidenreich – PP1, 7:0 (55.) Slavicek/Daxlberger, Leinweber – PP1, 8:0 (57.) Kolb/Henriquez, Baindl.

Schiedsrichter: Gossmann und Harrer; Strafminuten: Rosenheim 10, Landsberg 12.

Eine der vergebenen Chancen der Starbulls durch Tobias Meier, der aber dennoch auf zwei Treffer kam.Ziegler

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