Bittere Klatsche für die Starbulls

Immer wieder brannte es gestern Abend vor dem Rosenheimer Tor.  FotosScheer
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Immer wieder brannte es gestern Abend vor dem Rosenheimer Tor. FotosScheer

Zuerst die gute Nachricht: Trotz der 2:8-Niederlage gestern Abend in Bremerhaven haben es die Eishockeyspieler Starbulls Rosenheim nach wie vor selbst in der Hand die direkte Play-off-Qualifiokation zu schaffen. Die Rosenheimer müssen am Sonntag, 18.

30 Uhr, gegen Kassel mit einem Tor höher gewinnen wie Landshut gegen Weißwasser, denn aktuell haben beide Teams die gleiche Punktzahl und die gleiche Tordifferenz, wobei Landshut mehr Tore erzielt hat und deshalb jetzt minimal im Vorteil ist.

Die schlechten Nachrichten von gestern Abend: Durch die bittere Klatsche haben die Starbulls ihr bis dato um sieben Tore besseres Torverhältnis gegenüber Landshut verspielt und mit einer Leistung wie gestern Abend scheinen die Pre-Play-offs vorprogrammiert.

Am Ende ging das Ergebnis auch in der Höhe absolut in Ordnung, weil die Rosenheim,er spätestens ab dem zweiten Drittel kein Bein mehr auf den Boden brachten. Ab diesem Zeitpunkt hatten die Gastegber klare Vorteile und erspielten sich zahlreiche Chancen.

Fünf Gegentore in einem Drittel - so kann man kein Eishockeyspiel gewinnen. Ein unterirdisches Mitteldrittel kostete die Starbulls Rosenheim gestern Abend eine bessere Ausgangsposition im Rennen um die Playoff-Plätze in der DEL2. Am Ende setzte es eine 2:8 (0:1, 2:5, 0:2)-Niederlage beim Titelverteidiger Fischtown Pinguins.

Man merkte zu Beginn, dass es für Rosenheim um mehr ging als für die Pinguins. Die Strabulls kämpfen noch um Platz sechs, der die direkte Playoff-Qualifikation bedeutet, und starteten entsprechend schwungvoll. So viele Spielanteile hat in den ersten Minuten selten eine Gastmannschaft in der Eisarena. Doch Jonas Langmann im Tor machte fünf gute Chancen zunichte. Sergio Somma scheiterte am Pinguins-Torhüter, Andrej Strahkow, zweimal Robin Hanselko und Robert Schopf ging es genauso. Langmanns Gegenüber Patrick Ehelechner hatte weniger zu tun, kassierte aber das erste Tor. Tim Miller behauptete die Scheibe neben dem Tor und hatte im Zweikampf noch einen Blick für Andrew McPherson, der dadurch das leere Tor vor sich hatte. Danach war es vorbei mit der Rosenheimer Herllichkeit, das Spiel gehörte nur noch den Pinguins.

Starbulls-Tore durch McNeely und Somma

Die Pinguins hätten noch im ersten Drittel erhöhen müssen, als Thomas Zuravlev und Patrick Klöpper allein aufs Tor zuliefen, doch Zuravlev vergab diese Riesen-Chance. Das Toreschießen holten die Pinguins im zweiten Drittel nach, in dem ihnen fünf Treffer gelangen. Gabe Guentzel (23.) machte den Anfang, als er einen Abwehrschnitzer der Gäste nutzte. 15 Meter lief er in zentraler Position unbedrängt durchs Rosenheimer Drittel. Das darf nie und nimmer sein.

Dann wurde es elegant. Jan Kopecky schickte einen Rosenheimer mit einer Schussfinte aufs Eis und versenke (30.), das 4:0 erzielte Björn Bombis eine Minute später nach einer schönen Kombination mit Viktor Beck, Jetzt ging die Post richtig ab. Erneut Bombis (34.) und Steve Slaton (35.) erzielten Treffer Nummer fünf und sechs. Die Gegentore von Sergio Somma und Tyler McNeely störten die Partystimmung in der ausverkauften Eisarena nicht.

Ein Aufbäumen der Starbulls war im Schlussabschnitt nicht zu sehen, im Gegnteil. Jan Kopeckey erhöte im Powerplay auf 7:2, McPherson sechs Minuten vor dem Ende auf 8:2 - und es hätte noch viel schlimmer ausgehen können, die Pinguins vergaben noch einige Top-Chancen. Allen voran Tim Miller, der einen Penalty an den Pfosten setzte (44.) und am leeren Tor vorbeischoss (47.).

Fischtown Pinguins - Starbulls Rosenheim 8:2 (0:1, 2:5, 0:2). Tore: 1:0 (14.) Andrew McPherson (Tim Miller, Jan Kopecky), 2:0 (23.) Gabe Guentzel (Björn Bombis, Patrick Klöpper), 3:0 (29.) Jan Kopecky (Andrew McPherson, Tim Miller), 4:0 (30.) Björn Bombis (Viktor Beck, Andrei Teljukin) 4:1 (31.) Tyler Mc Neely (Überzahl-Tor) (Stephen Schultz, Michael Rohner), 5:1 (34.) Björn Bombis (Marc Kohl), 5:2 (34.) Sergio Somma (Andrej Strakhov, Marcus Götz), 6:2 (35.) Steve Slaton (Andrei Teljukin, Ryan Martinelli), 7:2 (51.) Jan Kopecky (Überzahl-Tor) (Andrew McPherson, Pawel Dronia), 8:2 (55.) Andrew McPherson (Tim Miller, Gabe Guentzel). Strafzeiten: Bremerhaven 10, Rosenheim 6. Zuschauer: 4422. bro/bz

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