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„Trainingsleistungen im Wettkampf umsetzen“

„In diesem Alter gehts erst los“: Biathlet Simon Groß freut sich auf die Deutschen Meisterschaften

Er freut sich auf die Deutschen Meisterschaften: der Ruhpoldinger Simon Groß.
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Er freut sich auf die Deutschen Meisterschaften: der Ruhpoldinger Simon Groß.
  • VonWalter Hohler
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Der 23-jährige Biathlet Simon Groß aus Ruhpolding möchte bei den Deutschen Meisterschaften am Arber seine Trainingsleistungen im Wettkampf umsetzen und sich gut präsentieren.

Ruhpolding – Auf diese Herausforderung freut sich Simon Groß vom SC Ruhpolding schon: Bei den Deutschen Meisterschaften am Arber steht für die deutschen Biathleten der erste große Formtest der Saison auf dem Programm. Dabei will sich der 23-Jährige möglichst gut präsentieren.

„Die Richtung stimmt“, stellte er nach den ersten Monaten in der Vorbereitung auf die kommende Wintersaison fest. Das bestätigte sich auch bei einem Testwettkampf des deutschen Perspektivkaders. „Das war echt okay, vor allem vom Läuferischen her und beim Liegendschießen“, freute er sich. „Beim Stehendschießen bin ich derzeit noch ein bisschen wacklig – aber dafür habe ich neue Erkenntnisse für die Deutschen Meisterschaften gewonnen.“

Zwei Jahre nicht im DSV-Kader

Dabei gehört Groß bereits im zweiten Jahr in Folge keinem DSV-Kader mehr an. Er muss deshalb auch ohne Sportförderung auskommen. Für viele Aktive wäre das mit dem Karriereende gleichbedeutend, doch Simon Groß gibt nicht auf. Dank der Unterstützung durch seine Familie sei das machbar. Einen Nebenjob auszuüben, um sich den Sport finanzieren zu können, wäre nicht sinnvoll: „Wenn du den Anschluss schaffen willst, musst du voll trainieren. Alles andere hat keinen Sinn.“ Zumal die Sportler ja auch nach ihren Trainingseinheiten genug Zeit zur Regeneration bräuchten.

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Unterstützung erhält der 23-Jährige auch von Trainerseite, denn er kann weiterhin seine Vorbereitung mit dem Perspektivkader am Stützpunkt Ruhpolding voll durchziehen. „Das ist super so. Ich bin froh, dass ich heuer wieder bei Remo Krug trainieren kann und jetzt die ganze Saison in seiner Gruppe bin. Das hat sich gut eingespielt.“ Auch der Trainer betont: „Wenn ein Athlet so viel Einsatz zeigt, dann helfen wir ihm gern.“

„Viele Gespräche mit dem Papa“

Ein weiterer Vorteil: Neben den Gesprächen mit Remo Krug hat Simon Groß auch noch „viele Gespräche mit dem Papa“, nämlich Ricco Groß. Der viermalige Olympiasieger könne immer wieder „einen kleinen Geheimtipp“ geben, und so „habe ich gleich von zwei Seiten einen guten Input“, freut sich der 23-Jährige.

Simon Groß baut darauf, sich Schritt für Schritt weiterzuentwickeln. „Ich mache mir da wenig Druck und will einfach Fortschritte gegenüber dem Vorjahr sehen. Ziel ist es, eine gute und konstante Leistung zu bringen. Es sollte möglichst schon in Richtung IBU-Cup gehen“, hofft er, sich für die internationalen Einsätze in der „Zweiten Liga“ des Biathlons anbieten zu können. Dort gelte es dann, erst einmal „Erfahrung zu sammeln und ein Gefühl für die Konkurrenz zu bekommen.“ So könne man am besten die eigene Entwicklung vorantreiben.

Längere Zwangspause

Das war in der vergangenen, von den Corona-Einschränkungen stark beeinflussten Saison sehr schwierig – vor allem für die Athleten, die keine internationalen Einsätze hatten. „Es gab ja vereinzelte Wettkämpfe, aber das war schon sehr dünn mit dem Deutschlandpokal.“ Hinzu kam, dass er sich im Sommer 2020 einen Ellenbogenbruch zugezogen hatte. Dadurch musste er zwischenzeitlich eine längere Zwangspause hinnehmen.

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Von solchen Rückschlägen blieb der junge Sportler in diesem Jahr verschont. Das scheint sich jetzt schon auszuzahlen. Insgesamt „habe ich mich vor allem bei den Schießzeiten gut verbessert, und läuferisch muss man Schritt für Schritt aufbauen“, verweist er darauf, dass in einem Ausdauersport wie dem Biathlon die Leistungsstärke über viele Jahre hinweg entwickelt werden muss. „Ziel ist es, da näher an die anderen ranzukommen.“

Trainingsleistungen sollen umgesetzt werden

Die ersten Schritte in diese Richtung scheinen erfolgreich absolviert. Bei der Deutschen Meisterschaft gelte es nun vor allem, „die Trainingsleistungen auch einmal im Wettkampf umzusetzen.“ Am Arber möchte sich der Ruhpoldinger im Vergleich „zu allen, die in Richtung IBU-Cup ambitioniert sind, und im Vergleich mit den gleichaltrigen im Feld gut etablieren.“

Gelingt dies, kann er selbstbewusst die weitere Vorbereitung angehen. Beim entscheidenden Trainingslehrgang im November will er sich dann im Kampf um die Plätze im IBU-Cup gut präsentieren. Schließlich soll es für Simon Groß Schritt für Schritt in Richtung Weltklasse gehen. Dafür braucht es Geduld, doch der 23-Jährige sieht gute Perspektiven: „In diesem Alter geht es doch erst richtig los.“

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