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Mit der Saison zufrieden

Biathletin Marion Deigentesch mit Fortschritten: „Läuferisch besser, im Schießen ruhiger“

Für Biathletin Marion Deigentesch ging es in dieser Saison auch leistungsmäßig bergauf.
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Für Biathletin Marion Deigentesch ging es in dieser Saison auch leistungsmäßig bergauf.

„Ich habe gesehen, dass ich kontinuierlich über die Saison besser geworden bin. Aber es ist noch ein weiter Weg“, sagt Biathletin Marion Deigentesch (SV Oberteisendorf) vom Stützpunkt Ruhpolding.

Ruhpolding – Es geht nach vorn: Biathletin Marion Deigentesch (SV Oberteisendorf) vom Stützpunkt Ruhpolding ist „insgesamt wirklich zufrieden“ mit dem vergangenen Winter. „Ich bin läuferisch besser und im Schießen sicherer und ruhiger geworden. Ich habe gesehen, dass ich kontinuierlich über die Saison besser geworden bin. Aber es ist noch ein weiter Weg“, weiß sie, dass noch einiges zu tun bleibt, um den Anschluss an die Weltspitze zu schaffen.

Weltcup-Einsatz in Antholz

Dass dies möglich ist, bewies die Angehörige des Zoll-Skiteams nicht nur mit ihrem elften Gesamtplatz im IBU-Cup (315 Punkte), sondern auch bei ihrem Weltcup-Einsatz in Antholz (Italien): Da schaffte sie als Elfte des Einzellaufs (1 Schießfehler) sogar die halbe WM-Norm.

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„Am ersten Wettkampftag bin ich relativ gut mit der Höhe zurechtgekommen. Ich wusste schon, dass ich in der Höhe und bei der 15-km-Strecke zum Beginn etwas vorsichtig loslaufen muss.“ Sie durfte auch am Massenstart teilnehmen, der zwei Tage später stattfand. „Da habe ich dann schon die Höhe gespürt, das ist meistens am vierten oder fünften Tag des Aufenthalts dort so. Aber es kommt auch auf den allgemeinen Zustand an, in dem man sich gerade befindet: Ich habe es heuer so stark gemerkt wie sonst noch nie“. Dennoch: Mit Rang 19 (1 Fehler) sammelte sie weitere Weltcuppunkte, auch wenn es mit der WM-Teilnahme in diesem Winter noch nicht klappte.

Gastgeber Polen war mit dem kompletten Weltcup-Team da

Dafür durfte sie an den Europameisterschaften in Duszniki Zdroj (Polen) teilnehmen, wo es zum Aufakt noch nicht nach Wunsch lief. Im Einzellauf „hatte ich nach den ersten beiden Schießeinlagen noch null Fehler – aber dann kamen noch insgesamt drei dazu.“

Und mit drei Strafminuten „kann man sich in so einem Feld nicht vorne platzieren“, kommentiert sie ihren 20. Platz. Denn die EM ist gerade von den östlichen Ländern her gut besetzt, Gastgeber Polen „war sogar mit dem kompletten Weltcup-Team da.“ Im Sprint bedeuteten zwei Fehler letztlich Platz 40, „weil an diesem Tag einfach sehr viele eine Null geschossen haben.“

„Es war überhaupt ein cooles Rennen“

Danach ging’s besser: In der Verfolgung „ging die Strecke viel bergauf und bergab und dann an den Schießstand, das mag ich sowieso.“ Sie konnte viele Plätze gutmachen, „und es war überhaupt ein cooles Rennen, weil ich wegen der knappen Zeitabstände immer wieder in einer Gruppe mitlaufen konnte.“ Trotz zweier Schießfehler verbuchte sie die sechstbeste Zeit und lief auf den 15. Platz vor. Krönender Abschuss war die Silbermedaille in der Mixed-Staffel mit Vanessa Voigt (SV Rotterode) sowie ihren Stützpunkt-Kollegen Dominic Schmuck (SC Schleching) und Philipp Nawrath (SK Nesselwang).

Sieg in der Mixed-Staffel

Die Staffeln sind ein Format, das die Angehörige des Zoll-Skiteams ohnehin sehr gerne mag: „Ich laufe das total gern. Es ist cool, wenn man das gemeinsam läuft, und gut für das Teamgefühl – selbst wenn es mal vom Ergebnis her nicht so klappt.“ Noch mehr Spaß macht es natürlich, wenn die Leistung mit einer Medaille belohnt wird. Und das Mixed ist auch deshalb etwas Besonderes, „weil man da mal gemeinsam mit den Männern läuft.

Sonst sieht man sich bei den Wettkämpfen ja kaum“ – was heuer durch die Abstandsregeln in der Corona-Pandemie sogar noch verschärft wurde. Beim letzten IBU-Cup in Obertilliach tat sich Deigentesch bei den ersten Wettkämpfen noch schwer, ehe es aufwärts ging: Im zweiten Sprint wurde sie Sechste. In der Mixed-Staffel – diesmal mit Hanna Kebinger (SC Partenkirchen), Dominic Schmuck (SC Schleching) und Lucas Fratzscher (WSV Oberhof) – gab’s sogar einen Sieg.

Es folgten zwei Wochen mit sehr wenig Sport

Nach dem Saisonende nutzte sie die guten Schneeverhältnisse in der Region noch, um zum Langlaufen zu gehen, aber vor allem für Skitouren, „das mache ich total gern.“ Es folgten zwei Wochen mit sehr wenig Sport. „Ich habe es schon gemerkt, dass ich von der Saison echt müde war. So viele Wettkämpfe in relativ kurzer Zeit hatte ich noch nie.“ Nach dieser Regenerationsphase „habe ich wieder etwas mehr angefangen“, berichtet sie – „vor allem Radeln gehe ich sehr gerne.“

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Nun steht wieder die gemeinsame Vorbereitung mit dem Team auf dem Programm. Dabei möchte die 26-Jährige die Grundlagen dafür legen, weitere Fortschritte zu machen. „Im Weltcup war ich im Sprint läuferisch gesehen gut eine Minute hinter den Besten. Diesen Rückstand möchte ich verringern. Das Schießen war zwar schon besser, aber ich hatte noch ein paar Aussetzer. Da will ich noch ruhiger und auch schneller werden.“

Denn jede Sekunde zählt, auch im IBU-Cup ist die Leistungsdichte in den vergangenen Jahren enorm gestiegen. „Ich hoffe, dass ich eventuell noch mehr Rennen im Weltcup bestreiten kann. Aber wir haben ein echt starkes Team, das wird kein Selbstläufer“, weiß Deigentesch. Doch ihre Entwicklung in der vergangenen Saison macht auf jeden Fall Mut.

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