Biathlon im Deutschen Ski-Verband

Biathletin Lisa Spark ist Juniorensportlerin des Jahres: „Ich mache lieber kleine Schritte“

Lisa Spark vom SC Traunstein war Gesamtzweite im Junioren-Weltcup.
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Lisa Spark vom SC Traunstein war Gesamtzweite im Junioren-Weltcup.
  • Siegi Huber
    vonSiegi Huber
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Damit habe ich nicht gerechnet, ich bin völlig überrascht“, so kommentiert Lisa Spark vom SC Traunstein, dass sie in diesem Jahr die Auszeichnung „Juniorensportler des Jahres“ in der Sparte Biathlon im Deutschen Ski-Verband bekommen hat.

Traunstein – Die 20-jährige Biathletin Lisa Spark vom SC Traunstein hat in diesem Jahr die Auszeichnung „Juniorensportler des Jahres“ in der Sparte Biathlon im Deutschen Ski-Verband bekommen. „Damit habe ich nicht gerechnet, ich bin völlig überrascht“, so kommentiert sie die Nachricht, die Lisa Spark über Instagram. Sie war bei der Ehrung im Rahmen der Einkleidung der Kader-Athleten nicht vor Ort. „Ich freue mich sehr darüber, das ist eine große Ehre für mich“, so die Polizeioberwachtmeisterin.

„Der Weg nach oben ist sicherlich sehr schwierig“

Bei der Landespolizei in Ainring ist ihr Trainer Tobias Reiter, am Stützpunkt Ruhpolding gehört sie zur Gruppe von Andi Birnbacher. Der ehemalige Weltklasse-Biathlet hält einiges von Lisa Spark. „Ich halte große Stücke auf Lisa, aber der Weg nach oben ist sicherlich sehr schwierig. Die Voraussetzungen dafür hat sie, aber ich halte mich mit solchen Aussagen immer bedeckt. Viele fühlen sich davon unter Druck gesetzt“, so Birnbacher, der in dieser Hinsicht seine Sportlerinnen eher zurückhaltend begleitet.

Spark will Alpencup und Deutschlandpokal starten

Für Lisa Spark verlief die Vorbereitung im Sommer ziemlich normal, trotzdem gab es wegen der Hygienemaßnahmen aufgrund der Corona-Pandemie einige Änderungen. So wurden unter anderem kleinere Trainingsgruppen gegründet und auf die üblichen Vorsichtsmaßnahmen peinlich geachtet.

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In dieser Saison will die 20-Jährige im Alpencup und Deutschlandpokal starten und sich für die Junioren-Weltmeisterschaft qualifizieren. Diese soll im März 2021 in Obertilliach stattfinden. Bei der Junioren-WM im vergangenen Winter in Lenzerheide/Schweiz kam sie mit der Staffel und der Verfolgung jeweils auf den vierten Platz. Dazu gewann sie im IBU-Junioren-Weltucp die Wertung im Sprint, im Gesamtklassement wurde sie Zweite. Nun will sie weiter an sich arbeiten und sich in allen Belangen verbessern. Beim Stehend-Schießen will sie stabiler werden, neue Impulse im Laufen setzen und allgemein schneller Schießen. Beim Schießen wird ihr der neue DSV-Schießtrainer Engelbert Sklorz unterstützend unter die Arme greifen. „Wenn jemand weiß, wie das Schießen funktioniert, dann der ,Engei‘“, sagt sie über die Zusammenarbeit mit Sklorz.

Noch nicht an die Olympischen Spiele gedacht

In eineinhalb Jahren finden in Peking die Olympischen Winterspiele 2022 statt – eigentlich ein fixes Ziel für Sportler in ihrem Alter. „Daran habe ich noch nicht gedacht, ich mache lieber kleine Schritte“, gibt sie sich zurückhaltend. Konkurrenz aus der Familie bekommt sie von ihrer jüngeren Schwester Sophie, die bereits mit guten Ergebnissen in ihrer Altersklasse gesorgt hat. „Natürlich bekommt sie den einen oder anderen Tipp von mir. Schließlich bin ich als ältere Schwester auch Vorbild“, meint Lisa Spark. Daneben reifen in ihrem Verein dem SC Traunstein weitere Talente im Biathlon heran, zum Beispiel Marlene Fichtner. Und auch im Schülerbereich sorgen junge Skijägerinnen aus der Großen Kreisstadt schon für sehr gute Platzierungen.

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