Biathletin Deigentesch wieder im IBU-Cup: „Extra-Motivation“ durch Weltcup

Marion Deigenteschmöchte gerne wieder in den Weltcup zurück. Wukits
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Marion Deigenteschmöchte gerne wieder in den Weltcup zurück. Wukits

Mit frischen Kräften ging es für Biathletin Marion Deigentesch (SV Oberteisendorf) am Wochenende im IBU-Cup zur Sache. Im IBU-Cup überzeugte sie zuletzt als 14. des Sprints in Osrblie, doch den Verfolgungslauf ließ sie aus, „da war ich schon zu kraftlos. Da tut die Trainingsphase jetzt gut.“

Oberteisendorf– „Extra-Motivation“ hatte sie in diesem Winter aber schon vorher getankt: Sie durfte nämlich kurz vor Weihnachten beim Weltcup in Annecy (Frankreich) ihr Debüt auf der höchsten Wettkampfebene geben. Das gelang gut. Die mittlerweile 25-Jährige kam im Sprint auf den 49. Platz und qualifizierte sich für den Verfolgungslauf (46.). Es wäre sogar noch mehr drin gewesen. „Ich bin zwar keine Top-Schützin, aber mit einem Fehler weniger in der Verfolgung hätte ich unter die Top 30 laufen können“, bedauert sie. Dennoch „habe ich gesehen: So unendlich weit weg bin ich ja nicht.“

Deigentesch zeigt sich immer noch begeistert: „Das war schon beeindruckend: Es waren riesige Menschenmassen da, sogar gut 20 000 Zuschauer waren es bei der Verfolgung. Und es war ein sehr faires Publikum, das alle Sportler super angefeuert hat.“ Am Vormittag vor dem Rennen „war ich schon extrem nervös. Aber ab Mittag, als es ins Stadion ging und ich die üblichen Vorbereitungen hatte, war das eine normale Nervosität wie bei jedem Wettkampf – und die gehört ja dazu.“

Zu früh wieder mit dem Training begonnen

Nervös wurde sie allerdings auch, als sie in der Weihnachtspause wieder einmal erkrankte und eine Woche ganz aussetzen musste. „Das ist eigentlich die beste Vorbereitungszeit zwischen den Rennen.“ Sie begann „möglicherweise etwas zu früh“ wieder mit dem Training und kam in Oberhof beim Weltcup im Sprint nur auf den 68. Platz.

Insgesamt „bin ich gesundheitlich halt nicht die Stabilste“, weiß Deigentesch. „Möglicherweise liegt das am Pfeifferschen Drüsenfieber, das ich 2013 hatte. Bei anderen dauert eine Erkältung oft nur kurz, ich brauche eigentlich immer mindestens eine Woche richtig Pause und muss dann noch drei Tage langsamer machen, bevor ich mich wieder voll belaste.“

Einsatz bei der Europameisterschaft?

Ob es in diesem Jahr schon mit dem nächsten Weltcup-Einsatz klappt, weiß die 25-Jährige nicht. Möglicherweise wäre auch die Europameisterschaft (26. Februar bis 1. März) ein Ziel. In jedem Falle „muss man sich da in den IBU-Cups gut präsentieren.“ who

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