AMATEURFUßBALLER IN TERMINNOT

BFV denkt an Verlängerung – Verbands-Spielleiter will an Liga-Pokal festhalten

Fußballschuhe und ein Lederball stehen in einem Tor auf einem Kunstrasenplatz. Wann wieder gespielt werden kann ist fraglich
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Fußballschuhe und ein Lederball stehen in einem Tor auf einem Kunstrasenplatz. Wann wieder gespielt werden kann ist fraglich

Die bayerischen Amateurfußballer sollten für die Pfingstferien noch keine großen Reisepläne schmieden – unabhängig davon, wie stark dann das Coronavirus noch verbreitet ist.

Rosenheim – BFV-Verbandsspielleiter Josef Janker hat erstmals angedeutet, dass die unterbrochene Saison bei den Amateurfußballern auch über Mitte Mai hinaus verlängert werden könnte. „Ja, grundsätzlich schon“, sagte der Oberpfälzer in einem Interview im Internet-Auftritt des BFV auf die Frage, ob notfalls auch in den Frühsommer hinein gespielt werden könnte. Nur müssten Bayern-, Landes- und Bezirksliga gleichzeitig fertig sein – wegen der Relegation. Bisher sind die letzten Meisterschaftsspiele von der Bayernliga bis zur C-Klasse für den 15./16. Mai angesetzt, in der Regionalliga am 8. Mai. Formal endet die Saison aber ohnehin erst am 30. Juni.

In der Regionalliga stehen noch sieben Spieltage aus

Janker zeigte sich zuversichtlich, die Saison auch dann zu Ende spielen zu können, wenn es erst Ende März oder Anfang April wieder losgehen könnte. „Aber natürlich wächst mit jedem Tag, den wir später loslegen können, auch die Herausforderung – für die Vereine und für unsere Spielleiter.“ In der Regionalliga stehen noch sieben Spieltage aus, in der Bayernliga nur sechs. Aber einige Vereine schleppen noch bis zu fünf Nachholspiele mit.

Vor allem die, die in ihrer Liga deshalb viel beschäftigt sind, müssten sich überlegen, ob sie am Liga-Pokal weiter teilnehmen wollten, sagte Janker. Aufgeben will der Spielleiter den neuen Wettbewerb nicht – „auch wenn es Kraftanstregungen aller Beteiligten bedarf“. Deshalb würden alle Vereine in den nächsten Wochen gefragt, ob sie im Liga-Pokal weiter mitspielen wollen – auch wenn mehrere „englische Wochen“ drohen. Dabei werden die Liga-Pokale wohl verkürzt. Im Herbst waren sie wegen des Lockdowns zumeist in der Vorrunde steckengeblieben. „Fest steht, dass wir durch freiwillige Rückzüge eben Zeit gewinnen würden“, sagte der Spielleiter.

Im Liga-Pokal geht es um mindestens einen Aufsteiger

Von der Bayernliga bis zur C-Klasse geht es im Liga-Pokal um mindestens einen Aufsteiger, in der Regionalliga um einen Platz im DFB-Pokal. In der höchsten bayerischen Spielklasse ist der Termindruck zum Saisonende am größten – theoretisch. Dort sind für Mitte Mai die Aufstiegsspiele zur 3. Liga angesetzt, in denen es gegen den Meister der Regionalliga Nord geht. Während im Westen und Südwesten gespielt wird, weil die Regionalligen dort als Profi-Ligen eingestuft werden, ist der Norden in der selben Lage wie Bayern. Dort haben noch nicht einmal alle Vereine die Hinrunde komplett absolviert, dabei stünden regulär noch 22 Spieltage an. Bereits jetzt wird über einen Saisonabbruch diskutiert. Regionalliga-Spielleiter Jürgen Stebani hofft, dass es Anfang März weitergehen kann. Der Termin für die Drittliga-Relegation sei mit Bayern „sicherlich verhandelbar“, sagte er. „Ende Mai sollten wir schon durch sein.“

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