Bestmarke zum Start von Jessica von Bredow-Werndl

Jessica von Bredow-Werndl auf ihrer Trakehnerstute TSF Dalera BB stellten ihre neue Bestmarke auf.

Die Team-Weltmeisterinnen Jessica von Bredow-Werndl und TSF Dalera BB haben sich mit einem Paukenschlag im Turniersport zurückgemeldet. Beim CDI in Hagen, dem ersten internationalen Dressurturnier in Deutschland seit den Corona-Beschränkungen, gewann die Aubenhausenerin mit der 13-jährigen Trakehnerstute sowohl den Grand Prix als auch den Grand Prix Special.

Hagen – Fünf lange Monate hatte die Turnierzwangspause gedauert, umso größer war die Freude über den ersten gemeinsamen Start – und das merkte man dem Paar an.

Bereits in der Einlaufprüfung glänzte das Duo, vor allem in der Piaffe-Passage-Tour. Obwohl die Aufgabe nicht fehlerfrei gelang, lag das Ergebnis mit 79,370 Prozent nur knapp unter der magischen 80-Prozent-Marke. In der Hauptprüfung am Sonntag zückten die Richter für Piaffen und den Passage-Piaffe-Passage-Übergang auf der Schlusslinie insgesamt viermal die Höchstnote 10. Die Einzelnoten addierten sich auf 80,319 Prozent. Das neue persönliche Bestergebnis belegt, dass die Weltranglisten-Vierten in Topform aufs internationale Parkett zurückkehren. Mit fast vier Prozent Abstand auf die Konkurrenz war das Paar in beiden Prüfungen eine Klasse für sich.

Fazit: „Da ist noch Luft nach oben“

Dabei gingen im Grand Prix Special sogar einige Punkte verloren, weil sich die Aubenhausenerin fast verritten hätte. Seit den Europameisterschaften im August 2019, wo sie Team-Gold und Einzel-Bronze in der Kür gewann, war die 34-Jährige nicht mehr in einem Special gestartet. „Da ist noch Luft nach oben, wenn die Reiterin ihr Navigationsgerät im Griff hat“, resümierte die Olympiakader-Reiterin und strahlte.

Bei Benjamin Werndl und dem weit weniger erfahrenen, erst elfjährigen Oldenburger Famoso OLD lief es an diesem Wochenende nicht ganz nach Wunsch. Zwar präsentierte sich das Grand Prix-Nachwuchspferd in vielen Prüfungsphasen bestechend, aber teure Fehler drückten das Ergebnis. Im Grand Prix kam das Paar auf den sechsten, im Special auf den fünften Platz. „Der Sport ist eine Gratwanderung. Wir haben wieder viel gelernt“, nahm es Werndl positiv.

Raphael Netz ins EM-Team berufen

Große Freude herrscht im Team Aubenhausen über die Berufung von Raphael Netz ins Europameisterschafts-Team der U25-Reiter. Bei der entscheidenden Sichtung in Hagen überzeugte der erst 21-jährige Berufsreiter mit dem zwölfjährigen Hannoveraner Lacoste, den er als seinen „größten Lehrmeister“ bezeichnet. Bereits im vergangenen Jahr, bei der EM im italienischen San Giovanni, gehörten die beiden zum siegreichen U25-Team. Ende August wird das deutsche Quartett als Titelverteidiger in Budapest/Ungarn an den Start gehen. sne

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