Im Corona-Lockdown

Bergener Ju-Jutsuka bereiten sich auf das EM-Jahr vor – so gut es eben geht

2021 soll es endlich wieder Wettkämpfe geben: Die Bergener Ju-Jutsukas um Anja Guercke (rechts) hatten ihren letzten großen internationalen Einsatz bei der WM 2019 in Abu Dhabi.
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2021 soll es endlich wieder Wettkämpfe geben: Die Bergener Ju-Jutsukas um Anja Guercke (rechts) hatten ihren letzten großen internationalen Einsatz bei der WM 2019 in Abu Dhabi.

Der letzte internationale Auftritt war für die Ju-Jutsuka des TSV Bergen ein großer: Bei der Weltmeisterschaft im November 2019 in den Vereinigten Arabischen Emiraten gab es Gold und Silber. In diesem Jahr würde die Europameisterschaft auf dem Plan stehen – allerdings sind die Möglichkeiten zur Vorbereitung derzeit alles andere als einfach.

Bergen – Über ein Jahr ist es jetzt schon her. Im November 2019 konnten sich die erfolgreichen Ju-Jutsukas des TSV Bergen zuletzt auf internationaler Bühne präsentieren: Damals traten Lukas Bombik, Anja Guercke und Sophie Büscher bei den Weltmeisterschaften in Abu Dhabi an. Büscher gewann sensationell Gold in der U21. Bombik holte mit der Mannschaft Silber. Im Einzel verpasste der Bergener wie Guercke damals knapp den Sprung aufs Podest. Auch Bianca Feichtlbauer, die beim TSV Bergen trainiert und für Österreich startet, war in den Vereinigten Arabischen Emiraten dabei und komplettierte mit Platz fünf das starke Gesamtergebnis.

Trotz Pandemie kein verlorenes Jahr

Unter dem Strich war’s ein voller Erfolg für den Verein! Wenige Monate nach diesem starken Gesamtergebnis hat die Corona-Krise aber auch die Bergener Ju-Jutsukas ausgebremst. Weitere Wettkämpfe? Fehlanzeige! Abteilungsleiter Lukas Bombik blickt auf ein Jahr zurück, das sportlich praktisch keine Höhepunkte zu bieten hatte. Dennoch war’s für die Bergener kein verlorenes Jahr und einen ganz großen Erfolg konnten sie dennoch auch verbuchen – trotz der Pandemie!

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Die Abteilung bekam im Herbst nämlich das „Grüne Band“ für „vorbildliche Talentförderung im Verein“ verliehen. „Das war natürlich eine tolle Sache“, freut sich Lukas Bombik noch immer über die Auszeichnung und die Prämie über 5000 Euro. Diese könne der Verein sehr gut gebrauchen, sagt er. „Damit haben wir jetzt mehr Möglichkeiten, können die Qualität im Training weiter steigern und die Sportler und unsere Jugend unterstützen“, betont Bombik, der beim TSV nicht nur als Sportler, sondern auch als Abteilungsleiter und Trainer aktiv ist. Zudem ist der 28 Jahre alte Bundeskaderathlet auch Coach des Bayerischen Landeskaders.

Turnierkalender nach hinten verschoben

Lukas Bombik bekam die Auswirkungen der Krise also hautnah auf allen sportlichen Ebenen zu spüren. Wie es weitergeht? „Wir bleiben auf jeden Fall optimistisch“, macht Bombik klar. „Denn es hat auch noch niemanden geholfen, wenn man den Kopf in den Sand steckt.“ Aktuell hat der deutsche Ju-Jutsu-Verband alle geplanten Turniere für 2021 bereits um drei Monate nach hinten verschoben. Ende Juni soll nun die Deutsche Meisterschaft stattfinden.

International könnte es schon ein paar Wochen früher wieder losgehen: Die Europameisterschaft ist für Anfang Juni angesetzt. Sie soll in Israel über die Bühne gehen. Das Gute ist, für die EM müssen sich die Bergener Sportler nicht extra erst qualifizieren. Anja Guercke und Lukas Bombik haben ihren Startplatz schon sicher. Auch die österreichische Kaderathletin Bianca Feichtlbauer wird dabei sein. Sophie Büscher hat laut dem Abteilungsleiter ebenfalls gute Chancen, nominier zu werden.

Für eine erfolgreiche Teilnahme an der EM wäre es aber vor allem wichtig, dass die Athleten noch den einen oder anderen Wettkampf im Vorfeld zur Vorbereitung bestreiten könnten. „Unsere Hoffnung ist, dass noch im Februar wieder mit den Lehrgängen gestartet werden darf“, sagt Bombik. bst

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