FUßBALL

Benjamin Kindsvater wagt Abenteuer Slowakei

Hat bis 2017 das Trikot des SV Wacker Burghausen getragen: Benjamin Kindsvater.
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Hat bis 2017 das Trikot des SV Wacker Burghausen getragen: Benjamin Kindsvater.

Der Traunreuter, der bis 2017 das Trikot des Wacker Burghausen getragen hatte, spielt erstmals im Ausland. Nach seinem Engagement bei 1860 München war Kindsvater ohne Verein und hat nun beim FC Nitra in der Slowakei unterschrieben.

Burghausen/Nitra– Seit gut zwei Wochen steht der Ex-Burghauser Benjamin Kindsvater beim slowakischen Erstligisten FC Nitra unter Vertrag. Der 28-jährige Flügelflitzer stand bei der 1:3-Niederlage am Samstag bei FK Pohronie erwartungsgemäß nicht im Kader: „Ich habe ja ein halbes Jahr kaum trainiert, da hänge ich natürlich noch nach.“

Entscheidung fiel binnen 48 Stunden

Die Entscheidung, in die slowakische Fortuna Liga zu wechseln, hat der gebürtige Traunreuter, der im Sommer letzten Jahres nach drei Jahren bei den Münchner Löwen keinen Vertrag mehr bekommen hat, binnen 48 Stunden getroffen: „Das ging alles sehr schnell. Der neue Vereinssponsor hat meinen Berater kontaktiert, dann haben wir uns in Nürnberg getroffen und zwei Tage später war ich in Nitra.“ Viel gesehen hat Kindsvater von der ältesten Stadt der Slowakei noch nicht. Auch wegen der strengen Corona-Auflagen pendelt der Neuzugang hauptsächlich zwischen Hotel und Trainingsplatz. „Die Trainingsbedingungen in Nitra sind sehr gut, das Stadion ist vor zwei Jahren umgebaut worden. Aber es liegt Schnee und es ist kalt. Da tun die alten Knochen schon weh. So ganz jung bin ich ja auch nicht mehr“, erzählt der Blondschof, der vergangene Woche zum Einstand ein Lied singen musste: „Nicht gerade meine Stärke, aber das ist bei dem Club so Tradition.“

Nach dem zweiten Tag gleich ein neuer Trainer

Kindsvater ist gut aufgenommen worden, immerhin neun Deutsche sind mittlerweile beim FC Nitra unter Vertrag, der vom mittelfränkische Autohändler Peter Hammer gesponsert wird, aber der Einstand war turbulent: „Beim ersten Training war noch der alte Trainer da, der war aber am nächsten Tag schon weg.“ Inzwischen hat Peter Lérant (44) das Sagen, der mal in Leverkusen, in Luzern und bei mehreren österreichischen Vereinen gespielt hat und deswegen auch etwas deutsch spricht. „Slowakisch ist wirklich schwer, aber im Training wird überwiegend englisch gesprochen und der Trainer erklärt uns auch einzelne Aufgaben immer mal wieder auf Deutsch.“

Erstes Ziel: Ein Platz unter den besten Sechs

Bis Juni 2022 hat der Linksfuß beim FC Nitra unterschrieben, das Ziel des Vereins in dieser Saison ist es unter die ersten Sechs zu kommen, um die Meisterrunde zu erreichen. Die letzten sechs Teams spielen dann in der zweiten Saisonhälfte gegen den Abstieg. „Das wollen wir vermeiden, aber die Mannschaft muss sich bei so vielen Neuzugängen erst finden, das geht sicher nicht von heute auf morgen.“ Wann Kindsvater selber mithelfen wird, kann er aktuell noch nicht beurteilen: „Es passt bisher alles ganz sehr gut, aber ich brauche sicher noch etwas Zeit, um wieder topfit zu werden.“ mb

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