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Spielführer Michael Beck im Interview

„Bemerkenswertes Engagement“: Golfclub Höslwang blickt auf die erfolgreichste Saison zurück

... und ein sauberer Bewegungsablauf sind das A und O beim Golfen.
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... und ein sauberer Bewegungsablauf sind das A und O beim Golfen.
  • VonLeon Simeth
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Der Golfclub Höslwang kann mit der vergangenen Spielzeit auf die erfolgreichste Saison in der Vereinsgeschichte zurückblicken. Spielführer Michael Beck im Interview.

Höslwang – Die vergangene Saison ist für den Golfclub Höslwang die erfolgreichste in der Vereinsgeschichte gewesen. Drei Mannschaften schafften den Aufstieg in eine höhere Spielklasse – Die Damenmannschaft schlägt in der kommenden Saison in der höchsten deutschen Spielklasse ab. Alles rund um die vom Erfolg gekrönte vergangene Spielzeit und die Entwicklung des Höslwanger Golfclubs erzählt der Spielführer Michael Beck im Interview mit der OVB-Sportredaktion.

Die erfolgreichste Saison in der Geschichte. Warum?

Michael Beck:Das Engagement, das unsere Spieler leisten, ist bemerkenswert und dazu haben in der letzten Saison auch noch die Ergebnisse gestimmt. Insgesamt haben wir elf Mannschaften, davon sind drei aufgestiegen: Die Herren I in die Regionalliga, die dritthöchste in Deutschland, die Herren 50 in die zweite Liga und die Damen sind sogar in die erste Liga aufgestiegen. In allen Mannschaften sind ungefähr 100 Spieler, die – auch wegen Corona – finanziell keine Unterstützung bekommen. Das gibt es nicht oft.

Und Sie spielen selbst auch mit?

Beck: Ja, ich habe bei der ersten Herrenmannschaft gespielt. In der nächsten Saison will ich aber nicht mehr mitspielen, weil es zu viel Aufwand ist. Das sollen die Jungen machen (lacht). Klar werde ich auch mal aushelfen, aber am liebsten nur bei Heimspielen. Ab der kommenden Saison werden statt einer 18er-Runde pro Spieltag zwei gespielt. Das heißt, man ist das ganze Wochenende unterwegs.

Dann haben Sie auch jüngere Spieler dabei?

Beck: Das finde ich auch schön zu sehen. Bei den Herren war ich mit 54 Jahren der älteste und unser jüngster Spieler ist 18. Das gibt es auch nicht überall.

Lesen Sie auch: Zwei Aufstiege geschafft – Tolle Erfolge der Höslwanger Golfer

Merkt man einen Unterschied zwischen den jungen und alten Spielern? Sind sie nervöser beim Putten?

Nein, überhaupt nicht, die sind alle gut. Beim Putten ist das berühmte mal gefallen sie dir – mal nicht. Das geht allen gleich.

Höslwangs Spielführer Michael Beck macht es vor: Konzentration vor dem Schlag.

Beim Golfen gibt es verschiedene Spielertypen. Was sind Sie für einer?

Beck: Unsere Mannschaft ist ein gutes Beispiel, unser 18-Jähriger haut den Ball auf 250 Meter und ist mit zwei Schlägen auf dem Grün, das schaffe ich einmal im Jahr. Ich brauche da einen Schlag mehr und spiele risikofreier. Mein Vorteil war, dass ich immer die relativ sichere Kugel gespielt habe. Ich war nie der Beste, aber auch nie der Schlechteste. Solche brauchst du auch in der Mannschaft. Von acht Spieler kannst du ja einen streichen, der kann rumhauen, wie er mag, aber der Rest nicht.

Dazu sind Sie ja auch Spielführer. Was sind dabei Ihre Aufgaben?

Beck: Das ist ähnlich wie ein Abteilungsleiter in anderen Sportarten. Für die einzelnen Mannschaften sind die Kapitäne verantwortlich. Ich stehe quasi über denen und organisiere viel im Club. Ich bin also für alle Mannschaften da, wenn etwas ist. Das bleibt auch so. Es gibt zwar nächstes Jahr Neuwahlen, aber wahrscheinlich bleiben die Ämter so. Ich komme mit allen gut aus.

Wie gehts es in der nächsten Saison vom Finanziellen her weiter?

Beck: Als Vorstandschaft beschlossen, dass wir die Übernachtungen der ersten Mannschaft zahlen. Beim Rest bleibt alles gleich.

Gibt es sonst Veränderungen für die neue Saison?

Beck: Wir haben einige Anfragen von Spielern. Bis 31. Dezember muss dabei gemeldet sein, dass der Spieler im Club ist. Wenn er danach kommt, hilft das nichts mehr. Da hält unser Kapitän von der Ersten, Flo Pusch, zurzeit Ausschau. Wir kaufen aber keinen ein, jeder muss ganz da normal seinen Beitrag zahlen.

Gibt es Ziele für die nächste Saison?

Beck: Mit den Herren 50 wollen wir die zweite Liga halten und eher vorne mitspielen. Bei den Damen bin ich mir sicher, dass sie den Klassenerhalt schaffen, und mit der Regionalligamannschaft hoffen wir auch auf den Verbleib in der Liga. Das kommt darauf an, in welche Gruppe wir eingeteilt werden.

Hat sich bei Ihnen während oder nach der Pandemie etwas verändert?

Beck: Das Engagement war danach auf jeden Fall deutlich größer. Zudem wird der Altersdurchschnitt immer jünger. Hier auf der Terrasse ist oft dann auch was los und nicht nur 50 plus. Das ist auch schön zu sehen. Meiner Meinung nach ist es am besten, das Golfen früh zu lernen und dann später zu spielen, wenn man Zeit hat. Jeder soll seinen Sport machen bis 30 oder 40. Bei den meisten Sportarten ist es mit dem Alter dann auch vorbei und beim Golf kannst du immer noch spielen. Wir haben auch noch viele aktive Fußballer, die nebenbei mal auf eine Runde gehen. Da ist ein Wandel, das merkt man schon. Es ist auch nicht mehr so elitär, sondern alles ist locker und lässig.

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