Eishockey-Oberliga am Dienstag

Beim 5:1-Sieg in Lindau: Rosenheimer Doppeltorschütze Simon Heidenreich

Jubel bei Dominik Daxlberger (links) und Curtis Leinweber über das 1:0 von Kyle Gibbons.
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Jubel bei Dominik Daxlberger (links) und Curtis Leinweber über das 1:0 von Kyle Gibbons.
  • Hans-Jürgen Ziegler
    vonHans-Jürgen Ziegler
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So hat sich Starbulls-Coach John Sicinski das Auswärtsspiel in Lindau vorgestellt: Schnell in Führung gehen, auch bei einem Gegentreffer die Ruhe bewahren und sofort zurückschlagen und im letzten Drittel die Partie möglichst schnell vorentscheiden.

Von Peter Schlefsky

Lindau ‒ Die Starbulls Rosenheim haben die Pflichtaufgabe in Lindau souverän erledigt und mit 5:1 gewonnen. Dementsprechend zufrieden war Trainer John Sicinski, der allerdings auch ein engeres Spiel sah, als es das Ergebnis vermuten lässt. Knackpunkt, auch aus Sicht von Sicinski, war der Treffer zum 3:1 durch Curtis Leinweber. Dieser Treffer fiel eine Minute nach dem Lindauer Treffer zum 1:2. Zweifacher Torschütze bei Rosenheim war Simon Heidenreich. Die weiteren Treffer erzielten Kyle Gibbons, Curtis Leinweber und Tobias Meier

Ein kaum gefährdeter Sieg

Das dritte Spiel innerhalb von vier Tagen in der Hauptrunde der Eishockey-Oberliga Süd hatten die Starbulls Rosenheim am Dienstagabend bei den EV Lindau Islanders zu bestreiten. Ziemlich nahtlos konnte die Mannschaft von Headcoach John Sicinski an den 3:1-Heimsieg am Sonntag über die Blue Devils Weiden anknüpfen. Am Ende landeten die Oberbayern am Bodensee einen kaum gefährdeten 5:1-(2:0, 1:1, 2:0)-Erfolg und verdrängten in der Tabelle den SC Riessersee von der dritten Position.

Ein wichtiges Tor für Rosenheim durch Curtis Leinweber. Kurz nach dem Lindauer Anschlusstreffer traf er zum 3:1.

Zwar musste Sicinski weiterhin auf seinen Topscorer Enrico Henriquez, der für die U20-WM abkommandiert ist, verzichten. Dafür konnten Sebastian Stanik und Maximilian Vollmayer auf Rosenheimer Seite wieder mit dabei sein.

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Starbulls gingen ambitioniert mit vier Reihen an den Start

Die Starbulls gingen ambitioniert mit vier Reihen an den Start, standen kompakt in der Deckung, störten früh den Aufbau der Islanders. „Das war der Plan. Die Lindauer bauen immer recht tief in der eigenen Hälfte auf. Wir wollten sie pressen, damit sie keine Zeit und keinen Raum haben, herauszukommen. Das hat gut funktioniert“, analysierte Sicinski das Spiel.

Doppelschlag in der Anfangsphase

Konsequent lagen die Oberbayern nach nur sechs Minuten per Doppelschlag mit 2:0 vorne. Zuerst netzte Kyle Gibbons ein, nachdem Dominik Daxlberger die Scheibe hinter dem Kasten des Lindauer Goalies Dominik Hattler, der den Vorzug vor Lucas Di Berado erhielt, zurück ins Feld spielte. Nur wenig später passte Tobias Meier zum völlig freistehenden Simon Heidenreich, der am rechten Pfosten lauerte und Hattler problemlos überwand. „Wir haben einen sehr guten Start erwischt. Das hat uns das Selbstvertrauen gegeben“, so Sicinski nach dem neunten Saisonsieg.

Andreas Mechel im Gästetor hatte im Eröffnungsdrittel relativ wenig zu tun, auch wenn die Hausherren in der Folge zunächst besser ins Spiel fanden. Der Starbulls-Goalie war bei zwei guten Einschussmöglichkeiten von Simon Klingler auf den Posten und vereitelte in der neunten Minute die bis dato größte Torchance von Florian Lüsch, der aus kurzer Distanz draufhielt.

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Lindau drängt vehement auf den Anschlusstreffer

Lindau drängt nun vehement auf den Anschlusstreffer. Der fiel dann auch – im Mitteldrittel, nachdem Benedikt Dietrich wegen Beinstellen die erste Zwei-Minuten-Strafe der Begegnung kassierte. Damian Schneiderverkürzte auf 1:2 (25.). „Lindau war immer wieder gefährlich. Aber wir haben sie gut im Griff gehabt und nur wenig zugelassen. Alle vier Blöcke haben einen guten Job heute gemacht. Wichtig war auch das schnelle 3:1“, betonte der Starbulls-Cheftrainer.

Zweifacher Torschütze beim Dienstag-Gastspiel in Lindau: Starbulls-Stürmer Simon Heidenreich (links).

Das fiel nur 60 Sekunden später. Diesmal schlug die US-amerikanisch-kanadische Koproduktion zu. Gibbons lief auf der rechten Seite auf EVL-Goalie Hattler zu und legte quer auf Curtis Leinweber, der sicher verwandelte.

Danach begann eine Drangphase der Rosenheimer, die die Islanders ins eigene Drittel zurückdrängten und schnell nachlegten wollten. Doch Hattler hielt den Kasten sauber und war zur Stelle, als Florian Maierhofer mutterseelenallein vor ihm aufkreuzte (34.). Auch das erste Unterzahlspiel aus Lindauer Sicht konnten die Gäste nicht in Zählbares ummünzen.

Im Schlussdrittel machte Rosenheim alles klar

Im Schlussdrittel war dann Schluss mit lustig – wie eine Kopie des ersten Treffers des Abends mutete das 4:1 durch Heidenreich an (45.). Fein bedient von Tobias Beck, der hinter dem Lindauer Tor stand und zurückpasste, traf der Starbulls-Stürmer zum zweiten Mal. Den Schlusspunkt setzte Meier rund vier Minuten vor der Sirene, der zum 5:1-Endstand für Rosenheim vollendete.

Insgesamt war es ein überzeugender Auftritt der Oberbayern, denen die Spielstrapazen der vergangenen Tage nicht anzumerken war. Besonders erfreut zeigte sich John Sicinski von seiner dritten Reihe, die sich in Torlaune präsentierte: „Es war gut, dass Vollmayer wieder dabei war. Man hat einfach gesehen, dass der Block mit Meier und Heidenreich wieder zusammen war. Die schießen prompt drei Tore“, so der Chefcoach. „Es ist einfach die Stärke der Tiefe, die wir haben. Wir können auch vom dritten Block Tore erwarten.“

Spielstatistik: Lindau Islanders – Starbulls Rosenheim 1:5 (0:2, 1:1, 0:2)

Tore: 0:1 (5.) Gibbons (Daxlberger), 0:2 (6.) Heidenreich (Meier), 1:2 (25.) Schneider (PP1), 1:3 (26.) Leinweber (Gibbons), 1:4 (45.) Heidenreich (Meier, Beck), 1:5 (56.) Meier (Heidenreich)

Strafzeiten: Lindau 4, Rosenheim 4.

Zuschauer: keine

Schiedsrichter: Vladislav Gossmann

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