ROSENHEIM MACHTE KURZEN PROZESS

Beim 8:3-Sieg der Starbulls in Füssen: Zwei super Starts und ein Kunstschuss

Das 2:0 durch Kapitän Michael Baindl (rechts hinten), der später mit einem Kunstschuss auch noch den 8:3-Endstand für die Starbulls besorgte.
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Das 2:0 durch Kapitän Michael Baindl (rechts hinten), der später mit einem Kunstschuss auch noch den 8:3-Endstand für die Starbulls besorgte.

Erst als die Rosenheimer Eishockeyspieler nach dem 5:0-Vorsprung in Füssen kurzzeitig die Zügel schleifen ließen, kamen die Gastgeber etwas besser ins Spiel. Allerdings war der 8:3-Sieg beim Comeback von Verteidiger Beppo Frank nie in Gefahr.

Füssen – Mit einem souveränen 8:3 (3:0, 3:2, 2:1) siegten die Starbulls am Freitagabend in Füssen und feierten damit den fünften Erfolg in Serie. Erstmals mit von der Partie: Verteidiger Beppo Frank. Jetzt geht es am Sonntag, 17 Uhr, im Heimspiel gegen Peiting, das Spitzenreiter Selb mit 1:0 nach Verlängerung besiegte. Die Starbulls sind gewarnt.

Konzentrierter und sehr effektiver Beginn

Am Füssener Kobelhang begann Rosenheim gegen die ersatzgeschwächten Gastgeber sehr konzentriert und zunächst auch sehr effektiv. Von den ersten vier Torchancen wurden drei in Treffer und somit eine klare 3:0-Führung umgemünzt. Gespielt waren gerade einmal 46 Sekunden, als Maximilian Vollmayer den Füssener Schlussmann kalt erwischte. Nach gewonnenem Bully zog er sofort ab und Jorde ließ die Scheibe zwischen den Schonern zum 0:1 passieren. Auch in der Folge zeigte sich Rosenheim druckvoll, scheiterte aber noch mit einem aussichtsreichen Konter. Die erste gute Möglichkeit für Füssen hatte Deubler, hier blieb Jonas Stettmer Sieger, während auf der anderen Seite Michael Baindl nach knapp fünf gespielten Minuten einen Schuss zum 0:2 abfälschte.

Leinweber und Gibbons erhöhten auf 4:0

Als bei eigenem Überzahlspiel Enrico Henriquez wegen hohen Stocks eine 2 plus 2 Minuten Strafe erhielt, konnten sich die Hausherren gegen die konsequente Verteidigung der Starbulls nicht in Szene setzen. Dafür nutzte der bestens freigespielte Curtis Leinweber eine kleine Schwäche der Füssener Defensive zum 0:3 (12. Minute). Und sein Sturmpartner Kyle Gibbons hätte eigentlich den vierten Treffer erzielen müssen, doch er jagte die Scheibe aber über den leeren Füssener Kasten. Im Gegenzug traf der frei vor dem Tor auftauchende Simon den Rosenheimer Pfosten.

Nach 40 Sekunden der nächste Starbulls-Treffer

Ereignisreich ging es auch im Mitteldrittel weiter. Diesmal dauerte es nur 40 Sekunden, ehe Gibbons Andreas Jorde mit seinem Schuss zum 0:4 überraschte. Als nur eine halbe Minute später Alexander Höller nach einem Bandenabpraller zum 0:5 abstaubte, war der Arbeitstag für den Füssener Torhüter beendet.

Nun hütete Benedikt Hötzinger das Gehäuse und der EVF kam trotz des deutlichen Rückstands immer besser in die Partie. „In dieser Phase war ich nicht zufrieden. Ansonsten war es ein verdienter Sieg, bei dem wir im ersten und zweiten Drittel jeweils einen super Start erwischt haben“, erklärte Starbulls-Coach John Sicinski in der Pressekonferenz auf dem Eis.

Gegentor bei eigener Überzahl

Die Partie wurde härter und es gab auf beiden Seiten Strafzeiten. Während das Unterzahlspiel der Starbulls bestens funktionierte, war im Powerplay jedoch jede Menge Luft nach oben. Bei eigener Überzahl entwischte zur Hälfte der Partie auch noch Füssens Marc Besl und erzielte das 1:5. Nach einem Check von Henriquez gegen Lubos Velebny, der dabei einige Zähne verlor und mit Verdacht auf Kieferbruch ausscheiden musste, gab es keine Strafzeit, dafür aber das 6:1 durch Herriquez. Der EVF antwortete keine Zeigerumdrehung später mit dem 2:6 durch Besl und hätte danach in Überzahl sogar noch weiter verkürzen können.

Von hinter dem eigenen Tor in das leere Füssener Gehäuse

Im Schlussabschnitt hatte dann Rosenheim gleich vier Minuten lang Überzahl, blieb aber in dieser Partie ohne Powerplaytreffer. Mit einem Alleingang erzielte Füssens Kanadier Samuel Payeur in der 47. Minute das 3:6, arg in Bedrängnis kam das Team von John Sicinski aber nur noch bei einem im letzten Moment gestoppten Konter. Dafür sorgte Michael Gottwald mit seinem platzierten Schuss in der 53. Minute für die endgültige Entscheidung. Als das Heimteam in Überzahl auch noch den Torhüter gegen einen sechsten Spieler eintauschte, nutzte Michael Baindl die Situation mit einem Kunstschuss sogar noch zum 3:8. Per Rückhand beförderte er die Scheibe von hinter dem eigenen Tor in das leere Füssener Gehäuse.

Tore:0:1 (1.) Vollmayer (Baindl), 0:2 (5.) Baindl (Krumpe, Höller), 0:3 (12.) Leinweber (Stanik), 0:4 (21.) Gibbons (Stettmer, Schütt), 0:5 (22.) Höller (Krumpe, Vollmayer), 1:5 (32.) Besl (SH) (Dropmann, Hops), 1:6 (36.) Henriquez (Höller), 2:6 (36.) Hops (Payeur, Besl), 3:6 (47.) Payeur (Deubler), 3:7 (53.) Gottwald (Höller, Draxinger), 3:8 (56.) Baindl (SH1) (EN)

Strafminuten:Füssen: 12 (plus zehn Minuten für van der Linde); Rosenheim: 16 (plus zehn für Draxinger).

Feierte sein Comeback mit einem Sieg: Verteidger Beppo Frank.

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