Beim Regionalligisten Kufstein: Schellenberg löst Zaric ab

Bei der Trainervorstellung: Wolfgang Schellenberg (Mitte) mit Kufsteins Präsident Hannes Rauch (links) und dem scheidenden Coach Ogi Zaric.
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Bei der Trainervorstellung: Wolfgang Schellenberg (Mitte) mit Kufsteins Präsident Hannes Rauch (links) und dem scheidenden Coach Ogi Zaric.

Der ehemalige Rosenheimer Trainer Wolfgang Schellenberg ist ab sofort neuer Coach beim österreichischen Drittligisten FC Kufstein. Dort folgt der 48-Jährige auf Ognjen Zaric, der in der vorletzten Saison Chefanweiser der Rosenheimer ersten Mannschaft in der Regionalliga Bayern war. Zaric wechselt per sofort zu einem europäischen Club, wird dort am Montag vorgestellt. Welcher Verein das ist, darf der 31-Jährige noch nicht verkünden.

Kufstein– Schellenbergs Verpflichtung wurde noch von seinem Vorgänger „Ogi“ Zaric eingefädelt, der in der Festungsstadt als Trainer und als Sportlicher Leiter in Doppelfunktion tätig gewesen ist. Weil Zaric nun ein Angebot als Trainer in der Akakdemie eines Clubs im europäischen Ausland angenommen hat, war dessen Position beim österreichischen Regionalligisten vakant: „Ogi und ich hatten erst kürzlich telefonischen Kontakt. Wir kennen uns ja schon lange und haben uns ausgetauscht. Als er nun das Angebot erhielt, hat er mich gleich angerufen und gefragt, ob ich Interesse hätte, seinen Posten in Kufstein zu übernehmen. Wir haben uns dann zu Gesprächen getroffen und am Dienstagabend habe ich zusammen mit ihm die erste Trainingseinheit geleitet“, erzählt Schellenberg.

2010 bei 1860 Rosenheim als Trainer

Der 48-Jährige stammt aus Burghausen, wo er auch wohnt, nun aber in Kufstein eine Wohnung beziehen wird. Im Nachwuchsbereich trainierte er erfolgreich bei 1860 München und dem 1. FC Nürnberg. Vom 8. April 2010 bis zum 27. September 2010 coachte Schellenberg die erste Mannschaft des TSV 1860 Rosenheim, damals noch in der „alten Bayernliga“. Mit Beginn der Saison 2011/12 wechselte Schellenberg dann zum TSV 1860 München und wurde zunächst Co-Trainer von Reiner Maurer in der 2. Liga. Ab 1. Juli 2012 übernahm Schellenberg die Leitung des Nachwuchs-Leistungszentrums bei den Löwen, wo er bis Ende 2017 blieb und dort auch noch diverse Teams betreute. 2018 dann stand eigentlich schon sein Wechsel zu Union Berlin als Chef der Nachwuchsabteilung fest. Aber diesen Posten trat der 48-Jährige nicht an, weil eine Anfrage des Regionalligisten SV Wacker Burghausen erreichte. Am 8. November 2019, vier Tage vor seinem 48. Geburtstag, hörte Schellenberg aber bei seinem Heimatverein auf.

Als Scout für Zweitligist Karlsruher SC tätig

Seit Februar ist Schellenberg als Scout für den Zweitligisten Karlsruher SC im Einsatz. „Diese Aufgabe werde ich auch weiterhin ausüben. Das lässt sich mit meinem neuen Job in Kufstein vereinbaren“, sagt der neue Coach der Tiroler, der dort auf die ehemaligen Rosenheimer Mario Stockenreiter (1860), Dominik Sadler (Pang, SBR, 1860) und Sahin Karayün (SBR) treffen wird.

Zusammenarbeit zunächst für ein Jahr ausgelegt

„Wir haben uns zunächst auf eine Zusammenarbeit für ein Jahr geeinigt“, so der neue Kufsteiner Coach. Er steigt mitten in der Vorbereitung auf die Saison 2020/21 ein: „Die Mannschaft ist schon seit ein paar Wochen im Training, ich fange also nicht bei Null an.“ Schellenberg schätzt das Niveau der Regionalliga Tirol zwischen der Regionalliga und Bayernliga in Deutschland ein. Nach einem großen Umbruch im Kader wollen die Kufsteiner oben mitspielen. dme

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