Beim Klassik-Trial in Kufstein: Ex-Weltmeister Bernie Schreiber gibt sich die Ehre

Ex-Weltmeister Bernie Schreiber zeigte auf seiner Bultaco von 1979 sein Können.Schmid

Unglaublich, was der MC Kufstein bei seinem traditionellen Klassik-Trial um den österreichischen A-Cup heuer auf die Beine stellte. Wegen der weltweit abgesagten Wettbewerbe war der Andrang trotz Corona riesengroß.

Kufstein– Kufsteins Fahrtleiter Frank Ortner wollte niemand zurückweisen. Also wurde ein aufwendiges Hygienekonzept mit Corona-Beauftragtem, Online-Anmeldungen, Maskenpflicht und Abstandsregeln erarbeitet, das es den knapp 160 Startern aus aller Herren Ländern ermöglichte, ohne gesundheitliche Risiken an den Start zu gehen.

Fahrerliste war voll mit großen Namen aus früheren Zeiten

Die Fahrerliste war voll mit großen Namen aus früheren Zeiten. Herausragend war die Teilnahme des US-amerikanischen Weltmeisters von 1979, Bernie Schreiber, der damals mit seinen 17 Jahren zum jüngsten Trial-Weltmeister aller Zeiten avancierte. Schreiber war in seiner aktiven Zeit auch noch dreimal Vizeweltmeister und zweimal Dritter der WM. Aus Italien kam der frühere Beta-Werksfahrer Gianni Tabarelli (1982bis 86), der 1984 mit dem italienischen Team Dritter beim Trial der Nationen hinter Frankreich und Spanien wurde. Aber auch der vielfache frühere DDR-Meister Günter Ruttloff sorgte mit seinen selbst gebauten Jawa-Motorrädern für Aufsehen.

30 schöne Sektionen ausgesteckt

An den zwei Wettbewerbstagen mussten die Fahrer je zwei Runden à 15 Sektionen, also 30 pro Tag absolvieren. Dazu wurden in dem weitläufigen Gelände im SPZ-Steinbruch des Eiberg-Zementwerkes nicht weniger als 30 schöne Sektionen ausgesteckt, die wegen der Feuchte des Bodens sehr viel Gefühl in der Gashand erforderten. Bei den ältesten Motorrädern der Kategorie Pre65 gewann Oliver Wirdel vom AMC Kerzenheim die Klasse „Clubman“ vor Swider Jacek vom MC Augsburg. Albert Hobmaier (Österreich) war Bester in der Klasse „Gentleman“. Richard Fritz vom TC Muckham wurde hier Vierter.

Sehenswerte Leistung von Gianni Tabarelli

Eine sehenswerte Leistung bot Gianni Tabarelli vom Südtiroler MC Neumarkt-Egna in der höchsten Klasse „Expert“ der Kategorie „Luftgekühlt“. Zunächst Dritter am ersten Tag fing er den vielfachen deutschen Seniorenmeister Ludwig Brei vom MSC Pfatter und den Österreicher Berni Hengl zum Schluss noch um wenige Punkte ab und gewann die Zweitageswertung mit 50 Strafpunkten gegenüber 52 und 54 für Brei und Hengl. Auf den Plätzen folgten: 5. Frank Ortner, MSC Kufstein; 8. Bernie Schreiber, USA; 9. Josef Kuchlmeier; 10. Hans Hager; 11. Andi Maier, alle MTG Kiefersfelden. Die Klasse „Luftgekühlt Clubman“ gewann Willi Klaudus vom MTC Neunkirchen vor Günther Schick vom MSC Schwaz. Peter Holzner vom MC Rosenheim wurde Zehnter. In der Klasse „Luftgekühlt Gentleman“ gab es durch Tom Balhuber von der MTG Kiefersfelden, Karl Furtner vom MC Rosenheim und Felix Laubhuber vom MC Schleching gleich einen Dreifachsieg für die heimischen Trialfahrer. Anton Hellmeier vom MSC Engelsberg wurde Achter.

In der Kategorie „Modern“ gewann Christoph Dreher vom AC Garmisch-Partenkirchen die Klasse „Expert“. Martin Karrer vom MSC Kufstein wurde Dritter. Es folgten: 4. Marinus Süss; 8. Simon Kuchlmeier, beide MTG Kiefersfelden. Sepp Lippacher vom MSC Engelsberg gewann die Klasse „Clubman“ vor Oliver Süss von der MTG Kiefersfelden. Anton Kaser vom MSC Kufstein wurde Vierter. Sieger „Modern Gentleman“ wurde Tim Schwarzkopf vom MC Kundl. Rudi Birkinger von der MTG Kiefersfelden wurde Achter. sc

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