Beim 46. Internationale Adelholzener-Hochfellnberglauf: Jubiläumserfolg für Andrea Mayr

Die vielen Zuschaueram Hochfellngipfel feuerten die Sportler an. Weitz
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Die vielen Zuschaueram Hochfellngipfel feuerten die Sportler an. Weitz

Sportliche Höchstleistungen, Spannung und eine ausgelassene Stimmung, der 46. Internationale Adelholzener-Hochfellnberglauf hätte bei strahlendem Sonnenschein und einer Traumkulisse nicht besser verlaufen können.

Bergen– Rund 250 Athleten, darunter auch einige Weltklasseläufer, hatten sich zum deutschen Berglaufklassiker eingefunden, um sportlich fair um den Gesamtsieg, Podestplätze, die Kreismeisterschaft oder persönliche Bestleistungen zu kämpfen.

Unbestrittene Königin des Hochfellnberglaufes

Die österreichische Ausnahme-Bergläuferin Andrea Mayr war, ist und bleibt die unbestrittene Königin des Hochfellnberglaufes. Mit einer Siegerzeit von 49:51,1 Minuten holte sich die 39-jährige Ärztin ihren zehnten Titel. Es ist wohl ein Rekord für die Ewigkeit, den sie noch weiter ausbauen könnte. Auf die Plätze zwei und drei verwies die Streckenrekordhalterin die äthiopische Marathon-Spezialistin Sintayehu Kibebo (53:26,9 Minuten) und die deutsche Top-Läuferin Sarah Kistner (MTV Kronberg/54:18,7) – und das, obwohl sie den Kopf zuletzt nicht frei hatte. „Ich musste viel für meine Facharztprüfung lernen und habe beim Rennen auch gar keine Uhr dabei gehabt“, so die sechsfache Berglauf-Weltmeisterin Mayr, die die letzten Kilometer gemeinsam mit ihrem kaum weniger motivierten Hund Billy absolvierte. Nur zehn Männer waren schneller als die zweifache Olympionikin (Marathon). Die ehemalige deutsche Meisterin und U20-Weltmeisterin Kistner, die 2015 und 2017 schon Zweite am Hochfelln gewesen war, freute sich riesig über Platz drei, auch weil sie nach langwieriger Verletzung wieder voll belastbar ist: „Seit rund acht Wochen läuft es sehr gut“, so die 21-Jährige, die nur im flacheren Gelände mit der vor ihr liegenden Äthiopierin nicht ganz mithalten konnte. Die Plätze vier und fünf gingen an die frühere deutsche Meisterin Melanie Noll (TuS Heltersberg/57:22,7) und Kreismeisterin Waltraud Berger (TG Salzachtal/59:59,4). Die Gesamtdritte und Kreismeisterin der letzten drei Jahre Michelle Maier (PTSV Rosenheim) lief wie angekündigt nur locker mit und ging wegen abgenommener Startnummer nicht in die Wertung ein.

Ex-Weltmeister Petro Mamu Shaku aus Eritrea siegte bei den Herren

Gerade einmal 43:41,0 Minuten dauerte es, bis Ex-Weltmeister Petro Mamu Shaku aus Eritrea nach 8,9 Kilometern und 1074 Höhenmetern als erster Läufer umjubelt das Ziel am Hochfellnhaus erreichte. „Ich wollte unbedingt gewinnen“, betonte der 35-jährige Mamu, der sein Comeback nach rund zweijähriger Wettkampfpause mit seinem vierten Sieg am Hochfelln krönte. Bereits 2013, 2014 und 2016 hatte er dort triumphiert. Der 40:34,9-Minuten-Fabel-Streckenrekord (2002) des achtfachen Hochfelln-Siegers Jonathan Wyatt (mittlerweile Präsident des Berglauf-Weltverbandes) aus Neuseeland, war nie in Gefahr. Rund 14 Sekunden hinter Mamu überquerte dessen Landsmann Filmon Abraham (LG Festina Rupertiwinkel/43:55,2 Minuten) die Ziellinie, gefolgt von Timotej Becan (44:57,1) aus Slowenien, Jan Janu (45:22,0) aus Tschechien und Andrzej Dlugosz (45:45.0) aus Polen. Mamu, Abraham, Becan und Janu waren bis zur Bründling-Alm noch eng beieinander gewesen, dann verschärfte Mamu aber das Tempo, sodass schließlich auch Abraham abreißen lassen musste. „Ich habe alles versucht an Petro dran zu bleiben, mehr wie 30 Meter Abstand waren es nie“, so der 26-jährige Wahl-Chiemgauer, der nach zwei vierten Plätzen 2017 und 2018 endlich den Sprung aufs Podest schaffte und erneut Kreismeister wurde. Mit Jonas Lehmann (TuS Heltersberg/47:32,2) und Marc Schulze (Running/Citylauf Dresden/48:05,7) auf den Rängen sieben und acht landeten zwei weitere deutsche Herren in den Top-Ten. 2017-Sieger Antonio Toninelli aus Italien musste sich mit Rang neun begnügen.

„Flower-Ceremony“ am Hochfellnhaus

Bei der „Flower-Ceremony“ am Hochfellnhaus ließen sich die drei besten Damen und Herren von den Zuschauern feiern. Die Siegerehrung stieg dann wenig später im Festsaal. Nicht nur die Top-Athleten, sondern auch viele Hobbyläufer lobten die perfekten Bedingungen und die hervorragende Organisation und hofften darauf, auch beim 47. Internationalen Hochfellnberglauf am Sonntag, 27. September 2020, wieder mitlaufen zu können. Die Ergebnisse:

Gesamtwertung Herren:1. Petro Mamu (Eritrea) 43:41.0 Minuten, 2. Filmon Abraham (LG Festina Rupertiwinkel) 43:55.2, 3. Timotej Becan (Slowenien) 44:57,1, 4. Jan Janu (Tschechien) 45:22.0, 5. Andrzej Dlugosz (Polen) 45:45.0, 6. Simon Lechleitner (Österreich) 47:12.8, 7. Jonas Lehmann (TUS Heltersberg) 47:32.2, 8. Marc Schulze (Running/Citylauf Dresden) 48:05.7, 9. Antonio Toninelli (Italien) 48:25.1, 10. Silvio Wieltschnig (Österreich) 48:31.7.

Gesamtwertung Damen:1. Andrea Mayr (Österreich) 49:51.1, 2. Sintayehu Kibebo (Äthopien) 53:26.9, 3. Sarah Kistner (MTV Kronberg) 54:18.7, 4. Melanie Noll (TuS 06 Heltersberg) 57:22.7, 5. Waltraud Berger (TG Salzachtal) 59:59.4, 6. Nadjy Dietz (LG Brandenhupf) 1:01:37.7 Stunden, 7. Christin Kirst (Hochfellnflieger Bergen) 1:06:51.1, 8. Manuela Hilscher-Bittmann (DAV Oberland) 1:07:24.1, 9. Lara Elea Eckhardt (LAC Frankenthal e.V) 1:08:07.0, 10. Silke Keinath (Bodelshausen) 1:08:19.6.

Kreismeisterschaft Herren:1. Filmon Abraham (LG Festina Rupertiwinkel) 43:55.2, 2. Felix Gramelsberger (SC Ainring) 50:27.7, 3. Raimund Reindl (SC Bergen) 51:10.2, 4. Wolfgang Klinger (SC Anger) 52:10.5, 5. Seraphin Schuhböck (TSV Palling) 54:00.6, 6. Christoph Müller (TSV Übersee) 55:02.0., 7. Anian Rottmüller (TuS Bad Aibling) 57:52.2, 8. Martin Straßer (TG Salzachtal) 58:35.6. 9. Ernst Bresina (Bergwacht Bergen) 59:09.0, 10. Sebastian Lechner (SC Bergen) 59:30.2.

Kreismeisterschaft Damen:1. Waltraud Berger (TG Salzachtal) 59:59.4, 2. Christin Kirst (Hochfellnflieger Bergen) 1:06:51.1, 3. Kathi Hallweger (Bergwacht Bergen) 1:08:37.9, 4. Tina Koch-Kirchner (SC Anger) 1:10:08.8, 5. Katharina Pickl (SC Anger) 1:10:31.1, 6. Dr. Sigrid Hutter (LG Mettenheim) 1:13:10.2, 7. Marion Haas (SC Aising-Pang) 1:13:33.9, 8. Johanna Schrobenhauser (GTEV Bergen) 1:14:22.1, 9. Karin Bordihn (TG Salzachtal) 1:14:32.7, 10. Irmi Schönhuber (LG Mettenheim) 1:14:46.3. mmü

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