SKI NORDISCH

Bei Dobler wäre mehr drin gewesen

Nicht im Trainingslager der Skilangläufer vom Stützpunkt Ruhpolding in Obertilliach waren die Langläufer aus der Trainingsgruppe, die bei der Tour de Ski am Start sind: Dies sind Lucas Bögl (SC Gaißach), Jonas Dobler (SC Traunstein) und Andreas Katz (SV Baiersbronn).

Vor allem Lucas Bögl hat bei der Tour schon mit guten Leistungen überzeugt.

So kam er im Verfolgungsrennen insgesamt auf den 17. Platz, stellte aber die zwölftbeste Zeit in diesem Lauf auf. Bei Jonas Dobler (31./mit der 23. Zeit) wäre auch mehr drin gewesen, aber er hatte in einem Rennen einen Sturz und verlor damit wertvolle Zeit. Andreas Katz „hätte es eigentlich drauf, aber er kann es momentan nicht abrufen. Ihm fehlt derzeit etwas die Frische“, sagt Frank Nitsch vom Trainerteam.

Gar keine Chance, ihr Potenzial unter Beweis zu stellen, erhielt Nadine Herrmann (Bockauer SV). Die Stützpunkt-Athletin „war bei den Weltcups die viertbeste Deutsche, trotzdem durfte sie nicht zur Tour mit“, bedauert Nitsch. Das hätte der 25-Jährigen neben wertvoller Wettkampfpraxis auch einige Chancen geboten, die für die Nordische Ski-WM nötigen Qualifikationsleistungen abzuliefern. Gerade, weil bei der Tour ja die Norweger nicht dabei sind sowie auch ein Teil der Weltelite aus Finnland verzichtete, „wären die Chancen hier besser gewesen“, bedauert der Trainer. So muss Herrmann hoffen, dass sie bei den internen Tests in Oberstdorf und womöglich noch bei einem weiteren Weltcup – dann mit der kompletten Weltelite – noch Akzente setzen kann. Immerhin: Sollte sie die WM-Qualifikation noch schaffen, könnte sich die Nichtteilnahme bei der Tour zumindest in trainingsmethodischer Hinsicht noch als Vorteil erweisen. Schließlich konnte sie dadurch ja einen längeren Trainingsblock zum Formaufbau absolvieren. Prinzipiell sieht Nitsch die heimischen Athleten auf einem guten Weg. Zum einen, weil die Formkurve ansteigend sei, zum anderen „sind sie alle gesund und motiviert.“. who

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