Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Befreit in die Heimspiel-Trilogie

Eine Szene aus dem ersten Spiel in Rosenheim, in dem Stefan Loibl von den Gästen aus Bremerhaven nur schwer zu fassen war. Ziegler
+
Eine Szene aus dem ersten Spiel in Rosenheim, in dem Stefan Loibl von den Gästen aus Bremerhaven nur schwer zu fassen war. Ziegler

Die mysteriöse Spielplanlotterie der DEL 2 beschert den Starbulls Rosenheim zum Auftakt ins neue Jahr 2016 ein kurioses Los: Gleich dreimal hintereinander und noch dazu binnen nur sechs Tagen treten die Grün-Weißen im heimischen Kathreinstadion an. Am Dienstagabend um 19.30 Uhr steht das Kräftemessen mit den Roten Teufeln aus Bad Nauheim auf dem Programm.

Zum Auftakt gastiert am Sonntagnachmittag ab 17 Uhr kein Geringerer als Tabellenführer Fischtown Pinguins Bremerhaven an der Mangfall.

Im letzten Akt der Heimspiel-Trilogie geben dann die Heilbronner Falken am Freitag ab 19.30 Uhr ihre Visitenkarte im Rosenheimer Kathreinstadion ab.

Dank der beiden jüngsten Auswärtssiege gegen die Lausitzer Füchse und die Ravensburg Towerstars können die Starbulls die Aufgaben befreit und mit breiter Brust angehen. Gegen alle drei Gegner dieser Heimspiel-Reihenfolge haben die Starbulls in der laufenden Spielzeit bislang je ein Spiel auf eigenem und fremden Eis bestritten. Und ausgerechnet gegen den nominell stärksten davon steht dabei die beste Zwischenbilanz zu Buche. Am zwölften Spieltag schickten die Grün-Weißen den Spitzenreiter aus Bremerhaven ohne Punkte auf die 900 Kilometer lange Heimreise. Matchwinner beim 4:2-Sieg am 18. Oktober war Wade MacLeod mit drei Toren. Vier Wochen und fünf Spieltage später waren die Grün-Weißen dann drauf und dran, auch an der Nordseeküste zu punkten, verloren dann aber knapp mit 2:3. Starbulls-Coach Franz Steer erinnert sich nur ungern an die finale Phase dieser intensiven Partie: „Da sah man, was Glück und Pech ausmachen können. Beim 2:2 für Bremerhaven rutschte die Scheibe vom Innenpfosten ins Tor, auf der anderen Seite sprang sie kurz später ins Feld zurück. Das Spiel hätten wir nicht gewinnen können, wir hätten es gewinnen müssen.“

Dass der Vizemeister des Vorjahres zu Beginn des Jahres 2016 unangefochten an der Tabellenspitze steht, hat freilich nichts mit Glück zu tun. Die Fischtown Pinguins Bremerhaven stellen mit 79 Gegentoren die zweitbeste Defensive der Liga. Und am vergangenen Spieltag haben sie dank des 7:3-Heimsieges gegen Kaufbeuren nun auch in der Offensivausbeute die ligaweite Spitzenposition inne. Im Schnitt erzielen die Pinguins also fast 4,2 Tore pro Partie. Was auffällt: Die Ausbeute an Scorerpunkten verteilt sich wie in keinem anderen Team der Liga auf viele Schultern. Bremerhavens Goldhelmträger Björn Bombis rangiert in der ligaweiten Scorerwertung nur auf dem 19. Rang. Absolute Ligaspitze ist dagegen die Punktausbeute der Bremerhavener Verteidiger. Die Defender Gabe Guentzel, Pawel Dronia, Cody Lampl, Andrei Teljukin, Radek Havel und Steve Slaton verbuchen längst allesamt über zehn und gemeinsam inzwischen schon 116 Scorerpunkte!

Einzige Schwachstelle der in der Spitze sehr gut und in der Breite unbestritten bestbesetzten Mannschaft der Liga sind die „Specialteams“. In Über- und Unterzahl weist der Spitzenreiter schwache Erfolgsquoten auf. Die Starbulls sind in beiden Disziplinen besser. Und weil die Bremerhavener auch die Strafzeitentabelle unangefochten anführen, könnte der Schlüssel zu einem erneuten Rosenheimer Heimsieg durchaus im Über- beziehungsweise Unterzahlspiel liegen.

Die Starbulls können am morgigen Sonntag befreit aufspielen. Die zwei Auswärtssiege in Weißwasser (2:1 n.V.) und Ravensburg (5:3) in den Tagen vor dem Jahreswechsel haben das Puffer der Rosenheim auf die Abstiegszonenplätze auf zwölf Punkte vergrößert. Der Abstand zur entscheidenden Linie nach unten ist damit doppelt so groß wie jener zur Hürde nach oben, nämlich zu Platz sechs. Nicht nur deshalb gehen die Grün-Weißen ohne Druck in die interessante Heimspiel-Aufgabe gegen den Tabellenführer: „Wir sind natürlich Außenseiter, haben in diesem Spiel gar nichts zu verlieren“, sagt Steer, der von den Seinen aber eine Leistung wie in den jüngsten Auswärtsspielen abfordert. „In Weißwasser und Ravensburg hat die Mannschaft den Spielplan fast perfekt eingehalten und alles wie besprochen umgesetzt. So stelle ich mir das vor.“ mh/re

Kommentare