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Bec is back! Rebecca Thoresen ist wieder beim TSV Wasserburg aktiv

Sechs Meistertitel und vier Pokalsiege feierte Rebecca Thoresen mit dem TSV Wasserburg.
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Sechs Meistertitel und vier Pokalsiege feierte Rebecca Thoresen mit dem TSV Wasserburg.
  • VonLeon Simeth
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Sechs deutsche Meisterschaften und vier Pokalsiege feierte Rebecca Thoresen in ihrer Zeit als Spielerin beim TSV Wasserburg. Jetzt ist die 43-Jährige zurück im Verein und übernimmt als Co-Trainerin.

Wasserburg – Ein enthusiastisches Plappermäulchen, das immer gut drauf ist, den Basketball liebt und für ihn lebt: So kennen die Wasserburger Basketball-Fans die ehemalige Spielerin Rebecca „Bec“ Thoresen. Die Australierin kam im Jahr 2001 nach Deutschland, spielte bei mehreren Stationen für kurze Zeit, bis sie 2007 nach Wasserburg kam. Über zehn Jahre spielte die 43-Jährige für den TSV und war dabei sehr erfolgreich mit den Innstädterinnen. Zur kommenden Saison heißt es „Bec is back“, denn Thoresen wird ab sofort als Co-Trainerin fungieren. Warum sie genau in Wasserburg ihr Leben aufgebaut hat, was der schönste Moment in ihrer Karriere war und ob sie in der kommenden Spielzeit auch selbst noch einmal das Wasserburger Trikot überstreifen wird, erzählt Bec Thoresen im Interview mit der Sportredaktion.

Sie sind zukünftig als Co-Trainerin tätig. Werden Sie auch ab und zu spielen?

Rebecca Thoresen:Ich denke nicht. Ich bin nicht gefragt worden und habe die letzten drei Jahre auch überhaupt nicht trainiert. Vielleicht melden sie mich an, falls ich mal einspringen muss, aber geplant ist es nicht.

Was brachte Sie dazu, wieder was für den TSV zu tun?

Thoresen: Vor drei Jahren habe ich die Möglichkeit gehabt, die Trainerlizenz zu machen. Da ich Basketball schon immer liebe, habe ich diese wahrgenommen, weil ich mir schon vorstellen konnte weiterhin im Basketball tätig zu sein. In der letzten Zeit hat mir Basketball auch sehr gefehlt.

Als mich der Rüdiger (Wichote, neuer TSV-Trainer, Anm. d. Red.) gefragt hat, ob ich Co-Trainerin machen will, war meine Entscheidung sofort klar. Natürlich habe ich Lust, was mit Basketball zu machen. Außerdem war Rüdiger mein Trainer, als ich nach Wasserburg gekommen bin, daher kennen wir uns schon sehr lange.

Sie haben viele Stationen in ihrer Karriere gehabt. Warum sind Sie genau in Wasserburg geblieben?

Thoresen: Ganz am Anfang war es ehrlich gesagt eine Lösung, um mit meinem Mann zusammen zu wohnen. Ich habe ihn in Amerika kennengelernt und dann ist er für mich nach Europa gekommen. Eigentlich war geplant, dass ich in Italien spiele und er von München aus arbeitet. Im letzten Moment bin ich von Wasserburg kontaktiert worden, dass eine Spielerin ausfällt und sie einen Platz für eine Saison frei haben. Das war dann quasi Win-Win für beide: Ich kann dort wohnen und der TSV hatte für die Spielzeit genug Spielerinnen. Wir haben gesagt: Wenn es am Ende nicht klappt, ist es so und beide sind zufrieden.

Die Neuzugänge der Wasserburger Damen:

Mikayla Williams

Emma Karamovic

Sarah Mortensen

Ana Vojtulek

Levke Brodersen

Die Neuzugänge der Wasserburger Damen: Mikayla Williams, Emma Karamovic, Sarah Mortensen, Ana Vojtulek und Levke Brodersen.

Und am Ende sind Sie über zehn Jahre geblieben.

Thoresen: Ja (lacht). In dieser Saison haben wir die Meisterschaft geholt, der Zusammenhalt in der Mannschaft war einzigartig. Mein Vertrag ist verlängert worden, ich konnte mit meinem Mann zusammenwohnen und Wasserburg ist eine tolle Stadt – das weiß jeder, der sie kennt. Also war klar, dass ich bleibe.

In so einem jungen Alter die Heimat zu verlassen ist ein großer Schritt. Warum sind Sie überhaupt nach Deutschland gekommen?

Thoresen: In Australien war ich damals gerade so an der Grenze zur Nationalmannschaft. Ich dachte, wenn ich mich in einer Top-Liga beweise, werde ich besser wahrgenommen. Damals gab es die Profiliga WNBA in Amerika noch nicht, also ging es nach Europa. In dem Alter hatte ich nichts zu verlieren, dachte: Jetzt oder nie.

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War es der Plan, in Europa zu bleiben?

Thoresen: Es ist nicht mein Plan gewesen, hier zu bleiben, aber das hat sich halt so ergeben. Ich finde, Europa ist top, es geht kaum besser. Andererseits ist Australien einfach meine Heimat. Irgendwann wieder dort zu sein, ist auf jeden Fall ein Traum. Die nächsten zehn Jahre sehe ich mich aber noch hier in Wasserburg.

Hat sich Ihr Interesse für Basketball, seitdem Sie Mutter sind, verändert?

Thoresen: Man lernt auf jeden Fall, dass es andere Prioritäten gibt, zuvor habe ich wirklich nur für Basketball gelebt, das geht jetzt nicht mehr in dem Ausmaß. Aber wirklich was verändert hat sich eigentlich nichts, außer dass du jetzt halt nicht mehr zwei Extrastunden in der Halle oder im Kraftraum verbringen kannst. Ich habe damals natürlich eine Saison Pause gemacht, aber danach war die Freude auf Basketball genauso groß wie zuvor.

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Mit dem TSV gab es zahlreiche Erfolge. Welcher davon war besonders?

Thoresen: Das war meine erste Saison als Kapitänin, als wir das Double gewonnen haben. Die allererste Meisterschaft war aber auch sehr besonders. Da war alles so ungewiss. Die Saison war für mich quasi alles oder nichts. Diese Saison hat im Endeffekt über mein Schicksal – dass ich überhaupt in Wasserburg bleibe – entschieden.

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