Bayerisches Derby vor leeren Rängen: Kolbermoors Tischtennis-Damen empfangen Schwabhausen

Wiedersehensfreude herrscht bei Sabine Winter, die viele Jahre für Kolbermoor spielte.
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Wiedersehensfreude herrscht bei Sabine Winter, die viele Jahre für Kolbermoor spielte.

Am Sonntag um 14 Uhr geht eine Partie über die Bühne, über die sich so viele Zuschauer vor dieser Saison schon gefreut haben: das bayerische Derby in der Tischtennis-Bundesliga der Damen zwischen dem SV-DJK Kolbermoor und dem TSV Schwabhausen.

Kolbermoor– Am Sonntag um 14 Uhr geht eine Partie über die Bühne, über die sich so viele Zuschauer vor dieser Saison schon gefreut haben: das bayerische Derby in der Tischtennis-Bundesliga der Damen zwischen dem SV-DJK Kolbermoor und dem TSV Schwabhausen. Allerdings bleibt diesmal die Halle leer: Aufgrund der Corona-Pandemie und der behördlichen Vorgaben muss auch dieses Duell ohne Zuschauer ausgetragen werden.

Kolbermoors Kader bleibt unverändert

Kolbermoors Abteilungsleiter Michael Fuchs hat in den vergangenen Tagen personalmäßig verschiedene Möglichkeiten durchgespielt und ist letztendlich zu dem Schluss gekommen: „Es wird darauf hinauslaufen, dass wir so wie gegen den ESV Weil antreten werden.“ Besonders schmerzt ihn natürlich, dass er erneut auf die verletzte Kristin Lang verzichten muss. „Ohne sie wird es natürlich sehr schwer“, sagt er. Yuan Wan und Svetlana Ganina rutschen daher in das erste Paarkreuz und treffen hier auf die Ex-Kolbermoorerin Sabine Winter. Diese freut sich, wieder in Kolbermoor zu spielen, sagt aber auch: „Ich hätte mich noch mehr gefreut, die Fans zu sehen, die mich sieben Jahre lang angefeuert haben.“

Schwabhausens Kader ist noch nicht sicher

Fuchs fürchtet, dass diese Konstellation der Teamaufstellung eher für die Gäste spricht, denn Winter spielt sehr gut auf Abwehrspielerinnen, wie es beispielsweise Svetlana Ganina ist. Dafür erhofft sich der Kolbermoorer Abteilungsleiter im hinteren Paarkreuz Vorteile. Von einem Vorteil will Schwabhausens Manager Helmut Pfeil nicht reden. „Ich weiß eigentlich noch gar nicht, mit wem wir spielen können. Unsere Spielerinnen müssen ja einen Corona-Test machen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf.“ Zudem fehlt Pfeil die US-Amerikanerin Crystal Wang – also Gleichstand, nachdem Kolbermoors US-Spielerin Lily Zhang ebenfalls nicht mit von der Partie ist.

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Alles deutet auf eine spannende Partie

Während für Kolbermoors Damen in dieser Saison bislang ein Sieg in Bingen und eine Niederlage gegen Weil zu Buche stehen, haben Schwabhausens Damen den besseren Eindruck hinterlassen. Vor dem Heimerfolg gegen den ESV Weil ließen sie mit einem 4:4 beim Abonnementmeister TTC Berlin eastside aufhorchen. Nimmt man die beiden letzten Duelle der beiden bayerischen Clubs als Grundlage, so spricht die Bilanz für Kolbermoors Quartett. In der letzten Saison gewann man in der Meisterschaft mit 6:2 und landete einen 3:0-Sieg beim Qualifikationsturnier für das Final Four im Pokal.

Die Positionen in der Weltrangliste wiederum sprechen für Schwabhausen. Während bei den Gastgeberinnen Yuan Wan Position 163 einnimmt, kann man in Schwabhausen mit der Kroatin Mateja Jeger auf Position 118 und Sabine Winter, die auf Rang 127 liegt, gleich zwei Akteurinnen aufweisen, die noch vor Wan liegen.

Für Fuchs steht aber fest: „Nix ist fix. Jedes Ergebnis ist möglich.“ Und Pfeil vermutet „eine heiße Kiste“ – leider ohne Fans. eg

Kristin Lang wird dem SV-DJK Kolbermoor am Sonntag verletzungsbedingt erneut fehlen.Erlich

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