Bei der bayerischen Tischtennis-Meisterschaft: Naomi Pranjkovic holte die Kohlen aus dem Feuer

Naomi Pranjkovic wurde bei den bayerischen Meisterschaften im Einzel Dritte und im Doppel sogar bayerische Vizemeisterin. Erlich

Das erste Großereignis in diesem Jahr, die bayerische Tischtennis-Meisterschaften der Damen und Herren, die beim ASV Neumarkt stattfanden, endeten für die heimischen Vertreter etwas anders, als sie es sich vielleicht vorgestellt hatten.

Neumarkt – Der größte Pechvogel bei der bayerischen Tischtennis-Meisterschaft dürfte Mike Hollo gewesen sein. Der für den SV Riedering gemeldete Akteur überstand zwar die Gruppenphase ohne Satz- und Punktverlust, erlebte dann aber eine böse Überraschung. Bereits in der ersten Hauptrunde kam für ihn das Aus. Gegen Manuel Hoffmann, der zwar für den Oberligisten TSV Starnberg auf Punktejagd geht, aber dessen Heimatverein der ASV Neumarkt ist, konnte er bis zum 3:3 jeweils ausgleichen. Im siebten Satz verlor er jedoch mit 4:11 und schied als Titelverteidiger frühzeitig aus.

Im Doppelbewerb trat er mit dem Haiminger Michael Erber an. Das oberbayerische Duo gewann in der ersten Runde, verabschiedete sich aber im Viertelfinale gegen die Paarung Reindl/Pfannenstein (TB ASV Regenstauf/DJK SB Landshut) nach fünf Sätzen.

Auch nicht von Erfolg gekrönt war das Mutter/Sohn-Mixed. Mike Hollo trat mit seiner Mutter Nicole an und wurde bereits nach der ersten Runde zum Zuschauen verurteilt.

Alle drei Titel an Laura Tiefenbrunner

Apropos Nicole Hollo: Sie konnte im Einzel die Konkurrenz zumindest in der Gruppenphase ärgern. Als Zweite traf die Riederingerin in der ersten Hauptrunde auf Naomi Pranjkovic, der sie fünf Sätzen zum Sieg gratulieren musste. Nicole Hollo versuchte sich zudem im Doppelbewerb mit ihrer Mannschaftskollegin Lena Stuhlreiter, hatte aber das Pech, bereits in der zweiten Runde auf die späteren Sieger Schreiner/Tiefenbrunner zu treffen- Die Ex-Kolbermoorerin in Diensten des TSV Schwabhausen, gewann übrigens alle drei möglichen Titel.

Im Doppelbewerb ansprechende Leistungen

Lena Stuhlreiter musste auf weitere Erfolgserlebnisse verzichten. Dies sollte auch für Maximilian Loof (SB DJK Rosenheim) gelten. Luis Kraus konnte hingegen ganz zufrieden sein, auch wenn er im Einzel nicht weiterkam. Dafür aber zeigte der Kolbermoorer im Doppelbewerb mit Sebastian Hegenberger (TV Hilpoltstein) eine ansprechende Leistung. Am besten dürfte ihm bei dieser Veranstaltung aber das gemischte Doppel in Erinnerung bleiben. Mit Naomi Pranjkovic arbeitete er sich bis in das Viertelfinale vor. Die 15-jährige Schülerin wiederum hat die heimische Tischtennisszene wohl am besten vertreten. Ihr Ziel, im Einzel auf das Treppchen zu kommen, hat sie erreicht. Der fehlerfreien Vorstellung in der Gruppenphase ließ sie in der Endrunde eine ebenso gute Performance folgen und fand sich folgerichtig im Halbfinale. Das verlor sie zwar in fünf Sätzen gegen die spätere bayerische Meisterin Laura Tiefenbrunner. Da aber das Spiel um Platz drei nicht ausgespielt wurde, hatte sie Bronze sicher. Noch besser lief es für sie im Doppelbewerb, in dem sie sich mit Milena Burandt (DJK Ettmannsdorf) versuchte. Wie sich herausstellen sollte, sogar recht erfolgreich. Das Duo schaffte es bis in das Finale, in dem man der Paarung Schreiner/Tiefenbrunner (Hofstetten/Schwabhausen) in drei Sätzen unterlag, aber bayerische Vizemeister wurde. eg

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