Basketballsaison darf starten – Heimische Vereine sind bestens vorbereitet

Volle Halle im Derby zwischen dem SBR und den Fireballs: Auch wenn 200 Zuschauer erlaubt sind, werden wir so ein Bild demnächst wohl nicht mehr sehen.
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Volle Halle im Derby zwischen dem SBR und den Fireballs: Auch wenn 200 Zuschauer erlaubt sind, werden wir so ein Bild demnächst wohl nicht mehr sehen.
  • vonLeon Simeth
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In geschlossenen Räumen besteht die größte Ansteckungsgefahr des Corona-Virus. Vor allem die Hallensportarten sind von den höhen Risiken extrem betroffen. Darunter auch Basketball, welche in der Region stark vertreten ist. Die OVB-Sportredaktion hat sich bei heimischen Vereinen umgehört.

Bad Aibling/Rosenheim/Wasserburg – Mittlerweile steht die Entscheidung: ab dem 19. September darf in der Halle vor 200 Zuschauern gespielt werden. Für die Basketball-Vereine ist das aber mit großem Aufwand verbunden. Die Mannschaften dürfen zwar wieder trainieren, allerdings immer noch unter Einschränkungen.

Training unter verschiedenen Bedingungen

„Seit kurzer Zeit trainieren wir wieder mit der vollen Mannschaft. Es sind alle Spielerinnen negativ getestet, auch die Neuzugänge. Zuvor haben wir oft auf dem Hartplatz trainiert“, erklärt Paula Zaschka, die Abteilungsleiterin des TSV Wasserburg. Für den SB DJK Rosenheim ist es nicht so leicht wie für die Bundesliga-Damen aus Wasserburg. Bei der Rosenheimer Regionalliga-Mannschaft gelten strengere Regeln. „Alles muss dokumentiert werden, wir dürfen nur in fest bestehenden Gruppen trainieren und Kontakt ist nicht erlaubt. Außerdem muss regelmäßig gelüftet werden“, beschreibt Abteilungsleiter Christian Hlatky die aktuellen Umstände beim SB Rosenheim.

Wasserburgs Kapitänin Svenja Brunckhorst vor den heimischen Fans in der Badria-Halle.

Bei den Fireballs Bad Aibling, wo Damen und Herren in der Regionalliga spielen, läuft es ähnlich ab. „Der Trainingsbetrieb aller Altersklassen läuft, aber wir haben nur eine Halle zur Verfügung, was das Ganze zu einer echten Herausforderung macht. Die Herren trainieren beispielsweise nur halb so oft wie in Zeiten vor dem Corona-Virus“, begründet Abteilungsleiter Manfred Kristian die Notsituation in Bad Aibling.

Hygienekonzept kann problemlos umgesetzt werden

Es ist sicher, dass bei den Basketball-Spielen nicht mehr als 200 Zuschauer in eine Halle dürfen. Auch weitere Hygienevorschriften gelten während des Spielbetriebs. Diese sind jedoch nicht für alle Mannschaften einfach umzusetzen. In der Wasserburger Badria-Halle steht dem Saisonstart jedoch nichts im Weg. „Für uns ist das Hygienekonzept realisierbar, mit unserer großen Halle sind wir für alles gerüstet“, spricht Zaschka positiv über die gegebenen Konditionen des TSV. „Es ist wichtig, dass immerhin 200 Zuschauer in die Halle dürfen, von ihnen sind wir schon sehr abhängig. Die Sponsoren wollen ja schließlich auch gesehen werden und unsere Spiele laufen leider nicht im Fernsehen“, fügt Wasserburgs Abteilungsleiterin im Bezug auf den Zuschauerbeschluss hinzu.

Auch Fireballs und SBR können die Vorschriften umsetzen

Ähnlich ist es beim TuS Bad Aibling. „Die Maßnahmen können bei uns relativ problemlos durchgeführt werden. Wir haben eine sehr große Halle mit einer modernen Lüftungsanlage und getrennten Ein- und Ausgängen“, beschreibt Kristan die Bedingungen bei den Fireballs. Zuschauer sind für die Aiblinger ebenso wichtig wie für die Basketballerinnen aus Wasserburg. „Wenn nicht 200 Zuschauer zugelassen wären, wäre es für uns schwierig geworden. Im Normalfall haben wir mehr als die jetzt erlaubten 200 Zuschauer, vor allem im Seniorenbereich sind die Zuschauereinnahmen wichtig für uns“, so der Aiblinger Abteilungsleiter.

In Rosenheim ist es ebenfalls realisierbar, die Maßnahmen alle umzusetzen. Auch der SBR könnte sich eine Spielzeit ohne seine Anhänger nicht vorstellen. „Die Zuschauereinnahmen sind ein großer Posten, die laufenden Kosten decken zu können. Es freut uns riesig, dass 200 Zuschauer erlaubt sind“, sieht auch Hlatky keine Probleme, die Saison beim SBR reibungslos spielen zu können.

Endlich wieder Basketball auf Wettkampfebene

Für alle Vereine steht es im Vordergrund, endlich wieder einen festen Starttermin für die Saison zu haben. „Das Wichtigste ist, dass wir unseren Sport auf Wettkampfbasis wieder ausüben dürfen“, so Zaschka. Für alle Mannschaften waren die vergangenen Monate eine schwierige Zeit. Niemand durfte trainieren, der persönliche Kontakt fehlte und keiner wusste wann – oder sogar ob – es wieder losgehen wird. TuS-Abteilungsleiter Hlatky fasst zusammen: „Alles war ungewiss. Die Spieler hatten kein wirkliches Ziel vor Augen und für uns als Verein war es extrem schwierig zu planen.“

Der Spielbetrieb in den Basketball-Ligen

Für die Damen des TSV Wasserburg geht es am Wochenende des 17. und 18. Oktober mit dem Final-Four-Turnier um die deutsche Pokalmeisterschaft los. Die Damen-Bundesliga startet eine Woche später in die neue Saison. Der TSV startet am 25. Oktober auswärts bei den Eisvögeln in Freiburg.

Die Herren-Regionalliga Süd startet am 31. Oktober in die Spielzeit 2020/21. Die Fireballs Bad Aibling spielen zum Auftakt bei der BG Leitershofen/Stadtbergen, einen Tag später, am 1. November, empfängt der SBR den VfL Treuchtlingen. Die Damenmannschaft des TuS Bad Aibling hingegen fängt deutlich früher mit der Saison 2020/21 an: am 3. Oktober gastieren die Fireballs beim TV 1847 Augsburg.

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