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Das Wichtigste ist die Konstanz

Bad Aiblinger Skirennläufer Linus Witte will nach WM-Bronze weiter angreifen

Bad Aiblings Bürgermeister Stephan Schlier (rechts) und Tom Priermeier (links), 1. Vorstand des SC Bad Aibling, gratulieren Linus Witte zur Bronzemedaille.
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Bad Aiblings Bürgermeister Stephan Schlier (rechts) und Tom Priermeier (links), 1. Vorstand des SC Bad Aibling, gratulieren Linus Witte zur Bronzemedaille.
  • VonLeon Simeth
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Nach seinem bisherigen Karriere-Highlight, der Bronzemedaille bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Kanada, will der Bad Aiblinger Skirennläufer die nächsten Schritte machen. Dabei soll vor allem an der Konstanz gearbeitet werden.

Bad Aibling – Ein herausragender Erfolg ist dem Skirennläufer Linus Witte vom Skiclub Bad Aibling bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Kanada gelungen. Für die Bronzemedaille im Slalom wurde der 20-Jährige vom Bad Aiblinger Bürgermeister Stephan Schlier im Rathaus gewürdigt. Es soll jedoch nicht die letzte Ehrung gewesen sein. Auf diesen Erfolg will Witte aufbauen und die nächsten Schritte gehen. Wie genau er das angeht, erzählt der Bad Aiblinger im Gespräch mit der OVB-Sportredaktion.

Was ging Ihnen vor Ihrem Bronze-Lauf durch den Kopf?

Linus Witte:Ich bin beim ersten Slalom-Lauf von Startnummer 15 auf Platz vier gefahren und war damit schon sehr zufrieden. Weil ich gewusst habe, dass eine Medaille in Reichweite war, war ich extrem aufgeregt. Ich habe versucht, mit meinem Service-Mann und Physiotherapeuten zu reden. Das hat auch geholfen, aber die Nervosität ganz wegbringen – keine Chance. Dann hieß es für mich: Vollgas runter und beten. Als ich unten war und „we have a new leader“ durchgesagt wurde, war das ein brutal geiles Gefühl.

Sie haben auch beim Super-G ein gutes Ergebnis erzielt. Werden Sie diese Disziplin mehr trainieren?

Witte:Der elfte Platz im Super-G war super, das hätte ich nicht erwartet. Aber der Fokus liegt beim Slalom. Das fordert genügend Training und Zeit.

Gibt Ihnen die Bronzemedaille Selbstvertrauen für die Zukunft?

Witte:Auf jeden Fall. Es ist ja mein letztes Jahr in der Jugend und daher habe ich mir auch ein bisschen Druck gemacht. Darauf muss ich jetzt die nächsten Schritte aufbauen, um im Europacup weiterzukommen. Der Europacup-Sieger hat einen Fixplatz im Weltcup und das ist dann auch so das nächste große Ziel. Im Weltcup zu fahren ist dann eine ganz andere Liga.

Wie sieht Ihr Alltag an der Bundespolizeisportschule in Bad Endorf aus?

Witte:Ich bin im Frühjahr vier Monate in Bad Endorf – das ist eh nun losgegangen. Ein normaler Tag fängt um sieben Uhr mit drei Stunden Unterricht an, dann haben wir zwei Stunden Zeit fürs Training bis zum Mittagessen. Danach steht noch einmal Schule bis 16 Uhr an und dann ist wieder Zeit für Training, Regeneration oder Ähnliches – je nachdem, was auf dem Plan steht.

Entwerfen Sie den Plan selbst?

Witte:Der Plan wird von meinem Trainer in Kombination mit der Schule gemacht, und das Gute in Endorf ist, dass der Hauptfokus auf dem Sport liegt. Ab 14. Juli bin ich freigestellt, also alle Trainingsmaßnahmen und Lehrgänge sind im Prinzip meine Arbeit. Da ist man dann vormittags immer am Hang und am Nachmittag steht meistens Regeneration an. Je nach Belastung auch Krafttraining, aber der Fokus wird viel auf Dehnen, Mobilität und Ausradeln gelegt, das mache ich fast jeden Tag. Am Abend bin ich beim Physiotherapeuten. Beim Skifahren gibt es ganz oft Problemchen, da gibt es immer was zu behandeln.

In der nächsten Zeit heißt es also trainieren, trainieren, trainieren?

Witte:Ja. Mein Trainer und ich wissen genau, woran wir arbeiten und es gibt genügend Schwächen zum Ausmerzen.

Welche sind das?

Witte:Konditionell muss ich deutlich besser werden und habe auch durch kleinere Verletzungen immer noch was aufzuholen. Das Nächste ist die Konstanz: Jetzt bei der J-WM habe ich gezeigt, was ich kann, aber das mache ich zu selten. Dieses Jahr waren es drei Rennen, die von meiner Leistung her mit der bei der J-WM gleichzustellen sind. Sonst fehlt die Konstanz und das ist das größte Manko.

Wie bekommt man diese Konstanz?

Witte:Viel fahren und vor allem im Training das Limit zu pushen, sodass du es über mehrere Läufe halten kannst. Und das muss sich mit viel Vertrauen und viel Training aufbauen. Deshalb liegt der Fokus auch nur auf Slalom.

Zwei Fahrer waren in Kanada noch besser. Woran lag es und was konnten Sie sich abschauen?

Witte:Ich habe ein paar kleine Fehler gemacht. Von der Geschwindigkeit hätte ich es auch definitiv auf zwei schaffen können. Der Sieger Alexander Steen Olsen aus Norwegen ist brutal gut. Er ist wahrscheinlich auch nur gleich schnell wie alle anderen, aber er macht halt keine Fehler. Er liefert jedes Rennen und dahin muss ich in Zukunft auch kommen.Interview: Leon SImeth

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