IM 2000-METER-LAUF

Bad Aiblinger Leichtathlet Maximilian Berger holt sich den Gesamtsieg im Olympiapark

Maximilian Berger vom TuS Bad Aibling holte in München den Gesamtsieg über 2000 Meter.
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Maximilian Berger vom TuS Bad Aibling holte in München den Gesamtsieg über 2000 Meter.

Als Mitglied des bayerischen Lauf-Kaders ging Maximilian Berger vom TuS Bad Aibling auf der 2000-Meter-Strecke bei einem Kader-Wettkampf in München an den Start. Obwohl er eigentlich ein Spezialist auf der 800-Meter-Strecke ist, wollte er unbedingt einen Test auf einer längeren Distanz absolvieren – mit Erfolg.

München– Mit einer starken Leistung hat sich der Leichtathlet Maximilian Berger vom TuS Bad Aibling beim Kader-Testwettkampf Süd in der Werner-von-Linde-Halle im Münchner Olympiapark präsentiert.

Im Zuge der Corona-Pandemie kam es heuer zu einer Komplettabsage der Meisterschaftssaison in der Halle. Noch oben drauf durften lediglich Kader-Athleten wegen der behördlichen Auflagen als „Berufssportler“ trainieren.

Um den Kader-Athleten nun eine erste Chance auf einen Leistungstest unter offiziellen Wettkampfbedingungen zu geben, veranstaltete nun der Bayerische Leichtathletik-Verband (BLV) ein Hallen-Meeting mit besonders strengen Hygienemaßnahmen und einem vorbehaltlichen Zutritt nur für die Athleten, Kadertrainer und Kampfrichter.

Damit war es zugleich für viele Athleten der erste und letzte Hallen-Wettkampf in dieser Saison. Ohne Zuschauer und damit auch ohne Unterstützung durch einen Heimtrainer arbeiteten sich die geladenen Athleten dennoch zu beachtlichen Resultaten.

Eigentlich ein 800-Meter-Spezialist

Als Mitglied des bayerischen Lauf-Kaders ging Maximilian Berger vom TuS Bad Aibling auf der 2000-Meter-Strecke an den Start. Obwohl er eigentlich ein Spezialist auf der 800-Meter-Strecke ist, wollte er unbedingt einen Test auf einer längeren Distanz absolvieren. „Ich habe über den Winter viele Grundlagen trainiert und bin deshalb sehr breit aufgestellt auf vielen Strecken“, verriet der 18-Jährige.

„Ich glaube, dass ich heuer nicht nur über 800 Meter ganz weit vorne mitlaufen kann“, bestätigt der ehrgeizige Athlet. Nun präsentierte er sich nun mit einem sehr couragierten und angriffslustigen Rennen über 2000 Meter.

In der Endabrechnung lief er auf ausgezeichnete 5:41,29 Minuten und feierte damit den Gesamtsieg im Felde aller bayerischen Kaderläufer vor Top-Läufer Moritz Mühlpointner von der LG Stadtwerke München mit 6:13,86 Minuten. Oben drauf wurde er damit Erster in der Klasse der männlichen Jugend U20.

Dennoch war er nicht ganz zufrieden mit seinem bislang schnellsten Lauf auf dieser Strecke: „Ich wollte eigentlich unter 5:40 Minuten laufen, aber auch diese Zeit ist eine gute Orientierung für mich“, erzählt der Aiblinger.

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Trotz seiner starken Leistung erlaubt ein Blick in die Welt der Nicht-Kader-Athleten eher wenig Hoffnung: Wegen der Corona-Auflagen durfte kein Sportler ein Hallen-Training alleine oder in der Gemeinschaft absolvieren. Alle Trainings mussten deshalb bei jedem Wetter draußen absolviert werden – und dies erfordert viel Durchhaltevermögen bei allen Beteiligten.

Massiver Grund zur Besorgnis

Bei den Verantwortlichen des BLV gibt es derzeit massiven Grund zur Besorgnis. Trotz der Förderung der Kaderathleten macht sich Präsident Gerd Neubauer Sorgen um den Nachwuchs: „In normalen Jahren verlieren Vereine im Schnitt zehn bis 15 Prozent an Sportlern, allerdings kommt auch diese Zahl in etwa immer neu dazu“.

Seit dem Beginn der Corona-Pandemie hätten Vereine diese Zahlen allerdings nur stetig verloren und keine Zugewinne gemacht. „Ich hoffe, dass kein dritter Lockdown auf uns zukommt“, so Neubauer. BLV-Vize-Geschäftsführer Martin Kallmeyer: „Ich hoffe, dass wir ein halbwegs normales Wettkampfjahr ab dem Sommer haben werden, was aktuell nicht sicher ist.“

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