Außergewöhnliche Chance für die junge Frasdorfer Biathletin Julia Kink: Ab in eine neue Welt

Deutsche Meisterin in der AK16 im Biathlon: Julia Kink aus Frasdorf.
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Deutsche Meisterin in der AK16 im Biathlon: Julia Kink aus Frasdorf.
  • Siegi Huber
    vonSiegi Huber
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Es ist eine außergewöhnliche Chance für die junge Biathletin Julia Kink vom WSV Aschau: Die 16-jährige wird ab sofort eine Sportschule im norwegischen Lillehammer besuchen und kann neben dem Unterricht mit den besten Nachwuchs-Biathleten Norwegens trainieren.

Frasdorf– Am Sonntag istdie junge Biathletin Julia Kink vom WSV Aschau nach Lillehammer aufgebrochen, wo sie ab sofort eine Sportschule besucht. Zustandegekommen ist alles durch ein privates Trainingslager im vergangenen November auf der Anlage in Sjusjøen in der Nähe des ehemaligen Olympiaortes.

Als einzige Ausländerin einen der begehrten Plätze bekommen

„Wir haben über diese Möglichkeit vom heimischen dort Skiclub erfahren“, so Vater Stefan Kink. Nach kurzer Rücksprache mit ihrer Mutter ist es für Julia Kink sehr schnell gegangen. „Ich habe einen der begehrten Plätze bekommen, und das als einzige Ausländerin“, so das Talent vom WSV Aschau. Insgesamt sind in dem Bereich Biathlon jeweils zehn Mädels und Buben zugelassen. Dabei ist sie in guter Gesellschaft, schließlich haben die Weltklasse-Biathleten Tiril Eckhoff und Tarjei Bö diese Schule besucht.

Julia Kink wohnt im ehemaligen olympischen Dorf

Trainieren wird die 16-Jährige überwiegend in Lillehammer, wohnen wird sie zusammen mit einer anderen Sportlerin im ehemaligen olympischen Dorf. „Wir sind da ziemlich selbstständig, das heißt, wir versorgen uns selbstständig und sind auch für die Sauberkeit in unserer Unterkunft verantwortlich“, so Kink, die seit März Norwegisch büffelt. In Lillehammer wird sie eine Sprachschule besuchen.

Das Laufen ist die große Stärke von Julia Kink.

Zunächst will Julia Kink ein Jahr mindestens in Norwegen bleiben, möglich sind insgesamt drei Jahre. „Ich freue mich drauf, werde aber meine Familie und Freunde natürlich sehr vermissen“, gibt sie zu. In den Ferien wird sie daher jede Gelegenheit nutzen, die Heimat zu besuchen. Dazu wird sie auch Wettkämpfe bestreiten, schließlich will sie sich für das europäische olympische Winter-Jugendfestival (EYOF) im kommenden Jahr in Finnland qualifizieren

Mit elf Jahren vor der Wahl: Trachtenverein oder Sport

Zum Sport ist sie durch ihre Eltern gekommen, ihr Vater Stefan war als Leistungssportler im Triathlon und Radfahren aktiv. Mit fünf Jahren hat sie beim WSV Aschau am Langlauftraining teilgenommen. Jahre später ist sie dann zum Biathlon gewechselt, hat aber immer wieder auch Wettkämpfe im Langlauf bestritten. „Mit elf Jahren stand ich vor der Wahl: Trachtenverein oder Sport – und da habe ich mich fürs Biathlon entschieden“, erinnert sie sich. Unterstützt wurde sie dabei die vergangenen Jahre vom Förderverein „Biathlon Rocks“, der junge Nachwuchstalente beim WSV Aschau unterstützt.

Der Traum: Teilnahme an den Olympischen Spielen

Fixiert war Julia Kink bereits immer auf den Leistungssport und so will die in Frasdorf lebende Sportlerin auf alle Fälle in ferner Zukunft im Weltcup starten und den großen Traum der Teilnahme an Olympia verwirklichen. Dass sie dazu auf einem guten Weg ist, zeigen ihre jüngsten Erfolge: Im Biathlon wurde sie in der AK16 Deutsche Meisterin im Massenstart und in der Gesamtwertung kam sie auf den zweiten Platz. Dass sie es auch ohne Gewehr im Langlauf noch drauf hat, konnte Kink im vergangenen Jahr mit dem Titel bei den bayerischen Meisterschaften im klassischen Stil beweisen.

Beim Schießen noch Luft nach oben

Auch deswegen liegt ihre Stärke beim Biathlon im Laufen, „beim Schießen gibt es noch Luft nach oben“, gibt sie zu. Als ihre Stärken bezeichnet sie einen gesunden Egoismus, den es im Sport braucht, ein gutes Selbstvertrauen und positives Denken. Neben dem Leistungssport bleibt nicht viel Zeit für Hobbys und wenn, dann geht es bei den legendären „Vater-Tochter-Wochenenden“ zum Kiten an den Gardasee oder zum Klettern. Mittlerweile ist auch ihr jüngerer Bruder Paul (11) auf den Geschmack gekommen und hat mit dem Biathlon angefangen. „Da sieht er die große Schwester als Vorbild“,, freut sich Julia Kink.

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