Bilanz des Re-Starts

Augenmerk aufs Powerplay: Unterschiedliche Aufgaben für die Starbulls

Alex Höller war bereits am Dienstag wieder für die Starbulls am Puck.
+
Alex Höller war bereits am Dienstag wieder für die Starbulls am Puck.

An und für sich war der Re-Start der Starbulls nach der Quarantäne nicht schlecht. Sie lieferten mit dezimiertem Aufgebot gegen drei Top-Teams aus der Eishockey-Oberliga Süd sehr intensive und ansprechende Spiele ab, allerdings bilanziert Trainer John Sicinski: „Wir haben zu wenig mitgenommen.“

Rosenheim – An und für sich war der Re-Start der Starbulls Rosenheim nach der Quarantäne nicht schlecht. Sie lieferten mit dezimiertem Aufgebot gegen drei Top-Teams aus der Eishockey-Oberliga Süd sehr intensive und ansprechende Spiele ab, allerdings bilanziert Trainer John Sicinski: „Wir haben zu wenig mitgenommen.“ In der Tat: Der knappen Niederlage in Regensburg folgten der Penalty-Heimsieg über Riessersee und die Niederlage in Memmingen – ergo zwei Punkte aus drei Begegnungen. Aus den beiden Partien am Wochenende erhofft sich Sicinski eine bessere Ausbeute. Am Freitag um 20 Uhr gastieren die Starbulls beim Aufsteiger HC Landsberg Riverkings, am Sonntag um 17 Uhr kommt dann mit den Selber Wölfen ein weiteres Spitzenteam an die Mangfall.

Lesen Sie auch:

Die Starbulls-Neuzugänge: Samuel Soramies, Garret Pruden und Timo Bakos

„Die haben acht Spiele in Folge gewonnen“, weiß der Rosenheimer Trainer. Nur zum Saisonstart blieben die Selber beim 2:3 gegen Spitzenreiter Regensburg ohne Punkte, danach gingen sie stets als Sieger vom Eis. Vor der Saison wurde der Kader kräftig umgekrempelt, insgesamt gingen 13 Spieler und 13 Neue kamen – unter anderem mit Brad Snetsinger der Oberliga-Süd-Spieler der vergangenen Spielzeit, mit Nick Miglio ein treffsicherer Kontingentspieler (neun Spiele, zehn Tore) und mit Verteidiger Felix Linden sowie den Stürmern Herbert Geisberger und Marius Möchel auch drei ehemalige Rosenheimer. „Wir brauchen uns aber nicht zu verstecken“, sagt Sicinki, der darauf setzt, dass seine Starbulls auch ohne lautstarke Fan-Unterstützung zur Heimmacht werden: „Jeder, der zu uns kommt, sollte gewarnt sein!“

„Wir müssen den Kampf annehmen.“

Das ist der Rosenheimer Coach aber auch vor der Partie in Landsberg, obwohl dem Aufsteiger erst ein Sieg aus fünf Begegnungen gelungen ist. „Die werden hart arbeiten und es sehr unangenehm für uns machen“, erwartet Sicinski. Deshalb fordert er von seiner Mannschaft: „Wir müssen den Kampf annehmen.“ Und vielleicht auch mal wieder in Führung gehen, was ja zuletzt in den drei Spielen nicht der Fall war. „Immer hinterherzulaufen kostet Kraft“, weiß der Starbulls-Trainer – vor allem mit geschwächtem Kader. Der könnte wieder etwas Zuwachs bekommen, denn Dominik Daxlberger und auch Kevin Slezak stehen vor ihrem Comeback.

Ob‘s schon am Freitag in Landsberg klappt, ist aber noch nicht sicher. Am Lech wird auf alle Fälle Neuzugang Timo Bakos wieder neben den beiden Kontingentspielern stürmen. „Man hat gemerkt, dass er vier Wochen lang kein Spiel hatte. Man hat aber auch gesehen, dass er läuferisch gut ist und gute Hände hat“, beurteilt der Rosenheimer Coach das Debüt des 20-Jährigen.

In der Überzahl zu wenig

Aus den drei Spielen nach der Quarantäne hat Sicinski einiges rausgezogen, „vor allem, dass wir in der Defensive konsequenter spielen müssen“. Und: „Unser Überzahl war grottenschlecht.“ Lediglich eine von 16 Situationen konnten die Starbulls nutzen. „Zu wenig“, ordnet Sicinski ein. Diese Bilanz hat natürlich mit den personellen Änderungen im Angriff zu tun, „aber wir hatten auch so noch die Qualität. Ich will, dass die Scheibe schneller läuft und wir in Bewegung sind. Das kann die Spiele für uns entscheiden.“ tn

Mehr zum Thema

Kommentare