Aufsteiger-Duell vor 200 Zuschauern: TSV Mühldorf empfängt Bliesen zum ersten Heimspiel

Mühldorfs Neuzugang Zied Chalghmi (Mitte, Nummer 18) fehlte krankheitsbedingt in Bliesen, will aber beim Heimspiel wieder voll angreifen.
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Mühldorfs Neuzugang Zied Chalghmi (Mitte, Nummer 18) fehlte krankheitsbedingt in Bliesen, will aber beim Heimspiel wieder voll angreifen.

Hygienebeauftragter, Hallenkoordinator, Infektionsschutz und professioneller Hallensprecher: Der TSV Mühldorf ist gerüstet für das erste Heimspiel in der 2. Volleyball-Bundesliga, das in Zeiten von Corona eine noch größere Herausforderung für die Volleyballabteilung darstellt.

Mühldorf – Hygienebeauftragter, Hallenkoordinator, Infektionsschutz und professioneller Hallensprecher: Der TSV Mühldorf ist gerüstet für das erste Heimspiel in der 2. Volleyball-Bundesliga, das in Zeiten von Corona eine noch größere Herausforderung für die Volleyballabteilung darstellt. Doch die Funktionäre haben ihre Hausaufgaben gemacht und alle Hebel in Bewegung gesetzt, dass die Partie auch vor Zuschauern stattfinden kann. Am kommenden Samstag um 19 Uhr in der Mittelschulturnhalle empfangen die Mühldorfer den TV Bliesen. Bliesen, die – wie auch Mühldorf – neu in der Liga sind, haben bislang beide gespielten Partien verloren und sind aktuell am Tabellenende zu finden.

Selbstbewusstsein nach dem 3:0-Auftaktsieg

Die Saarländer treffen am Samstag auf eine hochmotivierte Mühldorfer Mannschaft, die darauf brennt, sich endlich in der eigenen Halle vor heimischem Publikum zu vorzustellen. Das tut sie mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein, nachdem das Team um Trainer Michi Mayer in der vergangenen Woche einen 3:0-Sieg beim GSVE Delitzsch feiern konnte. „Die Mannschaft brennt“, versichert Trainer Mayer vor der ersten Heimaufgabe. „Und zwar nicht nur die Spieler, die in der Mannschaft als gesetzt gelten. Alle ziehen an einem Strang. Das gilt für einen Jonas Zusann, der im Auswärtsspiel auf gerade Mal vier Aufschläge kommt ebenso wie für einen Fritz Vähning, der auch nur sporadische Einsätze hatte. Aber ihre Einstellung stimmt, sie stellen sich in den Dienst der Mannschaft!“

„Das gibt zusätzlich Auftrieb“

Wenn Michi Mayer in diesem Zusammenhang von einer großen Einheit spricht, dann erwähnt er auch die vielen fleißigen Helfer im Hintergrund, die Woche für Woche alles unternehmen, damit der Tross in Auswärtsspielen optimale Bedingungen vorfindet. Das gilt aber auch mit den vielen Fans, „die zu Hause zu Stammtischen zusammenhocken und unser Spiel über den Live-Ticker verfolgen“. Gegen Delitzsch sei dies der Fall gewesen. Ein Video jubelnder Fans zu Hause in Mühldorf habe die Spieler enorm gefreit. „Das gibt zusätzlich Auftrieb!“

Testspiel am gegen den ASV Dachau

Natürlich wollen sich Kapitän Tom Brandstetter und Co. am Samstag vor heimischer Kulisse in bester Verfassung präsentieren. Deswegen testeten die Mühldorfer am Donnerstag auch noch gegen den ASV Dachau, einen Drittligisten mit Aufstiegsambitionen, um verschiedene Varianten durchzuspielen. Für ihn stellt sich die Frage, wie fit Neuzugang Zied Chalghmi ist, der am vergangenen Wochenende krankheitsbedingt pausieren musste. Hauke Ferch hatte für Chalghmi über Außen angegriffen und seine Sache sehr gut gemacht, bescheinigt Mayer.

Youngster Kilian Nennhuber überzeugte

„Doch wenn Zied gegen Dachau deutlich besser ist, dann wäre Hauke neben Xander Mühlbauer eine Option als Libero.“ Zuletzt verdiente sich Youngster Kilian Nennhuber auf ideser Position seine Sporen. Doch Mayer weiß auch, dass der 16-Jährige sehr gut angreifen und aufschlagen kann, „er ist eigentlich auf der Position des Libero verschenkt“, meint Mayer.Natürlich sind die Mühldorfer euphorisch nach dem Sieg gegen Delitzsch letzte Woche. Doch Mayer stapelt tief. „Es ist noch zu früh, um festzustellen, wo wir leistungsmäßig in dieser Liga stehen.“ Man dürfe nicht vergessen, dass die Aufsteigermannschaft aus Mühldorf mit Nelson und Iven Ferch zwei Spieler verloren hat, die in der vergangenen Saison eine wichtige Rolle gespielt hätten. „Wir müssen einfach unser bestes Spiel zeigen!“, so Mayer, der seinen Zuspieler Alex Brandstetter in höchsten Tönen lobt. Gegen Delitzsch wurde Brandstetter zum MVP gekürt - und das zurecht, findet auch Mayer. Denn Mühldorfs Zuspieler sorgte für 14 direkte Punkte. Für einen Zuspieler eine überragende Quote. „das hab ich so noch nie erlebt“, muss auch Mayer zugeben. randstetter habe sich im Block enorm verbessert. Die Rechnung über die vermeintlich schwächere Zuspielerseite anzugreifen, wird für den gegner am Samstag also nicht aufgehen, ist Mayer überzeugt. „Alex hatte ein halbes Dutzend Blocks, dazu noch drei Zuspielertricks und Hammerangriffe. Für die gegnerischen Mittelblocker wird es schwer, sich auf ihn eizustellen!“

Bliesen schwierig zu berechnen

Zum TV BLiesen kann und will Mayer nicht viel sagen. Die Analysen laufen, man habe eine Taktik, doch die werde er nicht verraten, winkt Mayer ab. Der Tabellenletzte hatte zuletzt gegen den L. E. Volleys Leipzig mit 1:3 verloren. Bliesens Sportdirektor Gerd Rauch machte dies vor allem am verbesserungswürdigen Aufschlagspiel der Bliesener fest. Ein Spieler stach aber besonders heraus. Youngster und Neuzugang Aaron Neumann kam gegen Leipzig beim Rückstand von 0:2-Sätzen auf das Spielfeld und verzückte das Publikum in Bliesen mit hammerharten Aufschlägen, darunter einige Asse, die zumindest einen Satzgewinn zur Folge hatten.

200 Zuschauer sind erlaubt

Für spektakuläre Ballwechsel sei also gesorgt. Das Gute für die Fans: Es dürfen auch 200 Zuschauer in die Mittelschulturnhalle, verkündet Abteilungsleiter Stefan Bartsch. Diese sollten sich allerdings vorher per E-Mail an anmeldung@volleyball-muehldorf.de ihre Plätze reservieren, um das Spiel verfolgen zu können. Bartsch betont, dass er Restplätze an der Abendkasse nicht gerantieren könne. enk

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