Aschau verliert das Derby gegen die Mühldorfer Rothosen

SV Oberbergkirchen – TuS Mettenheim, 7:2. Für beide Mannschaften ging es im Abstiegsduell um sehr viel, trotzdem fanden sich im Aubenhamer Sportpark nur 70 Zuschauer ein.

Über den Köpfen der beiden Mannschaften schwebte ein Schwert auf dem stand: „Freitag, der 13. Spieltag“. Einen Punkt besser war vor dem Spiel die Heimelf und die Gäste standen auf dem Abstiegsrelegationsplatz, mit dieser Ausgangskonstellation begannen die 90 Minuten. Dazu kam auch noch, dass beide Trainer noch Aufstellungsschwierigkeiten hatten. So fehlten aufseiten der Gäste gleich fünf Stammspieler und aufseiten der Heimelf mussten vier Stammspieler ersetzt werden. Oberbergkirchen startete sehr stark und setzte ab Beginn die Gäste unter Druck.

War aufseiten der Heimelf in den letzten Wochen die Chancenverwertung das große Manko, so war es diesmal ganz anders. Bereits in der 13. Minute wurde auch von der Heimelf die erste Chance verwertet. Nach einem Eckball stieg Peter Langschartner zehn Meter vor dem Kasten am höchsten und sein Kopfball passte zum 1:0 genau ins Kreuzeck. Vier Minuten später konnte der Gästekeeper den Ball erneut aus dem Netz holen, denn Süleyman Cakar rutschte das Leder über den Schlappen zum 2:0 ins eigene Gehäuse. Die Gäste waren zu diesem Zeitpunkt total überfordert und konnten sich aus der eigenen Hälfte kaum befreien. Mit zwei weiteren Treffern durch Dennis Zankl (32. Minute) und Matthias Viellehner (38. Minute) konnte Oberbergkirchen mit einem beruhigten 4:0 zum Pausentee gehen. Auch nach dem Seitenwechsel war die Heimelf die tonangebende Mannschaft und zehn Minuten nach dem Wechsel lag der Ball erneut im Gästekasten. Andre Vogel wurde im Strafraum gefoult und er selbst trat zum Strafstoß an, den er sicher verwandelte. Danach schalteten die Hausherren das Tempo einige Gänge zurück. Das nutzten die Gäste und es gelang ihnen in der 64. Minute durch Peter Hecker, mit einem Volleyschuss aus 25 Metern der 5:1 Anschlusstreffer. Elf Minuten später war es wiederum Vogel der mit einem Flachschuss den „alten“ Fünf-Tore-Vorsprung wiederherstellte. Siawash Najib Sarwary gelang sechs Minuten vor dem Ende der zweite Mettenheimer Treffer ehe zwei Minuten später Dennis Zankl den 7:2 Endstand herstellte.

SV Aschau / Inn – FC Mühldorf/Inn, 1:2.Die Erfolgsserie mit neun aufeinander folgenden Siegen fand gegen einen starken FC Mühldorf ein Ende. Nur schade, dass es teilweise durch eigene Fehler aber hauptsächlich wegen eines sehr schwachen Schiedsrichters (Christian Bergmann) so kommen musste. In der ersten Spielminute die erste heikle Szene, ein Foul an Johannes Asanger wurde vom Schiedsrichter einfach ignoriert, dabei war es ein klarer Elfer.

Beide Mannschaften schenkten sich nichts und die Gastmannschaft hielt mit gesunder Härte dagegen, doch der Schiedsrichter verteilte die Gelben Karten hauptsächlich an Spieler der Heimelf. Torraumszenen waren in der ersten Halbzeit auf beiden Seiten eher Mangelware und so endete diese torlos. Trainer Deißenböck muss wohl die richtigen Worte in der Kabine gefunden haben, denn in den ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte hatten die Veilchen allein fünf hochkarätige Chancen, doch es wollte kein Treffer gelingen.

In der 57. Spielminute das überraschende 0:1 durch Thomas Bichlmaier. Voraus ging ein Foul an einem Aschauer Verteidiger, dies wurde vom Schiedsrichter ignoriert, denn er ließ weiterspielen. Michael Drjupin spielte einen Flachpass zu Bichlmaier, der, nachdem er zwei Abwehrspieler alt aussehen ließ, aus 15 Metern abzog und Keeper Maximilian Hopf keine Chance ließ. Zwei Minuten später zeigte der Schiedsrichter, Spielführer Maxi Wintersteiger die Gelb-Rote Karte wegen wiederholtem Foulspiel. Die Nerven lagen bei einigen Spielern der Veilchen blank, allein fünf Aschauer Spieler erhielten wegen Meckern den Gelben Karton. Höhepunkt in der 67. Minute, nach einer Flanke köpfte Stefan Oberbauer an die Unterkante der Latte, der Ball schlug mindestens einen halben Meter hinter der Torlinie auf dem Boden auf und anschließend ins Feld zurück. Doch der Schiedsrichter erkannte den Treffer nicht an. In der 80. Minute schien es als würde sich der aufopfernde Kampf der Veilchen zum Guten zu wenden. Nach einem Freistoß brachten die Gäste den Ball nicht aus der Gefahrenzone, Jan Vetter reagierte am schnellsten und erzielte aus zehn Metern den verdienten Ausgleichstreffer.

Zwei Minuten vor dem Ende holte Keeper Hopf den durchgebrochenen Cornelius Rossberg von den Beinen und der Schiedsrichter zeigte ihm Rot. Nachdem das Wechselkontingent bereits erschöpft war, ging Johannes Asanger zwischen die Pfosten. Warum der Schiedsrichter anschließend fünf Minuten nachspielen ließ, bleibt sein Geheimnis. Diese Nachspielzeit nutzten die Gäste und erzielten noch den 1:2-Siegtreffer. Ein Weitschuss von Mario Gollnick wurde unglücklicherweise gleich zweimal abgefälscht und kullerte zum Endstand von 1:2 ins Aschauer Gehäuse. Im Anschluss daran pfiff der Unparteiische sofort ab.

TSV Neumarkt St. Veit, TuS Garching / Alz, 0:2. Nachdem der Tabellenführer Aschau zu Hause patzte, wusste man in Neumarkt, dass man mit einem Sieg auf einen Punkt an das Führungsduo rankommen könnte. Die Gäste erwischten einen Start nach Maß. Bereits in der vierten Minute brachte Christian Buchner sein Team in Führung durch eine sehenswerte Direktabnahme von der Strafraumgrenze und der Ball landete genau neben dem Pfosten. Nico Stelzenberger setzte sich zuvor über links durch und brachte den Ball perfekt in die Mitte zu Buchner. Neumarkt war aber nicht lange geschockt von der Führung der Gäste und hatte anschließend mehr vom Spiel. Matthias Reiter setzte sich über links durch, bediente seinen Bruder Georg, doch Garchings Keeper Niklas Turtschan konnte den Schuss parieren (8.). Bis zur Pause war die Heimelf die stärkere Mannschaft, hatte eine Reihe von hochkarätigen Torchancen, doch Gästekeeper Turtschan war für die Rottstädter ein unüberwindliches Hindernis.

Nach dem Seitenwechsel machte es Garching clever und stand sehr tief in der eigenen Hälfte, nahm sich trotzdem aber keineswegs aus dem Spiel nach vorne. Zwar drückte Neumarkt, nur gegen die dichtgestaffelte Garchinger Hintermannschaft tat man sich schwer. Mitte der zweiten Hälfte kamen die Gäste vermehrt nach vorne nur ihre Schüsse verfehlten noch das Ziel. Das Spiel endgültig entschied in der 90. Minute Marco Berger der einen schweren Abspielfehler der Neumarkter nutze und mit seinem sehenswerten Distanzschuss, aus über 20 Metern, den 0:2 Endstand herstellte.

In der fünften Minute der Nachspielzeit hatte der Neumarkter Philip Akiotu seine Nerven nicht im Griff und beging eine Tätlichkeit. Dafür erhielt er vom sehr gut leitenden Schiedsrichter Rainer Seibert die Rote Karte. tf

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