Fußball-Kreisligen: Mühldorf vor schwerer Auswärtspartie in Peterskirchen - Derby in Reichertsheim

Aschau plant einen weiteren Heimsieg fest ein

SV Aschau - ASV Au, Samstag, 15 Uhr. Nach einem kurzen Hänger ist der SV Aschau wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Nach den Niederlagen gegen Oberndorf und Bad Endorf hat die Mannschaft von Trainer Samir Demirovic Siege gegen Großkarolinenfeld und Bernau folgen lassen; und das obwohl beispielsweise Mittelfeldmotor Birol Karatepe nicht mit von der Partie war. Da zeigt es sich, dass der Aschauer Trainer einen breit aufgestellten Kader zur Verfügung hat. So ist es auch nicht verwunderlich, dass der Aufsteiger mit fünf Siegen und zwei Niederlagen auf dem vierten Tabellenplatz steht. Da ist die Aufgabe am heutigen Samstag um 15 Uhr gegen den Tabellendreizehnten ASV Au eine vermeintlich einfache; zumindest die Rollen sind klar verteilt. Bei Au ist es bisher noch nicht so richtig rund gelaufen. Nur gegen Nußdorf und Vogtareuth gelangen bisher Erfolge. Ansonsten haben sie fünf Niederlagen verbuchen müssen; und mit dem 0:5 am vergangenen Wochenende zu Hause gegen die DJK Oberndorf stehen die Auer erstmals auf einem Abstiegsplatz. Das heißt aber auch, dass sie vom SV Aschau auf keinen Fall unterschätzt werden dürfen, wenn die Aschauer weiter in der Erfolgsspur bleiben wollen.

DJK Oberndorf - TuS Bad Aibling, Sonntag, 14.30 Uhr. Zum Showdown der beiden Spitzenmannschaften in der Kreisliga 1 kommt es am Sonntag um 14.30 Uhr, wenn die DJK Oberndorf den TUS Bad Aibling erwartet. Wenn der Tabellenerste den Tabellenzweiten erwartet, dann ist schon allein auf Grund der Tabellenkonstellation für Spannung gesorgt. Wenn man sich die bisherigen Ergebnisse beider Mannschaften anschaut, gilt das umso mehr. Die Oberndorfer haben ihre bisherigen sieben Spiele alle gewonnen. Dabei erzielten sie bereits 30 Treffer; anders als in der vorhergehenden Spielzeiten, als die Verantwortlichen immer wieder mit der Chancenverwertung der Oberndorfer Offensive haderten, ist Trainer Matthias Pongratz natürlich in dieser Saison sehr zufrieden. Dazu kommt, dass die Defensive auch in dieser Spielzeit sehr sicher steht und erst sechs Gegentreffer kassiert hat; so wenig, wie keine andere Mannschaft. Zum Vergleich: Tabellenschlusslicht SV Vogtareuth muss bereits 36 Gegentreffer auf seinem Konto verbuchen. Doch auch die bisherige Bilanz des Aufsteigers TuS Bad Aibling kann sich sehen lassen. Sie haben bisher sechsmal gewonnen und nur am vergangenen Wochenende gegen Reichertsheim eine knappe 2:3-Niederlage kassiert. Auch sie sind mit 22 erzielten und acht kassierten Toren gut aufgestellt. Da Oberndorf keine verletzungsbedingten Ausfälle zu beklagen hat, ist für Spannung bei dieser Begegnung gesorgt.

FC Grünthal - SC Frasdorf, Sonntag, 15 Uhr. Der FC Grünthal empfängt am Sonntag, 15 Uhr, den SC Frasdorf. Es ist ein Duell zweier Mannschaften, die sich in der Vergangenheit oft gegenüber standen, dabei aber stets ein gutes Verhältnis zueinander pflegten. Trotzdem waren es immer spannende Duelle, vor allem weil beide Teams direkte Konkurrenten um den Aufstieg waren. Die letzten beiden Begegnungen aus der vorletzten Saison konnte der FC Grünthal knapp mit 1:0 und 2:1 für sich entscheiden. Heute sind die Vorzeichen etwas anders, während der FC Grünthal weiterhin oben mitkämpft, hängt Frasdorf in der hinteren Tabellenregion fest. Man teilt sich derzeit mit Türkspor Rosenheim den Relegationsplatz. Die letzten drei Begegnungen gingen allesamt verloren, so dass auch der gute Saisonstart letztendlich verpuffte. Der SC Frasdorf besitzt mit Rückkehrer Tobias Stiebler (SV-DJK Kolbermoor), Sepp Öttl und Florian Irob für diese Liga zwar immer noch überragende Spieler in ihren Reihen, aber dennoch stehen mittlerweile einige Urgesteine wie die Gebrüder Haas oder Sturmlegende Stuffer nicht mehr zur Verfügung. Trotzdem erwartet Grünthal eine gewohnt unangenehme Kampftruppe aus Frasdorf, die man auch keinesfalls unterschätzen wird. Die Mandl-Elf konnte vergangene Woche einen unheimlich wichtigen wie ebenso hart erarbeiteten 2:0-Auswärtssieg beim SV Nußdorf verzeichnen. Mit der frühen Verletzung von Pirmin Hornig musste man den Sieg jedoch bitter bezahlen, er wird die nächsten Wochen pausieren müssen. Zudem gilt es für die Mandl-Elf eine gute Ausgangsbasis für die nächsten drei Spieltage zu legen, denn der FC Grünthal muss dabei dreimal Auswärts ran. Nach dem Ausfall von Hornig hofft Trainer Mandl wenigstens auf die Rückkehr von Patrick Schmid, doch auch er droht weiterhin auszufallen.

SV Reichertsheim - TSV Buchbach II, Sonntag, 16 Uhr. Eine Woche hatten die Spieler des TSV Buchbach II Zeit, sich zu erholen, doch jetzt stehen sie vor einer schweren Aufgabe. Sie müssen am Sonntag um 16 Uhr beim SV Reichertsheim antreten. Bei der Mannschaft, die in den vergangenen Begegnungen so langsam in Schwung gekommen ist. Reichertsheim hat die letzten drei Spiele gewonnen und dabei unter anderem dem TuS Bad Aibling als erste Mannschaft eine Niederlage zugefügt. Nachdem sie vorher mit einem Unentschieden und drei Niederlagen in diese Kreisligasaison gestartet sind, stehen die Reichertsheimer aktuell nur auf dem zehnten Tabellenplatz, orientieren sich aber natürlich langsam aber sicher nach oben. Die Buchbacher ihrerseits sind gut in die Saison gestartet, in den vergangenen Spielen aber etwas aus ihrem Rhythmus gekommen. Nur mit Mühe haben sie beispielsweise ein Unentschieden gegen den Tabellenletzten SV Vogtareuth ergattert. Zuvor sind sie gegen den FC Grünthal mit 0:5 sogar ziemlich unter die Räder gekommen. Dabei sind beide Mannschaften aber durchaus vergleichbar: Buchbach hat erst elf Tore geschossen, aber bereits 16 Gegentore kassiert; ähnlich ist es bei den Reichertsheimern. Sie haben zwölfmal getroffen, aber auch bereits 15 Gegentore kassiert. Da wird es spannend, welche Defensivformation am Sonntag zuerst ins Wanken gerät oder welche Angriffsreihe als erstes trifft und so etwas für das Torkonto, das bei beiden Teams negativ ist, tun kann.

TSV Peterskirchen - FC Mühldorf, Samstag, 18 Uhr. Mit dem 2:1-Erfolg am vergangenen Wochenende haben sich die Mühldorfer erstmal von den Abstiegsrängen verabschiedet und stehen jetzt auf dem zwölften Tabellenplatz. Drei Punkte besser und damit auf Platz sieben steht der TSV Peterskirchen, bei dem die Mühldorfer heute um 18 Uhr antreten müssen. Dabei haben die Peterskirchner, die ja aus der Bezirksliga abgestiegen sind, erst noch einer deftigen 1:5-Klatsche gegen die Zweite des SB Chiemgau Traunstein zu knabbern. Davor konnten sie allerdings drei Spiele in Folge für sich entschieden, so dass es für die Mühldorfer alles andere als ein Zuckerschlecken werden wird, wenn sie heute in Peterskirchen auflaufen müssen. Aber sie können aus ihren beiden Erfolgen Selbstvertrauen schöpfen und Trainer Markus Nistler vertraut darauf, dass sie endlich die Leistung abrufen können, zu der sie auch in der Lage sind. Zumal sie sich mit ihren bisherigen sechs Punkten alles andere als sicher fühlen dürfen. Bei einer Niederlage könnte es ihnen passieren, dass sie gleich wieder in Abstiegsnot kommen. Schließlich hat der FC Hammerau, der einen Platz hinter ihnen steht, ebenfalls sechs Punkte auf seinem Konto und ist nur wegen des schlechteren Torverhältnisses auf dem 13. Tabellenplatz. hsc

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