Corona-Zwangspause

Andreas Birnbacher trainiert den Biathlon-Nachwuchs: „Ich plane nur von Woche zu Woche.“

Andreas Birnbacher: Früher Weltklasse-Biathlet ist aktuell Trainer der jungen Biathletinnen.
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Andreas Birnbacher: Früher Weltklasse-Biathlet ist aktuell Trainer der jungen Biathletinnen.

Vor gut einem Jahr hat Andreas Birnbacher an der Sporthochschule in Köln sein Trainer-Diplom bekommen. Jetzt ist er beim Deutschen Skiverband als Trainer der jungen Biathletinnen die sich im IBU-Juniorcup beweisen sollen, zuständig.

Ruhpolding – Die Corona-Pandemie dem 39-jährigen Diplom-Trainer Andreas Birnbacher und seinen jungen Biathletinnen einen dicken Strich durch die Rechnung für den kommenden Winter gemacht. Der Biathlon-Weltverband hat alle Rennen im Juniorcup abgesagt.

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Jetzt im Alpen- und Im Deutschlandpokal beweisen

Nun sollen sich seine jungen Damen im Alpencup und Deutschlandpokal beweisen und schließlich soll es auch eine Junioren-Weltmeisterschaft geben. Für diese gilt es sich zu empfehlen. Bei der Nominierung helfen, sollen auch interne Wettkämpfe. „Es steht vieles auf der Kippe, schon im Vorfeld der Saison haben wir einiges umplanen und in Videokonferenzen regeln müssen“, so der Schlechinger in seiner aktuellen Rolle.

Auch zwei einheimische Talente sind dabei

Früher als aktiver Sportler war das für Birnbacher weitaus einfacher. Da haben die Trainer alles für die Aktiven geregelt und genau diese Aufgabe trifft nun auf ihn zu. Zwischen fünf und sieben Sportlerinnen aus ganz Deutschland umfasst seine Gruppe. Mit Lisa Spark vom SC Traunstein und Franziska Pfnür von der SK Ramsau sind auch zwei heimische Talente dabei. Beide haben ihr Können bereits bei internationalen Wettkämpfen unter Beweis gestellt.

Dazu kommen Mareike und Sabrina Braun (beide DAV Ulm), Hanna Michelle Hermann (PSV Schwarzenberg), Selina Kastl (SC Neubau), Luise Müller (SV Pirna) und Emilie Behringer (SC Todtmoos) sowie Marie Zeutschel (SC Willingenn) und Natalie Keller (SV Frankenhain).

„Mir ist die Entwicklung der Mädchen wichtig“

„Mir ist die Entwicklung der Mädchen wichtig und ich muss sie natürlich jetzt durch die Corona-Maßnahmen auch bei Laune halten. Aber die Situation ist es nicht ganz so dramatisch, im Gegensatz zu älteren Athleten haben sie ja noch den größten Teil ihrer Karriere vor sich“, beschreibt er die Situation. Immerhin ist er mit seinem Team relativ gut durch den Sommer gekommen. „Da können wir uns nicht beschweren, wir haben unser Programm fast vollständig durchgezogen. Die Gruppe ist ja relativ klein und alle waren sehr diszipliniert. Wir haben immer aufgepasst“, lobt Birnbacher seine Sportlerinnen.

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Im Vorprogramm des Spektakels starten

Als Trainer führt er in diesem Zusammenhang viele Gespräche und trotzdem versucht er, sie auch aus vielen rauszuhalten, damit sie sich auf den Sport konzentrieren können. Zuletzt hat er mit seinen Sportlerinnen sogar auf einen Lehrgang in Oberhof verzichtet. „Ich habe da die Verantwortung und wollte nichts riskieren. Ich plane derzeit nur von Woche zur Woche.“

Planen kann er auch, wenn nichts dazwischenkommt für den 28. Dezember. Da soll die World Team Challenge in Ruhpolding stattfinden, statt wie die vergangenen Jahre auf Schalke. Seine Juniorinnen werden im Vorprogramm des Spektakels starten, allerdings wohl ohne oder nur wenigen Zuschauern in der Chiemgau Arena. Dort hätte im Januar auch der Biathlon-Weltcup über die Bühne gehen sollen. Dieser wurde allerdings wegen der Corona-Pandemie nach Oberhof verlegt. „Ich kann das schwer kommentieren. Es ist sehr schade, aber auch zu verstehen“, so seine Meinung.

In Kürze gibt es das Zeugnis für Birnbacher

Was ihn aktuell stolz macht, ist seine Bachelor-Arbeit über die Uni Leipzig im Bereich des Studiums der Sportwissenschaft. Dafür wird er in Kürze sein Zeugnis bekommen. „Das ist neben meinem Diplom als Trainer ein wichtiger Baustein für mich“, freut sich Andreas Birnbacher.

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