Ampfing verteilt drei Geschenke: Bittere 2:3-Niederlage in Landshut nach einer 2:0-Führung

Nach seinem Treffer zum 2:0 war die Welt der Schweppermänner noch in Ordnung: Goran Divkovic.
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Nach seinem Treffer zum 2:0 war die Welt der Schweppermänner noch in Ordnung: Goran Divkovic.

Der TSV Ampfing hat beim Trainer-Debüt von Heiko Baumgärtner am Samstagnachmittag eine ganz bittere 2:3-Niederlage im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Landesliga Südost einstecken müssen.

Landshut– Der TSV Ampfing hat am Samstagnachmittag eine ganz bittere 2:3-Niederlage im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Landesliga Südost einstecken müssen. Beim Debüt von Trainer Heiko Baumgärtner lagen die Schweppermänner in Landshut schnell mit 2:0 in Front, wähnten sich schon auf der Siegerstraße, mussten dann aber die Heimreise mit leeren Händen antreten.

Eine Niederlage, die weh tut

„Die Niederlage tut in mehrfacher Hinsicht extrem weh. Zum einen haben wir einen Gegner, der eigentlich schon tot war, wieder zum Leben erweckt, zum anderen haben alle anderen Mannschaften im Keller gepunktet, so dass sich unsere Situation noch einmal verschärft hat“, ärgerte sich Technischer Leiter Günther Sabinsky auch noch am Tag danach mächtig, erklärte aber auch: „Wir können jetzt den Kopf nicht in den Sand stecken, sondern müssen ab Montag wieder Gas geben.“ Ähnliche Töne schlug auch Baumgärtner nach Spielschluss in der Kabine an, als die Mannschaft wie ein Häufchen Elend die Köpfe einzog und mit dem Schicksal haderte: „Das ist bitter, aber wir dürfen uns nicht entmutigen lassen, sondern müssen uns an den Dingen aufrichten, die gut waren.“

Ampfing gab den Ton an

Vom Start weg gaben die Ampfinger am Hammerbach den Ton an und traten überhaupt nicht so auf wie eine Mannschaft, die auswärts erst zwei Punkte geholt hat. „Das war erstmalig eine richtig couragierte Leistung auf des Gegners Platz“, so Sabinsky, der die beiden Treffer zur 2:0-Führung als „folgerichtig“ bezeichnete. Sowohl in der 13., als auch in der 29. Minute setzte sich Marius Duhnke am rechten Flügel durch, so dass Liviu Pantea und Goran Divkovic seine bestens getimten und mit viel Effet geschlagenen Flanken jeweils per Kopf verwerten konnten. Sabinsky: „Da hat man gesehen, dass wir die Qualität nach vorne auf jeden Fall haben, wir hätten sogar noch klarer führen können.“

Zwei Treffer nach einem Anstoß

Doch vom Anstoß weg kassierten die Schweppermänner den Anschlusstreffer: Tobias Steer tankte sich in der 31. Minute dynamisch durch und Johannes Zettl war mit dem 2:1 zur Stelle. Nur eine Minute nach Wiederbeginn das gleiche Spiel: Diesmal setzte sich Zettl auf dem rechten Flügel durch und bediente Kenneth Sigl, der den 2:2 Ausgleich besorgte, wobei Issa Ndiaye seinen Schuss zunächst gekonnt parieren konnte, den Abpraller aber erst wenige Zentimeter hinter der Linie zu fassen bekam. „Das war natürlich Pech, aber die beiden Treffer sind aus Schlafmützigkeiten entstanden“, so Sabinsky.

Jungspund wurde zum Held für Landshut

Der erst 18-jährige Jungspund Sigl zeichnete dann auch in der 54. Minute für den Siegtreffer der „Spiele“ verantwortlich, als er nach Steilpass von Routinier Stefan Alschinger eiskalt vor Ndiaye einschob. In der Folge versuchte es Ampfing mehr und mehr mit der Brechstange, hatte auch noch viele gute Möglichkeiten, aber wenn nicht der starke Keeper Johannes Huber zur Stelle war, fehlten eben die berühmten Zentimeter.

TSV Ampfing:Ndiaye, Miller, Pete (ab 87. Selimovic), Sahin Bahadir (ab 66. Cacic), Petrovic, Salibasic, Burhan Bahadir, Pantea (ab 75. Buljubasic), Duhnke, Toma, Divkovic.

Schiedsrichterin: Karmann (FC Ehekirchen).

Zuschauer:225.

Tore:0:1 Pantea (13.), 0:2 Divkovic (29.), 1:2 Zettl (31.), 2:2 Sigl (47.), 3:2 Sigl (57.). mb

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