Ampfing: Liga-Erhalt wird ein Drahtseilakt

Sechs Punkte fehlen dem TSV Ampfing zum Jahreswechsel, um die Klasse auf direktem Weg zu erhalten.

Dennoch gibt sich Sportlicher Leiter Adrian Malec (48) zuversichtlich, dass die Schweppermänner auch in der nächsten Saison in der Fußball-Landesliga Südost auftreten können. „Die Mannschaft hat genug Qualität, um es notfalls auch über die Relegation zu packen“, gibt sich Malec zuversichtlich.

In der wegen Corona bedingten Mammutsaison ist viel passiert bei den Ampfingern: Nachdem Aufstiegstrainer Jochen Reil im Herbst 2019 frühzeitig die Segel gestrichen hat, konnten die Schweppermänner unter Nachfolger Klaus Seidel zunächst etwas Boden gut machen, aber diese Liaison war nur eine Romanze von eher überschaubarem Charme. Nun also Heiko Baumgärtner, mit vier Punkten aus vier Spielen so mittelmäßig eingestiegen, aber endlich mal wieder einer, der zu passen scheint. Malec: „Die vier Spiele im Herbst waren noch nicht der Maßstab, da wurde er ins kalte Wasser geworfen, aber im Frühjahr kann er die Mannschaft auf die entscheidenden sieben Spiele richtig vorbereiten und muss dann allerdings auch aus 20 Individualisten eine Einheit formen.“

Dass die Qualität im Ampfinger Kader mittlerweile hoch ist, gilt als unbestritten und so ist Malec überzeugt: „Theoretisch können wir jeden Gegner in der Landesliga schlagen.“ Die Transfers von Schlüsselspielern wie Daniel Hofstetter, Marius Duhnke oder Goran Divkovic zeugen von der Potenz des Traditionsvereins, der aber nach Kontinuität lechzt. „Es kann nicht sein, dass wir jeden Sommer 60 Prozent der Spieler austauschen und dass 80 Prozent der Leute aus Rosenheim oder München kommen. Das ist bei einem Bayern- oder Regionalligisten darstellbar, aber nicht in der Landesliga“, so Malec, der davon ausgeht, dass der jetzige Kader erst einmal Bestand hat, auch wenn Christian Richter im Frühjahr etwas kürzertreten wird. Handlungsbedarf besteht in den Augen von Malec lediglich auf der Torhüter-Position, haben die Schweppermänner doch mit Issa Ndiaye nur einen Keeper im Kader.

Auch wenn der nächste Sommer noch weit weg ist, befindet sich der Sportliche Leiter der Schweppermänner bereits seit geraumer Zeit in Gesprächen mit jungen Talenten aus der Region: „Wenn wir im Sommer die Klasse halten, ist es sicher leichter, junge und hungrige Spieler zu bekommen. Die Jungs, die jetzt da sind, sind schon top, aber wir müssen das Verhältnis zwischen auswärtigen Spielern und Jungs aus der Gegend wieder so verändern, dass es passt.“ Eine anspruchsvolle Aufgabe, die Malec aber auch Spaß macht: „Wenn ich keinen Spaß hätte, würde ich etwas anderes machen.“ Und eine Jobgarantie für Baumgärtner schickt Malec gleich nach: „Auch wenn wir absteigen sollten, bleibt Heiko unser Trainer. Das haben wir schon besprochen. Wobei wir alles daran setzen, um in der Liga zu bleiben.“ mb

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