Ampfing gegen Holzkirchen unter Zugzwang

Die Ampfinger wollenauch gegen Holzkirchen im eigenen Stadion jubeln. Buchholz
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Die Ampfinger wollenauch gegen Holzkirchen im eigenen Stadion jubeln. Buchholz

Ampfing – Vorletztes Heimspiel vor der Winterpause für den TSV Ampfing: Am Samstag um 14 Uhr treffen die Schweppermänner im heimischen Raiffeisen-Sportpark auf den TuS Holzkirchen, der mit der Empfehlung eines 8:0-Kantersieges gegen den Sportbund Rosenheim anreist.

„Wir haben auf der Hinfahrt nach Karlsfeld die Zwischenstände aus Holzkirchen über den Liveticker mitbekommen. Das war so nicht zu erwarten“, zeigt sich Ampfings Technischer Leiter Günther Sabinsky über die Höhe des Ergebnisses überrascht: „Die Liga spielt in diesem Jahr verrückt. Das zeigt nur wieder, dass jeder jeden schlagen kann und wir uns daher vor niemandem verstecken müssen“. Durch die Niederlage in Karlsfeld und die Punktgewinne der Konkurrenz sind die Schweppermänner mit aktuell 19 Punkten auf Rang 16 abgerutscht. Der Vorsprung auf die Abstiegsränge beträgt zwar noch sieben Punkte, allerdings ist der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz (derzeit TSV Kastl) auf sechs Zähler angestiegen. Nach der Partie gegen Holzkirchen stehen das Auswärtsspiel in Kirchheim (23. November) und zum Abschluss das Heimspiel gegen Passau (29. November) auf dem Programm. „Wir müssen aufpassen, dass der Rückstand auf das rettende Ufer nicht zu groß wird. Wir sollten aus den drei Spielen bis zur Winterpause so viele Punkte wie möglich holen“, verhehlt Sabinsky nicht, dass man gehörig unter Zugzwang steht.

Dass die Aufgabe am Samstag schwerer wird, als es der aktuelle Tabellenplatz des Gegners vermuten lässt, steht für Sabinsky außer Frage. „Holzkirchen hat eine technisch sehr versierte und spielstarke Mannschaft mit einer Reihe herausragender Einzelspieler. Wa rum es bei denen nicht so richtig läuft, ist mir schleierhaft. Sie gehörten für mich vor der Saison zum erweiterten Kreis der Aufstiegsaspiranten“. Beim Hinspiel an der Haid Road waren die Schweppermänner dem Bayernliga-Absteiger hoffnungslos unterlegen und mussten am Ende froh sein, nur 0:2 verloren zu haben. „Da haben wir kein Land gesehen“, erinnert sich Sabinsky nur ungern an die Partie in Holzkirchen, in der den Ampfingern die Grenzen deutlich aufgezeigt wurden, auch wenn die Gäste durch den Platzverweis von Torhüter Dominik Süßmaier eine Stunde in Unterzahl spielen mussten. Zu diesem Zeitpunkt war allerdings nicht abzusehen, dass es gleichzeitig auch für lange Zeit das letzte Erfolgserlebnis der Grün-Weißen gewesen sein sollte. Im Anschluss hagelte es sechs Niederlagen am Stück, was in der vorzeitigen Entlassung von Trainer Jens Eckl endete. Sein Nachfolger Jozo Ereiz hat den Bayernliga-Absteiger wieder in ruhigere Gewässer geführt, seine Bilanz ist mit sechs Siegen, einem Unentschieden und drei Niederlagen positiv.

„Respekt ja, Angst nein“, lautet daher das Motto der Schweppermänner. „Natürlich reist Holzkirchen mit viel Selbstvertrauen an. Aber zu Hause können wir mittlerweile jeden Gegner schlagen“, gibt sich Sabinky dennoch optimistisch und verweist dabei auf die aktuelle Serie von vier Heimsiegen. „Was wir unbedingt vermeiden müssen, sind diese dummen Fouls rund um den Strafraum. Das hätte uns gegen Töging fast noch das Genick gebrochen“, erinnert Ampfings Technischer Leiter an das letzte Heimspiel, als die Seidel-Elf fast noch einen Vier-Tore-Vorsprung aus den Händen gegeben hätte. „Holzkirchen ist bei Standards extrem gefährlich, da müssen wir uns einfach cleverer verhalten.“

Positives gibt es auch von der medizinischen Abteilung zu vermelden: Nachdem in Karlsfeld noch die halbe Stammelf ersetzt werden musste, kann Klaus Seidl wieder aus dem Vollen schöpfen. Bei der 0:2-Niederlage am vergangenen Sonntag fehlte mit Dominik Süßmaier, Daniel Hofstetter, Danut Moisi, Marcel Meingaßner und Wahid Alemi nahezu die komplette Defensivabteilung. Mittlerweile sind wieder alle Mann an Bord. Auch Liviu Pantea, der zuletzt wegen eines verstauchten Knöchels passen musste, hat wieder trainiert und kann auflaufen. „Spiele in der Jahreszeit gewinnt man über den Kampf, da ist vor allem Willensstärke gefragt“, appelliert Sabinsky deshalb an jeden einzelnen Spieler, „noch einmal alles reinzuschmeißen und wenn nötig auch über die Schmerzgrenze zu gehen.“

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