FUSSBALL-BEZIRKSLIGA

Ampfing in Dorfen unter Erfolgszwang

Ampfings Keeper Michael Endlmaier musste in den letzten drei Spielen fünfmal hinter sich greifen, in den 18 Spielen zuvor kassierten die Ampfinger insgesamt nur 14 Gegentreffer.  Buchho,z
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Ampfings Keeper Michael Endlmaier musste in den letzten drei Spielen fünfmal hinter sich greifen, in den 18 Spielen zuvor kassierten die Ampfinger insgesamt nur 14 Gegentreffer. Buchho,z

„Wir sind an einem Punkt angekommen, an dem wir alles kaputt machen, was wir uns mühsam erarbeitet haben“, Ampfings Trainer Günter Güttler spricht nach drei Niederlagen in Folge Klartext und fordert von seiner Mannschaft am Sonntag um 14 Uhr eine Rückkehr zu alten Tugenden. Warum der Tabellenzweite der Fußball-Bezirksliga Ost mit drei Niederlagen ins Jahr gestartet ist, kann sich Güttler selbst nicht bis ins letzte Detail erklären: „Manche Dinge sind schwer nachvollziehbar, aber Fakt ist, dass wir händeringend ein Erfolgserlebnis brauchen, das wir nur über mannschaftliche Geschlossenheit erreichen können.

Manchmal komme ich mir vor wie beim Circus Roncalli, bei dem jeder so sein kleines Kunststückchen beherrscht, aber das macht eben noch lange keine Mannschaft.“

Dazu kommt, dass einige der Ampfinger Leistungsträger nicht in der Form des Vorjahres sind. „Das ist ein ganz schwieriger Kreislauf, den wir so schnell wie möglich durchbrechen müssen. Zuletzt hat uns einfach die nötige Balance gefehlt. Vorne haben wir einfach ein Problem und hinten machen wir Fehler, teils weil wir in einigen Situationen zu naiv, aber auch zu überheblich sind“, kritisiert der Trainer.

Dass der TSV Dorfen mit Ampfings Ex-Trainer Michael Kostner und einigen ehemaligen Schweppermännern jeden Punkt im Kampf gegen den Abstieg braucht, macht die Sache nicht gerade leichter. Und dass die Dorfener anscheinend wieder auf dem aufsteigenden Ast sind, haben sie letzten Sonntag mit dem 1:0 gegen den TSV Kastl bewiesen, das ja Ampfing vorübergehend den zweiten Platz gerettet hat. Gewinnt aber der Tabellendritte Kolbermoor sein Nachholspiel, müssten die Schweppermänner Rang zwei abgeben.

„Wenn man die Punkte, die wir im Kalenderjahr 2015 geholt haben, zusammenzählt, würden wir sicher aufsteigen“, rechnet Güttler vor, dass man davon am Ende der Saison nicht abbeißen kann, ist dem Coach bewusst. „Die Situation ist auch für mich neu, das habe ich in dieser Form noch nicht kennengelernt. Ich kann jetzt aber auch nicht jede Woche mit der Axt durch den Wald gehen, da würde ich mich ja auch unglaubwürdig machen“, erklärt Güttler und fügt an: „Als Trainer ändert man sich ja nicht. Man muss bei Sieg und Niederlage den Kurs halten. Große Möglichkeiten habe ich ja auch nicht, wenn ich mir ansehe, dass wir am Mittwoch mit 13 Feldspielern trainiert haben. Für den Spieler gibt es da nur zwei Möglichkeiten. Entweder macht man so weiter, weil man ja weiß, dass der Alte einen eh braucht, oder man rückt in dieser Situation näher zusammen.“ Güttler hofft natürlich auf den zweiten Fall und glaubt: „Wenn wir die Trainingsleistungen am Sonntag auf den Platz bringen, schaffen wir die Wende.“ Wieder mit dabei: Christian Richter, dafür fehlt Waldemar Miller aus privaten Gründen. mb

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