Ampfing als moralischer Sieger: In dreifacher Unterzahl ein 1:1-Unentschieden in Dachau

Ampfings Held in Dachau: Issa Ndiaye.
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Ampfings Held in Dachau: Issa Ndiaye.

Mit am Ende nur noch sieben Feldspielern hat der TSV Ampfing am Samstag beim ASV Dachau im Kellerduell der Fußball-Landesliga Südost ein 1:1 erkämpft. „Wir sind der gefühlte Sieger, auf jeden Fall der moralische Sieger“, sagt Ampfings Technischer Leiter Günther Sabinsky.

Dachau – Mit am Ende nur noch sieben Feldspielern hat der TSV Ampfing am Samstag beim ASV Dachau im Kellerduell der Fußball-Landesliga Südost ein 1:1 erkämpft. „Wir sind der gefühlte Sieger, auf jeden Fall der moralische Sieger“, sagt Ampfings Technischer Leiter Günther Sabinsky.

Ampfing ging kurz vor der Pause in Führung

In einem keineswegs hart geführten Duell dominierten in der ersten Hälfte die beiden Abwehrreihen, keine der beiden Mannschaften wollte zu hohes Risiko gehen und so fiel der Ampfinger Führungstreffer aus heiterem Himmel: Anel Salibasic schlug einen Freistoß hoch an den Sechzehner auf Goran Divkovic, der den Ball festmachte, sich um seinen Gegenspieler drehte und auf Irfan Selimovic ablegte, der die Kugel ansatzlos aus 14 Metern rechts oben im Winkel versenkte (45.).

Ndiaye wurde immer mehr zum Helden

Bis dahin war es ein ganz normales Fußballspiel, doch in der 58. Minute musste Danut Moisi wegen eines Allerweltfouls mit der Ampelkarte vom Feld. „Eine sehr harte Entscheidung“, befand Sabinsky. Sechs Minuten später setzte sich der eingewechselte Jonas Dworsky auf der rechten Seite energisch gegen Burhan Bahadir durch, flankte von der Grundlinie in den Rücken der Ampfinger Hintermannschaft, wo Sebastian Mack mit einem abgefälschten Schuss aus elf Metern Issa Ndiaye überwand. In der Folge avancierte der Ampfinger Schlussmann zum Helden der Partie, als er in der 78. Minute nicht nur den stark geschossenen Elfmeter von Mack parierte, sondern sensationell auch den Nachschuss entschärfte.

Rudelbildung nach dem Elfmeterpfiff

Zuvor gab’s eine gut fünfminütige Unterbrechung nach dem Elfmeterpfiff – Bahadir soll Michael Kornprobst gefoult haben. Sabinsky: „Eine sehr strittige Entscheidung, die zu einer Rudelbildung geführt hat. Salibasic will als Kapitän seine aufgebrachten Mitspieler vom Schiri fernhalten und wird dafür vom Platz gestellt, weil er den Schiri bei dem Gedränge leicht berührt hat.“ Im Anschluss wurde auch Trainer Heiko Baumgärtner nach lautstarker Kritik mit Rot hinter die Bande geschickt.

„So etwas habe ich noch nie gesehen“

Doch es kam noch schlimmer, denn in der 80. Minute zückte Felix Hoffmann nach einer Grätsche von Ante Petrovic erneut Rot. „Ante ist zu spät gekommen, aber Rot war überzogen“, so Sabinsky, der Einstellung und Moral der verbliebenen Schweppermänner lobte: „So etwas habe ich noch nie gesehen. Wir sind mit sechs Mann am Strafraum gestanden und haben nur noch von einer auf die andere Seite verschoben.“ Mit etwas Glück und dank toller Paraden von Ndiaye brachten die Schweppermänner das 1:1-Remis trotz gefühlt zehnminütiger Nachspielzeit über die Runden und erwarten jetzt am Dienstag um 20 Uhr den TSV Kastl zum Nachholspiel.

TSV Ampfing:Ndiaye, Miller, Moisi, Burhan Bahadir, Petrovic, Pantea (ab 78. Richter), Salibasic, Selimovic, Cacic (ab 40. Pete), Toma, Divkovic (ab 90. + 5 Duhnke).

Schiedsrichter:Hoffmann (FSV Kirchdorf).

Zuschauer:100.

Tore: 0:1 Selimovic (45.), 1:1 Mack (64.).

Besonderheiten: Gelb-Rote Karte für Ampfings Moisi (58.); Rote Karten gegen die Ampfinger Salibasic (75.) nach Rudelbildung und Petrovic (80.) wegen groben Foulspiels; Ampfings Keeper Ndiaye hält Foulelfmeter von Mack (78.). mb

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