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Drei Tore im Relegations-Rückspiel gegen Bruckmühl

Reischachs Vilsmaier über sein Spiel des Lebens: „Habe einen Sahnetag erwischt“

Christof Vilsmaier schoss im Relegations-Rückspiel gegen Bruckmühl drei Tore.
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Christof Vilsmaier schoss im Relegations-Rückspiel gegen Bruckmühl drei Tore.
  • Markus Altmann
    VonMarkus Altmann
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Jeder Fußballer hat in seiner Karriere ein Spiel erlebt, welches er sein Leben lang nicht mehr vergessen wird. Für Christof Vilsmaier war es die Partie im Jahr 2018 mit seinem TSV Reischach in der Relegation zur Bezirksliga gegen den SV Bruckmühl, in dem er einen Hattrick erzielte. beinschuss.de sprach mit dem Mittelfeldspieler über sein „Spiel des Lebens”.

Reischach - Christof Vilsmaier ist Reischacher durch und durch. Der Mittelfeldspieler hat mit dem Verein in seiner Karriere so einige Highlights erlebt. So stieg er mit dem Verein 2017 erst in die Kreisliga auf, ein Jahr später beendete er mit dem TSV die Saison 2017/18 auf dem zweiten Tabellenplatz. beinschuss.de sprach mit Vilsmaier über sein “Spiel des Lebens”.

Als Aufsteiger wurde der TSV Reischach in der Kreisliga 2018 Tabellenzweiter

Hallo Christof, sprechen wir über dein „Spiel des Lebens”. Wann fand die Partie statt und gegen welchen Gegner ging es damals?

Christof Vilsmaier: Es war das Relegations-Rückspiel gegen den SV Bruckmühl am 9. Juni 2018. Wir spielten damals als Kreisligist um den Aufstieg in die Bezirksliga.

Wie verlief  für euch die Saison 2017/18?

Vilsmaier: Unter dem damaligen Trainer Franz Berger stiegen wir ein Jahr zuvor schon von der Kreisklasse in die Kreisliga auf. Er hatte einen großen Anteil an diesem Erfolg, die Jahre zuvor waren wir mehr im Tabellenmittelfeld unterwegs. Wir sind dann gut in die neue Kreisliga-Saison gestartet und waren immer vorne mit dabei. Es war ein spannendes Aufstiegsrennen, am Ende wurde der TSV Buchbach II Meister und stieg direkt auf. Wir konnten unser Punktepolster gegenüber dem TSV Waging an den letzten Spieltagen halten und zogen als Tabellenzweiter in die Relegation ein, wo wir dann auf den SV Bruckmühl trafen.

„Ich habe einen Sahnetag erwischt.“

Vilsmaier über das Relegations-Rückspiel gegen Bruckmühl.

Wie war damals die Ausgangslage vor dem Relegations-Rückspiel?

Vilsmaier: Wir wussten, dass es für uns ganz schwer wird. Im Hinspiel hatte ich eine Magen-Darm-Erkrankung. Ich fuhr trotzdem mit und wurde nach einer Stunde eingewechselt. Zu diesem Zeitpunkt stand es vor gut 800 Zuschauern 1:1. Wir kamen super ins Spiel und gingen bereits nach neun Minuten in Führung, doch Bruckmühl schoss nach einer halben Stunde den Ausgleich. Es sah dann lange nach einem Remis aus, doch dann unterlief uns kurz vor Schluss ein Eigentor und Florian Scholz sah zu allem Überfluss noch die rote Karte. Am Ende gewann Bruckmühl 2:1. Das war aber verdient, da der SVB spielerisch besser war als wir.

Wie war dann der Spielverlauf im Rückspiel und wie endete die Partie?

Vilsmaier: Vor dem Spiel hat uns Trainer Berger in der Kabine richtig heiß gemacht. Wir sind dann raus gegangenen und waren von Anfang an da. Jeder hat sich voll reingehauen und hat einen tollen Fight abgeliefert. Und ich habe einen Sahnetag erwischt. In der 12. Minute brachte ich uns vor gut 1.000 Zuschauern in Führung und kurz vor der Pause erhöhten wir auf 2:0. In der Pause trichterte uns Berger noch einmal ein, dass wir nicht nachlassen sollen. Kurz nach Wiederanpfiff lief ich alleine auf das Bruckmühler Tor zu und schob den Ball durch die Beine des Keepers ins Tor. Da wurde beim Jubeln schon Bier über mich geschüttet. In der Folge wurde Bruckmühl besser, erst verschossen sie einen Elfmeter, dann erzielten sie denn Anschlusstreffer. Ihnen fehlte jetzt nur noch ein Tor und es war bis zum Schluss spannend. In der Nachspielzeit hatte Bruckmühl noch einmal einen Eckball und der Torwart ging mit vor. Wir konnten diesen klären, der Ball kommt direkt zu mir und ich schoss knapp hinter der Mittellinie aufs Tor. Der Ball ging tatsächlich über die Linie zum 4:1. Danach pfiff der Schiedsrichter ab und wir stiegen in die Bezirksliga auf.

„Der harte Kern war bis zum nächsten Morgen dabei.“

Vilsmaier über die Aufstiegsfeier.

Was passierte nach dem Schlusspfiff und wie lange gingen die Feierlichkeiten?

Vilsmaier: Nachdem mein Schuss von der Mittellinie über die Torlinie gegangen war, gab es kein Halten mehr und die Party ging los. Ich zog sofort mein Trikot aus und meine Mitspieler liefen alle auf mich zu. Auch die Zuschauer stürmten das Feld. Es sind so viele Leute auf mich zugekommen und jeder hat mich abgeklatscht. Mein Trikot habe ich an diesem Tag nicht mehr gefunden. Wir haben dann in der Kabine lange gefeiert. Der harte Kern war bis zum nächsten Morgen dabei, auch ich natürlich (lacht). Diesen Tag vergisst in Reischach keiner mehr, mir haben danach auch viele geschrieben.

Das dritte Tor von Vilsmaier im Video

Wie verlief für euch dann die Bezirksliga-Saison 2018/19?

Vilsmaier: Wir konnten die Liga leider nicht halten und stiegen am Ende der Saison ab. Es wurde einfach jeder Fehler sofort bestraft. Auch ich habe in dieser Spielzeit zahlreiche Chancen liegen gelassen. Trotzdem war es eine richtig schöne Erfahrung und wir versuchen es Jahr für Jahr dort wieder hinzukommen.

„Ich bekomme immer noch Gänsehaut.“

Vilsmaier denkt gerne an dieses Spiel zurück.

Warum war das Spiel gegen Bruckmühl dein Spiel des Lebens?

Vilsmaier: Es war einfach der Wahnsinn in Reischach vor so einer großen Kulisse zu spielen und dann noch in so einem wichtigen Spiel einen Hattrick zu erzielen. Jeder kannte mich dann und die Schlagzeilen in der Presse waren einfach toll. Das werde ich mein Leben lang nicht vergessen, mich spreche heute noch viele auf dieses eine Spiel an.

Wie oft denkst du noch an dieses Spiel zurück?

Vilsmaier: Ich habe noch Videos von diesem Tag auf dem Handy. Immer wenn ich mal nicht schlafen kann oder gerade nichts zu tun habe, schaue ich mir diese an. Vor allem das letzte Tor und den Jubel danach habe ich noch genau in Erinnerung. Dann bekomme ich immer noch Gänsehaut (lacht). 

Christof Vilsmaier, vielen Dank für das Interview.

ma

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