Der zweite Sieg beim Final Four?

Am Sonntag in Berlin: Kolbermoors Tischtennisdamen haben den Pokalsieg im Visier

Vor zwei Jahren spielten Kristin Lang (im Vordergrund) und Sabine Winter noch in einer Mannschaft. Am Sonntag sind sie vermutlich Gegnerinnen.
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Vor zwei Jahren spielten Kristin Lang (im Vordergrund) und Sabine Winter noch in einer Mannschaft. Am Sonntag sind sie vermutlich Gegnerinnen.

Seit Bestehen des deutschen Pokals in der Saison 2013/2014 mit dem Final Four als Höhepunkt haben Kolbermoors Bundesliga-Tischtennisspielerinnen bereits acht Versuche unternommen, den Pott zu gewinnen. Einmal hat es geklappt. Am Sonntag folgt der nächste Anlauf.

Kolbermoor/Berlin – . Kolbermoors Tischtennisdamen starten am Sonntag in Berlin den nächsten Anlauf den deutschen Pokal zu gewinnen. Gespielt wird im Sporthallenkomplex in der Paul-Heyse-Straße in Berlin über die Bühne gehen wird, unternommen werden.

2019 gelang der erste Pokalsieg

Meistens stand das Team aus Oberbayern kurz davor, den Pokal in den Händen zu halten. Am 10. Januar 2016 beispielsweise führte man gegen den Abonnementmeister Berlion sogar mit 2:0, ehe Wenling Tan-Monfardini in der entscheidenden fünften Begegnung gegen Georgina Pota den letzten Satz noch mit 9:11 verlor. Drei Jahre später, am 6. Januar 2019, sollte es dann aber soweit sein. Mit einem 3:1-Finalsieg gegen den gleichen Gegner sicherte man sich in dessen eigenem Wohnzimmer erstmals den Pokalsieg.

Im Qualifikationsturnier klar durchgesetzt

Für Kolbermoors Abteilungsleiter Michael Fuchs zählt aber nicht die Vergangenheit, sondern vielmehr die Zukunft. Die heißt eindeutig: „Wir haben den Pokalsieg im Visier“. Das Qualifikationsturnier am 6. September vergangenen Jahres, das auch schon in der Bundeshauptstadt ausgetragen wurde, hatte man mit klaren 3:0-Siegen gegen Hannover 96 sowie gegen den SV Böblingen absolviert. Fu Yu, Kristin Lang und auch Svetlana Ganina blieben mit je zwei Siegen ungeschlagen.

Die Auslosung für kommenden Sonntag hat den Damen um Michael Fuchs nun im Halbfinale, das um 10 Uhr beginnt, den TSV Schwabhausen beschert, der sich in der Qualifikation ebenfalls klar durchsetzen konnte. In diesem Oberbayern-Duell haben Kolbermoors Damen auf Pokalebene in den letzten Jahren insgesamt sehr gute Erfahrungen gemacht. In der Saison 2016/2017 schlug man den Sonntagsgegner in der Qualifikation mit 3:0. Sabine Winter und Kristin Lang spielten damals noch gemeinsam für den SV DJK Kolbermoor. Auch ein Jahr zuvor ging man als 3:0-Sieger hervor.

Winter beim Gegner die treibende Kraft

Die Vorzeichen haben sich nun ein wenig gewandelt, spielt doch Sabine Winter seit zwei Spielzeiten für das Team aus der Gemeinde im Landkreis Dachau und ist hier die treibende Kraft. Auch wenn das heimische Team in dieser Auseinandersetzung als Favorit ins Rennen gehen wird, ein Spiel im Vorübergehen wird es wahrscheinlich nicht. Das hat das letzte Bundesligaduell dieser beiden Mannschaften gezeigt, das am Ende mit einem 4:4-Unentschieden endete.

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Auch Michael Fuchs ist der Meinung, dass es eine enge Kiste werden könnte. „Ich erwarte ein schweres Spiel. Sabine Winter ist derzeit in sehr guter Verfassung. Ein Punkt gegen sie könnte das Spiel vermutlich entscheiden“, vermutete er. Natürlich wird man sich nicht nur auf die 28-Jährige konzentrieren, sondern auch auf den Rest der Mannschaft.

Das Finale beginnt am Sonntag um 13.30 Uhr

Sollte man das Endspiel erreichen, das um 13.30 Uhr beginnen soll, dürfte der Finalgegner vermutlich erneut Berlin heißen. Das Gastgeberteam trifft in seinem Halbfinale mit dem ESV Weil auf einen zwar guten Gegner, ist trotzdem aber klarer Favorit. Verstecken will man sich aus Kolbermoorer Sicht aber nicht vor dem aktuellen Champions League Sieger. Auch die Gastgeber rechnen mit einer ausgeglichenen Begegnung, in der es wohl auf die Tagesform ankommen dürfte.

Selbst Michael Fuchs ist der Meinung, dass die Neuauflage der Endspiele der letzten beiden Jahre wieder hart umkämpft sein wird. „Berlin ist Favorit. Wir haben sie aber auch schon geschlagen, und das wissen sie“, erklärte er. Bevor es aber zu diesem Duell kommen wird, will man sich zunächst aber auf die Hürde Schwabhausen konzentrieren, die mit Sicherheit auch nicht leicht wird.

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