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Ein Altgedienter und vier Jungspunde

Die Riesenchance zum 4:3: Johannes Zottl scheiterte an Hankofens Keeper.  Fotos Ziegler
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Die Riesenchance zum 4:3: Johannes Zottl scheiterte an Hankofens Keeper. Fotos Ziegler

Kapitän Franz Eyrainer verletzt, Stammtorwart Simon Vockensperger ebenso. Die Offensivkräfte Yasin Temel und Andreas Wörndl waren aufgrund von Verletzung und Erkrankung nicht einsatzfähig. Die Startformation des SB/DJK Rosenheim beim Bayernliga-Punktspiel gegen die SpVgg Hankofen-Hailing hatte diesmal ein völlig anderes Gesicht. Im Blickpunkt standen aufgrund des Spielverlaufs dann gleich mehrere Akteure: Ein Altgedienter und vier Jungspunde.

SBR-Coach Günter Güttler musste vor dem Spiel extrem tüfteln. Als einzige echte Sturmspitze blieb Johannes Zottl (19), zu seinem ersten Einsatz von Beginn an kam David Kurz (18), ebenso durfte Torwart Simon Rott (17) erstmals in der Bayernliga ran. Und in der Mittelfeldzentrale stand ein Brüderpaar: Maximilian Höhensteiger (19) lief erstmals in einem Punktspiel mit Markus Höhensteiger auf. Der 28-Jährige feierte sein Comeback nach mehr als einem Jahr mit seinem zweiten Bayernliga-Einsatz.

Der Altgediente: Er brauchte ein bisschen, um ins Spiel zu finden. So fanden im ersten Durchgang etliche Zuspiele nicht seinen Adressaten. Was Markus Höhensteiger schon da auszeichnete, waren der unbedingte Wille, die Laufstärke und vor allem die Präsenz im Zweikampf. Er suchte die Duelle mit den Gegenspielern von der ersten Minute an, nahm den Kampf so auf, wie es in der aktuellen Situation auch gefordert ist. Und der 28-Jährige kam dann über den Kampf ins Spiel. Entschlossen drang er in der 62. Minute in den Strafraum ein und verwertete eine Hereingabe von Christoph Börtschök mit der Hacke zum Anschlusstor. Damit hauchte er dem SBR neues Leben ein und war fortan der große Ankurbler und Protagonist der ursprünglich geglückten Aufholjagd, aus der letztlich dann aber doch nichts wurde. Das entscheidende Gegentor musste sich Markus Höhensteiger von draußen anschauen, weil er sich 87 Minuten komplett verausgabt hatte und nach seiner Verletzungspause mit den Kräften am Ende war.

Die Jungspunde: Positive und negative Aspekte mussten alle bei dieser Partie mitnehmen. Dass der 17-jährige Vockensperger-Vertreter Simon Rott mit vier Gegentoren nicht zufrieden sein konnte, ist klar. Für ihn begann es denkbar schlecht, nachdem sein erster Ballkontakt nur den Nutzen hatte, um die Kugel aus dem Netz zu holen. Pech hatte er beim dritten Gegentor, denn der Freistoß war von der Mauer abgefälscht und damit unhaltbar. Beim 3:4 in der Nachspielzeit war gegen Alschingers Hammer nichts zu machen. Ansonsten hatte er kaum Gelegenheit, um sich auszuzeichnen.

Für David Kurz war das Anschlusstor zum 1:2 seine Premiere in der Bayernliga. Entschlossen war er dem weiten Schlag von Maxi Höhensteiger gefolgt und hatte mit einem wuchtigen Kopfball für das erste Lebenszeichen der Sportbündler nach einer halben Stunde gesorgt. Ansonsten war klarerweise noch Luft nach oben, vor allem, weil er nicht dazukam, seine eigentliche Stärke mit dem kräftigen Hammer zu zeigen.

Eine Vorlage, ein zwischenzeitlich wichtiges Tor zum 3:3-Ausgleich - diese Bilanz von Maximilian Höhensteiger hört sich nicht schlecht an. Souverän hatte er eine Viertelstunde vor dem Ende eingeschossen, nachdem ihm Bernd Sylla den Ball per Ablage maßgerecht serviert hatte. Anfangs tat sich "Junior", wie er in Mannschaftskreisen gerufen wird, noch etwas schwer, konnte sich dann aber an seinem unermüdlich rackernden Bruder hochziehen und fand immer besser ins Spiel. Pech, dass sein Foulspiel zum Freistoß führte, der abgefälscht zum 1:3 im Kasten landete.

Der "Abfälscher" in der Rosenheimer Mauer war der vierte Jungspund. Johannes Zottls Schulter gab dem Ball noch die entscheidende Richtungsänderung. Diese hätte man sich knapp zehn Minuten vor dem Ende aus SBR-Sicht auch gewünscht, als Zottl alleine aufs Hankofener Gehäuse zulief, dann aber zu viel und zu lange überlegte und dann weit abgetrieben wurde, so dass Gäste-Torwart Putz den Weg zum Tor noch schließen konnte. Am Ende blieben Zottl zwei Passsituationen auf die Flügel, die Wegbereiter zu den Toren zwei und drei der Sportbündler waren, und letztlich die Enttäuschung, dass man am Ende wieder als Verlierer vom Platz ging.

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