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Skandalspiel in Landshut

„Als hätten wir die Jungs nicht im Griff“ – Das passiert nach Ampfings Spielabbruch

In der Schlussphase kamen die Emotionen bei beiden Teams so richtig hoch.
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In der Schlussphase kamen die Emotionen bei beiden Teams so richtig hoch.
  • VonMichael Buchholz
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  • Leon Simeth
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Nach dem Skandalspiel in der Fußball-Landesliga Süd zwischen der SpVgg Landshut und dem TSV Ampfing werden die Schweppermänner vors Sportgericht gehen.

Landshut/Ampfing – Auch zwei Tage nach dem Abbruchspiel zwischen der SpVgg Landshut und dem TSV Ampfing in der Fußball-Landesliga wird weiterhin diskutiert. Beim Stand von 2:2 musste Schiedsrichter Jan Dirrigl die Partie in der Nachspielzeit vorzeitig beenden, nachdem er zuvor fünf Ampfinger Spieler des Feldes verwiesen hatte (wir berichteten). „So etwas habe ich in meiner ganzen Laufbahn noch nicht erlebt“, ärgerte sich Ampfings Rainer Elfinger. Für ihn war die Rote Karte gegen Anel Salibasic wegen einer Notbremse gerechtfertigt, „alles andere war eine Farce“.

Die Verantwortlichen beim Bayerischen Fußball-Verband müssen zunächst einmal die Stellungnahme des Schiedsrichters bewerten. Für Christian Bernkopf, Spielleiter der Landesliga Südost, ist es in seiner Funktion der erste Fall dieser Art: „Ich kann mich auch an keinen ähnlichen Fall in der Landesliga erinnern.“ Er erklärt: „Wenn Ampfing Einspruch einlegen will, dann geht es vors Sportgericht.“

„Es geht nicht um den Punkt“

Das ist wohl so der Fall, denn Adrian Malec, Sportlicher Leiter der Schweppermänner, sagt: „Wir werden uns das nicht gefallen lassen und werden die juristischen Mittel prüfen. Dabei geht es uns am wenigsten um den einen Punkt, sondern um Wiedergutmachung.“ Denn: „Am meisten ärgert mich, dass Ampfing in der Außendarstellung jetzt dasteht wie eine Schlägertruppe. Das war ein ultrafaires Spiel, aber wir haben den Schaden. Wir bemühen uns, dass die Spieler sauber und fair auftreten und dann sieht es nach dem Spiel aus, als hätten wir die Jungs nicht im Griff. Das geht gar nicht.“

Geht es vors Sportgericht, dann müssten die Ampfinger beweisen, dass es keine roten beziehungsweise gelb-roten Karten waren. „Und das ist schwierig, weil das alles Tatsachenentscheidungen vom Schiedsrichter sind“, weiß Schiedsrichter-Obmann der Gruppe Chiem, Josef Kurzmeier. Ampfings Hoffnung: Von dieser Begegnung gibt es Videomaterial. Malec: „Wenn sich jemand die Mühe macht und das Video vom Spiel anschaut, wird jeder den Kopf schütteln.“ Am Schluss habe „der Schiedsrichter gemerkt, was er mit seinen willkürlichen Gelben ausgelöst hat und ist richtig nervös geworden“, so der Ampfinger.

„Das ist selbstverständlich“

Dirrigl war rein regeltechnisch nach dem fünften Platzverweis dazu gezwungen, die Partie abzupfeifen. „Seit zwei oder drei Jahren gibt es diese Regel. Wenn eine Mannschaft weniger als sieben Feldspieler hat, muss abgebrochen werden. Das hat also nicht zwingend etwas mit roten Karten zu tun. Auch bei Verletzungen gilt diese Regel“, erklärt Kurzmeier. Hätte der Schiedsrichter bei der letzten gelb-roten Karte in der Nachspielzeit nicht etwas großzügiger sein können? „Vielleicht hat er auch nicht direkt daran gedacht. Außerdem: Wenn es für ihn eine gelbe Karte war, dann ist das selbstverständlich, dass man diese dann auch gibt. Egal, welche Folgen das mit sich zieht“, versetzt sich Kurzmeier in die Lage des Schiedsrichter-Kollegen.

Für den TSV Ampfing wäre es natürlich unglücklich, wenn das Spiel für Landshut gewertet würde. Es sei „umso trauriger, dass man eine Mannschaft, die mit acht Feldspielern ein 2:2 hält, fast noch den Siegtreffer macht, dann so bestraft“, meint Malec.

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