Alexander Anzinger holt Gold

Alexander Anzingerholte in Regen völlig verdient den Weltmeistertitel. Kamhuber
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Alexander Anzingerholte in Regen völlig verdient den Weltmeistertitel. Kamhuber

Regen – Zweimal Gold sowie je einmal Silber und Bronze – der Weitennachwuchs des Deutschen Eisstock-Verbandes (DESV) hat bei seiner Weitenjagd im Rahmen der Welt- und Europameisterschaften der Junioren und Jugend „Dahoam“ in Regen richtig abgeräumt.

Johannes Michl vom SV Pocking katapultierte sich mit seinem Eisstock vor über 800 begeisterten Zuschauern zum Europameister der Jugend U16. Für einen weltmeisterlichen schwarz-rot-goldenen Doppelerfolg sorgten Alexander Anzinger (EC Ebing) und Lokalmatador Michael Späth (FC Altrandsberg) bei den Junioren. Außerdem holte sich Bastian Simon vom SV Hagenhill im Arberland EM-Bronze bei der U19-Jugend.

Johannes Michl vom SV Pocking brauchte zwar bei der Jugend U16 bis zum dritten Versuch, bis er seine beim Nationenwettbewerb abgegebene Favoritenrolle bestätigte. Dann zog er aber mit 108,99 Metern und großem Vorsprung von mehr als zwei Metern den in Niederbayern allseits erhofften Europameisterschaftstitel an Land. Silber und Bronze ging an die beiden Österreicher Andreas Knaus (106,81) und Angelo Dorner (103,25). Kilian Reschberger (EC Lampoding) und überraschender Weise auch der deutsche Meister Felix Karpfinger (ESV Wörth) konnten vorne nicht mitmischen und belegten die Ränge 4 und 5.

Bei der Jugend U19 sprengte Lukas Michl vom SV Pocking im vierten Versuch mit 88,30 Metern zunächst das rot-weiß-rote Spitzenduo Peter Neubauer und Sebastian Sommerer. Doch rückten die beiden kraftstrotzenden Ausnahmetalente mit Weiten auf 99,38 bzw. 93,08 umgehende die Verhältnisse wieder zurecht. U19-Titelverteidiger Neubauer holte sich erneut Gold. Der U16-Vorjahressieger Sommerer auf Anhieb Silber. Doppelt oder gar dreifach bitter für Michl: Im letzten Versuch wurde der Pockinger auch noch um 51 Zentimeter vom DESV-Kollegen Simon Bastian (SV Hagenhill) mit 88,81 vom Podest verdrängt und musste sich wie vor einem Jahr in Südtirol wieder mit dem undankbaren vierten Platz abfinden. Marcel Menacher (EC Oberhausen) wurde hinter dem Überraschungsathleten der gesamten Weitentage, Perry Stöghofer aus Australien, Sechster.

„An Tagen wie diesen wünscht man sich Unendlichkeit“, dürfte sich Alexander Anzinger vom EC Ebing nach der Junioren-Weitenjagd im Hexenkessel von Regen gedacht haben. Der Deutsche Meister hat sich mit einer Bombenserie und einer überragenden Bestweite von 107,33 Meter zum U23-Weltmeister gekürt und damit die Nachfolge seines „Mühldorfer Nachbars“ Markus Schätzl (SV Oberbergkirchen) angetreten. Mit dem ersten Durchgang auf eine Weite von 98,49 Meter übernahm der 21-jährige Industriemechaniker sofort die Führung. Diese baute der an diesem Tage unschlagbare Blondschopf über die Durchgänge 2, 3 und 5 nach und nach auf 100,75 bzw. 106,02 und 107,33 Meter so übermächtig aus, dass selbst Michael Späth vom FC Altrandsberg nicht mithalten konnte. Der Lokalmatador und Topfavorit musste sich mit 101,01 und großem Rückstand von über sechs Metern sowie Silber abfinden. Anzinger, dessen bisher größter internationaler Einzelerfolg eine Vize-Europameisterschaft war, wäre bei seiner Freitagabendgala selbst mit seinem schlechtesten (98,49) der fünf Versuche sogar noch WM-Dritter geworden. Bronze sicherte sich der erst 17-jährige Österreicher Sebastian Sommerer (98,18).

WM- und EM im Weitenwettbewerb – Nationenwertung Jugend U16: 1. Johannes Michl (SV Pocking) 108,99; 2. Andreas Knaus (AUT) 106,81; 3. Angelo Dorner (AUT) 103,25;.

Jugend U19: 1. Peter Neubauer (AUT) 99,38; 2. Sebastian Sommerer (AUT) 93,08; 3. Bastian Simon (SV Hagenhill) 88,81.

Junioren U23:1. Alexander Anzinger (EC Ebing) 107,33; 2. Michael Späth (FC Altrandsberg) 101,01; 3. Sebastian Sommerer (AUT) 98,18. kam

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