Albert Hobmaier mit Rang zwei zufrieden

Albert Hobmaier mit seiner NSU OSL 251 Rigid aus dem Jahr 1948 beim letzten Lauf zum österreichischen A-Cup in Ramsau/Hainfeld.
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Albert Hobmaier mit seiner NSU OSL 251 Rigid aus dem Jahr 1948 beim letzten Lauf zum österreichischen A-Cup in Ramsau/Hainfeld.

Obwohl Albert Hobmaier aus Mühldorf in den vergangenen zwei Jahren den Motorrad-Trial A-Cup in Österreich in seiner Klasse gewonnen hat, ist er heuer mit dem zweiten Rang nicht unglücklich. Im Gegenteil: Für Albert Hobmaier ist auch 2020 alles perfekt gelaufen.

Mühldorf – Obwohl Albert Hobmaier aus Mühldorf in den vergangenen zwei Jahren den Motorrad-Trial A-Cup in Österreich in seiner Klasse gewonnen hat, ist er heuer mit dem zweiten Rang nicht unglücklich. Im Gegenteil: Für Albert Hobmaier ist auch 2020 alles perfekt gelaufen und die zweite Stufe auf dem Stockerl durchaus ein Grund zum Feiern. Denn Hobmaier hat heuer die Klasse gewechselt und den zweiten Rang in der grünen Spur bei den PRE 65 gewonnen.

Hobmaiers Klasse sind die „Könige des A-Cups“

Die Fahrer der PRE 65-Klassen sind so etwas wie die Könige des A-Cups. Sie fahren mit den ältesten und schwersten Maschinen und drehen dabei das Rad der Zeit weit zurück. Im Fall von Albert Hobmaier sogar bis ins Jahr 1948. So alt ist seine NSU OSL 251 Rigid, mit der er heuer an fünf Wochenenden insgesamt zehn Wertungsläufe bestritten hat. In Kufstein konnte er sich an beiden Tagen sogar als Sieger feiern lassen, was seine fahrerische Klasse unterstreicht. Denn die NSU hat mit einem modernen Trialmotorrad so gar nichts gemein: Sie ist schwer, Motor und Getriebe sind getrennt und wer nach einer Hinterradfederung sucht, wird keine finden. So ein Ding muss man erst einmal im Gelände bewegen. Überhaupt dann, wenn die Sektionen auch noch nass und schlammig sind und der Dreck die Maschine noch einmal um einiges schwerer werden lässt.

„Wenn ich jetzt ehrlich bin, war ich schon ein paar Mal am Rande meiner Kräfte“

„Wenn ich jetzt ehrlich bin, war ich schon ein paar Mal am Rande meiner Kräfte“, erinnert sich der 60-Jährige, der trotzdem von der alten Technik begeistert ist und viele Wochen in der Werkstatt verbracht hat, bis die Maschine endlich wettbewerbsfähig war. Ersatzteile nämlich gibt’s kaum noch. Da macht es sich wieder bezahlt, dass Hobmaier im Zivilberuf ein begnadeter Maschinenbauer ist und selbst völlig kaputte Teile wieder instandsetzen kann.

Und braucht Albert Hobmaier wirklich einmal Rat? Dann ist er bei Lupos Garage bestens aufgehoben. Das ist jene Truppe, für die Hobmaier bei den Rennen an den Start geht. Lupos Garage, das sind ein Dutzend „verrückte“ Salzburger und Oberösterreicher, die unter dem gleichen Virus leiden wie Albert: Diese Seuche geht von alten Trial-Motorrädern aus, lässt sich praktisch nicht kurieren und hält ein Leben lang an. So ist es auch nicht verwunderlich, dass Albert Hobmaier bereits jetzt an der Wettbewerbsmaschine für das nächste Jahr arbeitet. Weil wie durch ein Wunder ist ihm eine zweite siebzig Jahre alte NSU zum Kauf angeboten worden und die wird jetzt auch fit gemacht für die Rennen zum A-Cup 2021.

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