Bad Aiblinger Judoka bei der deutschen Meisterschaft: Eine historische Teilnahme

Patrick Weisser (links) siegte in der ersten Runde gegen Alessio Murrone aus Nordrhein-Westfalen.

Stuttgart – „Wir haben noch nie Teilnehmer bei deutschen Judo-Meisterschaften der Männer stellen können“, so Denis Weisser, Abteilungsleiter der Bad Aiblinger TuS-Judoka.

„Umso mehr sind wir erfreut, dass wir nicht einen Teilnehmer durch die Quali bekommen haben, sondern gleich drei. Das ist sensationell für unsere Abteilung im Reigen der Großvereine, Olympia-Stützpunkte und Bundesligaclubs.“

An den Start gingen der 18-jährige Patrick Weisser in der Gewichtsklasse bis 60 kg, Bauingenieur-Student Manuel Mühlegger im Limit bis 66 kg und Routinier Robert Buendowski, mit 100 kg der Erfahrenste und Kräftigste im Trio der Aiblinger Judo-Muskelmänner. Alle drei gingen hochmotiviert ins Rennen und bewiesen ihr Klasse: Mühlegger kämpfte sich in der ersten Runde durch die reguläre Kampfzeit in die Verlängerung, wo er allerdings wegen einer weiteren Strafe verlor. Eine enge Entscheidung, wenn auch vertretbar.

Mit der großen Innensichel erfolgreich

Weisser besiegte im ersten Kampf den aus Nordrhein-Westfalen stammenden Alessio Murrone mit einer sehenswerten großen Innensichel vorzeitig. Im zweiten Kampf lag er zunächst wertungsmäßig hinten, kämpfte sich tapfer zurück und es stand unentschieden nach der regulären Kampfzeit. Erst in der Verlängerung, dem „Golden Score“, unterlag er seinem aus Sachsen stammenden Gegner, der von Judo-Legende Udo Quellmalz (Olympiasieger und Doppel-Weltmeister) gecoacht wurde. Damit war Weisser nach der zweiten Runde ausgeschieden.

Kraftpaket Buendowski dominierte den ersten Kampf in der Kategorie bis 100 kg und gewann per technisch hervorragendem Wurf. In der zweiten Begegnung musste er gegen den aus Sachsen stammenden und ebenfalls von Quellmalz gecoachten amtierenden Deutschen Meister Daniel Herbst (JC Leipzig) eine Niederlage hinnehmen.

Trainer Martin Garic, 2019 selbst deutscher Vizemeister im Schwergewicht: „Robert hat sich zuletzt stark verbessert, sein Auftritt war klasse. Alle drei Aiblinger haben tolles Judo gezeigt und mit etwas Glück wäre mehr drin gewesen. Zwei der Niederlagen waren sehr eng. Und gegen einen Deutschen Meister kann man auch mal verlieren.“ re

Kommentare