Bad Aiblinger Befreiungsschlag gegen den Tabellenletzten

Mario Hack-Vazquez (links, gegen Münchens Harold Gibbs) erzielte 16 Punkte zum Aiblinger Erfolg. Fehrmann
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Mario Hack-Vazquez (links, gegen Münchens Harold Gibbs) erzielte 16 Punkte zum Aiblinger Erfolg. Fehrmann

Die Basketballer des TuS Bad Aibling haben ihre Niederlagenserie in der Regionalliga Süd-Ost beendet und das wichtige Kellerduell gegen die BC Hellenen München mit 75:64 gewonnen. Damit mischen die Kurstädter plötzlich wieder mit im Kampf um den Verbleib in der Liga.

Bad Aibling – Nach der unglücklichen Niederlage in Regnitztal standen die Fireballs mit dem Rücken zur Wand. Durch die prekäre Situation in der darüberliegenden ProB, wo möglicherweise drei Teams in die Südstaffel absteigen, ist Platz elf das rettende Regionalliga-Ufer. Die Kurstädter starteten zwar nervös in die Partie, konnten aber nach anfänglichen Problemen in der Defensive schnell zur gewohnten Aggressivität zurückfinden. „Seit der Winterpause fehlte uns etwas die Galligkeit in der Verteidigung, die in der Hinrunde noch eine unserer großen Stärken war. Wir wussten, dass wir den Hellenen damit wehtun können, und genauso kam es dann auch“, analysierte Simon Bradaric den weiteren Spielverlauf.

Das Spiel war im ersten Viertel geprägt von guter Verteidigung auf beiden Seiten, die rund 300 Zuschauer in der Sporthalle spürten die Anspannung des Abstiegskampfes. Lediglich 28 Punkte sahen die Fans im ersten Spielabschnitt (16:12). Bad Aibling fand im zweiten Viertel dann auch offensiv einen besseren Rhythmus. Vor allem die quirligen Guards der Fireballs um Mario Hack-Vazquez (16 Punkte), Justin Kaifosch (4) und Daniel Nimphius (7) setzten immer wieder Nadelstiche auf beiden Seiten des Feldes. Die Gäste kamen so kaum ins Spiel, während Bad Aibling durch erzwungene Fehler zu einfachen Punkten aus dem Fastbreak kam und mit 36:22 in die Halbzeitpause ging.

Die Kurstädter dominierten auch nach der Pause. Scharfschütze Mio Mirceta (21) wurde nun immer wieder hervorragend freigespielt, vor allem durch Kapitän Simon Bradaric (12 Punkte/11 Assists) und so war das Spiel nach 30 Minuten beim Stand von 62:38 eigentlich entschieden. Doch wieder leisteten sich die Gastgeber einen minutenlangen Aussetzer und plötzlich riss der Faden im Aiblinger Spiel komplett. Aus 24 Punkten Vorsprung wurden nach einem 0:21-Lauf plötzlich nur noch drei Punkte. Trotz diverser Auszeiten, einiger Wechsel und viel Engagement von Seitenlinie und Bank, stand das Spiel nun auf Messers Schneide. Nur gut, dass Mario Hack-Vazquez den Negativlauf mit einem erfolgreichen Dreier stoppte, ein Ruck durch die Mannschaft ging und die Fireballs die brenzlige Situation lösen konnten. Center Jo Wießnet (8 Punkte): „Der Einbruch im vierten Viertel war unnötig, so machen wir ein dominantes Spiel spannend. Ich bin froh, dass wir die richtige Antwort parat hatten.“ re

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