Bad Aibling Fireballs verschenken erneut wichtige Punkte

Frustriert:Aiblings Trainer Tobi Guggenhuber. Fehrmann

Zum zweiten Mal binnen weniger Monate haben die Regionalliga-Basketballer des TuS Bad Aibling einen sicher geglaubten Sieg in der Schlussphase verschenkt – und wieder ging es dabei, diesmal in Regniztal, gegen einen direkten Abstiegskonkurrenten.

Strullendorf – Diese Niederlage ist aufgrund der Tabellensituation doppelt bitter. Denn die Fireballs haben nun vier Punkte Rückstand zu den Franken, die auf dem möglicherweise rettenden elften Tabellenplatz rangieren.

Regniztal, bekanntlich ein Kooperationspartner von Brose Bamberg und somit auch von den Young Pikes Baunach (ProB), hatte aufgrund von Terminkollision mehrfach um Spielverschiebung gebeten. Dem konnte seitens der Gäste nicht nachgekommen werden. Trotzdem wurde das Spiel fristgerecht um vier Stunden nach vorne verlegt, was letztlich zur Folge hatte, dass Coach Tobias Guggenhuber auf Mio Mirceta verzichten musste und auf der Gegenseite den Einsatz einiger ProB-Akteure ermöglichte, dazu Guggenhuber: „Egal ob ProB oder nicht, wir müssen dieses Spiel gewinnen, ohne Wenn und Aber. Über den faden Beigeschmack, den diese ganze Nummer mit sich bringt, muss jeder selbst urteilen.“

Genau diese ProB-Akteure, vorrangig Brandon Tischler (31) und Johannes Mavridis (19), sollten dem Spiel letztlich ihren Stempel aufdrücken. Nachdem man gegen Herzogenaurach noch heillos sein Glück aus der Distanz versuchte, lag der Fokus gegen Regniztal auf dem Spiel in Brettnähe. Dies gelang hervorragend und war vor allem dem bis dato besten Saisonspiel von Gästecenter Jo Wießnet (26 Punkte/12 Rebounds) zuzuschreiben. Bad Aibling führte schnell mit 23:12. Einziger Wermutstropfen in Halbzeit eins war die etwas schlampige Chancenverwertung sowie zu viele einfache Ballverluste, was die Gastgeber bis zur Pause herankommen ließ (32:37).

Zwei Minuten vor Schluss begann das Drama

„Wir hatten das Spiel im Griff und haben Jo dabei gut in Szene setzen können. Lediglich Tischler hat sie im Spiel gehalten, aber damit konnten wir in der ersten Hälfte ganz gut leben“, sagt Mario Hack Vazquez (15 Punkte). Im dritten Spielabschnitt stellte Bad Aibling die Zehn-Punkte-Führung wieder her, angeführt vom angeschlagenen Kapitän Simon Bradaric (9) sowie Justin Kaifosch (9). Bis rund zwei Minuten vor Schluss plätscherte das Spiel so vor sich hin, doch plötzlich riss der Faden im Aiblinger Spiel. Regniztals Scharfschütze Mavridis lief in der Offensive plötzlich heiß und versenkte drei Drei-Punkte-Würfe in Folge. Hinzu kamen die fünften Fouls von Bradaric und Hack-Vazquez, was zu viel Unruhe führte. Nun fand auch Wießnet nicht mehr ins Spiel und so gelang den Gastgebern ein 8:0-Lauf innerhalb nur einer Minute. In der Overtime hatten die Kurstädter dann keine Chance mehr. Die Baskets setzten sich schnell ab und spielten die Begegnung gegen geknickte Fireballs souverän zu Ende. Endstand 85:79.

Guggenhuber: „Wir waren über 38 Minuten die deutlich bessere Mannschaft und geben das Spiel dann wieder so her. Wie gegen Rosenheim treffen wir in entscheidenden Phasen einfach falsche Entscheidungen, und alles läuft gegen uns.“

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