UNGEKLÄRTE HALLENÖFFNUNGEN

Abbruch der Saison – Tischtennis-Vereine waren sich schnell einig

Die Tischtennis-Saison wurde abgebrochen. Wie die weiteren Planungen aussehen wird möglicherweise erst im Juni beschlossen.
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Die Tischtennis-Saison wurde abgebrochen. Wie die weiteren Planungen aussehen wird möglicherweise erst im Juni beschlossen.

„Ich habe schon seit Dezember vermutet, dass man die Saison nicht zu Ende spielen kann“ – die Vorahnung von Bezirkssportwart Günther Egger aus Laufen haben sich mit der Online-Sitzung des Bayerischen Tischtennis-Verbandes bestätigt.

Rosenheim– Mittlerweile ist es amtlich: Der Bayerische Tischtennis-Verband (BTTV) hat die diesjährige Saison wegen der Verlängerung des Lockdowns und der ungeklärten Hallenöffnungen sowohl im Erwachsenen- wie auch im Jugendbereich abgebrochen. Die Sportredaktion hat sich bei Spielleitern und Vereinen umgehört.

Tendenz zum Abbruch war im Vorfeld da

„Schon im Vorfeld dieser Sitzung war eine Tendenz zum Abbruch zu erkennen. Zwei Tage vor der Präsidiumssitzung haben sich alle Bezirksvorsitzenden sowie das Präsidium und der Präsident des Bayerischen Tischtennis-Verbandes, Konrad Grillmeyer, abgestimmt“, erläuterte der Vorsitzende des Bezirks Oberbayern Ost, Walter Schleich.

Er selbst plädierte für den Saisonabbruch, dem sich etliche Vertreter anschlossen. Lediglich der TSV Siegsdorf hätte die Runde gerne zu Ende gespielt. Wie die weiteren Planungen aussehen, wird möglicherweise auf dem Bezirkstag geklärt, der am 12. Juni über die Bühne gehen soll.

„Wir können froh sein, im September wieder spielen zu können“

Der Vorsitzende des Bezirks Oberbayern Ost, Walter Schleich, plädierte für einen Saisonabbruch.

Die Vorahnungen, die Bezirkssportwart Günther Egger aus Laufen schon seit längerer Zeit hatte, haben sich mit der Online-Sitzung bestätigt. „Ich habe schon seit Dezember vermutet, dass man die Saison nicht zu Ende spielen kann“, erklärte er. Vor einigen Wochen hatte man noch den Versuch unternommen, die Saison bis 9. Mai zu verlängern.

Egger fügt allerdings hinzu: „Wenn wir im März wirklich wieder hätten anfangen können, dann hätte es überaus viele Schwierigkeiten gegeben. Das hätte sich besonders in den Hallenkapazitäten niedergeschlagen, Terminnöte mit sich gebracht und auch die Anzahl der Heim- und Auswärtsspiele wäre wohl nicht gerecht gewesen.

Viele Vereine hätten sich auch geweigert, ihre Auswärtsspiele im Landkreis Berchtesgadener Land auszutragen, da die Werte dort immer noch sehr hoch sind. Noch nicht ganz klar ist auch, was mit den Mannschaften passiert, die während der Saison zurückgezogen haben. Ich denke, wir können froh sein, wenn wir in der neuen Saison ab September spielen können.“

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Erneut in der Verbandsoberliga

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge hat Wolfgang Hundhammer, Mannschaftsführer der ersten Mannschaft beim SB DJK Rosenheim den Saisonabbruch verfolgt. „Für mich war es relativ klar, dass abgebrochen wird. Es ist einfach eine logische Folge der derzeitigen Situation“, erklärte der SBR-Kapitän.

Das weinende Auge, das allerdings wieder getrocknet ist, ist die Tabellensituation. „Für uns war es natürlich schön, dass wir an erster Stelle standen. Da die Saison quasi nicht existiert hat, müssen wir in der kommenden Spielzeit erneut in der Verbandsoberliga starten. Insgesamt ist es eine Momentaufnahme.

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Wir haben vielleicht auch das eine oder andere Mal von der Pandemie profitiert, weil andere Mannschaften nicht antreten konnten oder mit einer anderen Mannschaft spielen mussten“, so Hundhammer.

Alle Hallen zu – Training nicht möglich

„Vielleicht kann Hans Röslmair in der kommenden Saison wieder ein paar Spiele bestreiten“, hofft Bad Aiblings Mannschaftsführer Hans Wiesböck. Dessen Mannschaftskollege hatte in der Vergangenheit Beschwerden im Knie, weshalb er über das Spielverbot aufgrund der Pandemie nicht unbedingt böse war.

„Ich habe aber erwartet, dass die Saison abgebrochen wird. Alle Hallen sind bei uns zu. Training ist auch nicht möglich“, erklärte Wiesböck. Wie die Planungen für die Zukunft aussehen werden, konnte der Bad Aiblinger noch nicht sagen. Seine Mannschaft belegte zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs einen Abstiegsplatz.

Für Josef Kellerer, Abteilungsleiter beim TV Feldkirchen und Leiter diverser Ligen, war es schon seit längerer Zeit klar, dass die Saison aufgrund von Verschiebungen nicht zu Ende gespielt werden würde. „Ich kenne niemanden, der für eine Fortsetzung der Saison war. Die Einschränkungen waren vorhersehbar“, sagt er.

Vor einigen Tagen habe er zudem Mannschaftsführerin Antonia Eichner, deren Mannschaft in der Verbandsoberliga aktiv ist, gesprochen. Sie war ebenfalls für einen Abbruch der Saison.

Ein kleines Fünckchen Hoffnung

Im Seniorenbereich gibt es noch ein kleines Fünkchen Hoffnung, dass möglicherweise Ostern noch ein Blockspieltag stattfinden kann. Seniorensportwart Franz Reibl erläutert: „Die Seniorenliga ist bislang noch nicht abgesagt worden. Ich bin ein wenig zuversichtlich. Allerdings kommt es darauf an, wie es sich auswirkt, wenn die Schulen wieder öffnen.“

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